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HSC-Manager stärkt Trainer Milan Rukavina den Rücken

„Herr Herzfeldt, haben Sie die Hoffnung aufgegeben?“

Fußball. Holger Herzfeldt ist Manager beim noch sieglosen Bezirksoberligisten HSC BW Tündern. Dewezet-Mitarbeiter Andreas Rosslan sprach mit ihm über den drohenden Abstieg des Klubs in die Bezirksliga.

veröffentlicht am 28.09.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 09:21 Uhr

Haben Sie die Hoffnung auf den Klassenerhalt schon aufgegeben?

Nein. Es sind ja noch 66 Punkte zu vergeben.

Nach dem mageren 2:2 gegen Twistringen fehlen aber schon zwölf Punkte zum rettenden Ufer.

Wir wollten die Partie unbedingt gewinnen. Aber die Mannschaft war nach sieben Niederlagen in Folge total verunsichert – insbesondere in den ersten 20 Minuten. Das Remis war ein kleiner Schritt nach vorn.

Sie sehen also Licht am Ende des Tunnels.

Ja. Uns war klar, dass die Saison nicht einfach wird, weil uns im Sommer einige Leistungsträger verlassen haben. Der Weg, die Mannschaft zu verjüngen und auf eigene Talente zu setzen, ist absolut richtig.

Ist der Trainer schuld an der Misere?

Milan Rukavina macht einen sehr guten Job. Der Trainer steht bei uns überhaupt nicht in Frage – weder bei den Spielern noch beim Vorstand.

Ein taktisches System ist bisher aber nicht zu erkennen. Das Experiment mit zwei Dreierketten und nur einer Spitze ging in die Hose.

Das ist richtig. Die Rechnung ist nicht aufgegangen. Uns fehlte vorne eine zweite Alternative. Ich gehe davon aus, dass wir am Samstag gegen Burgdorf wieder mit zwei Stürmern spielen werden, weil Robin Tegtmeyer einen sehr guten Eindruck hinterließ.

Vor Saisonbeginn hat Rukavina davon gesprochen, dass die Chemie zwischen den Spielern nicht stimmt. Gibt es im Team zu viele Egoisten?

Nein. Unserem Trainer ist es gelungen, eine Einheit zu formen. Wir sind keine Partytruppe, das wollen wir aber auch nicht sein. Die Stimmung im Team ist gut, obwohl die Niederlagenserie frustrierend war.

Als Manager haben Sie bisher kein glückliches Händchen bewiesen. Bergmann, den Sie 2008 als Trainer geholt haben, ist schon wieder weg. Neuzugang Atangüc entpuppte sich als Flop. Und Jaber ist nur ein Ergänzungsspieler.

Mir sind die Hände gebunden, weil wir finanziell keine großen Sprünge machen können. Unsere Möglichkeiten, neue Spieler zu holen, sind begrenzt.

In der Winterpause sind keine Neuverpflichtungen geplant?

Wir sind nicht in der Lage, hohe Ablösesummen zu bezahlen. Wenn überhaupt, dann holen wir vielleicht einen neuen Spieler für die linke Außenbahn. Einen möglichen Kandidaten habe ich zwar im Auge – konkret ist aber noch nichts.

Wäre der Abstieg in die Bezirksliga für Tündern der Super-GAU?

Nein. Das Leben geht auch nach einem Abstieg weiter. Wir haben durch unsere Jugendarbeit ein gutes Fundament für die Zukunft.

Sehr nachdenklich – aber nicht ohne Hoffnung. Tünderns Manager Holger Herzfeldt glaubt trotz bisher spärlicher Punktausbeute noch an den Klassenerhalt des HSC in der Bezirksoberliga.

Foto: nls



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