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Tünderns Spartenleiter über die Saisonziele der Gewichtheber und das große Talent Jennifer Helbing

Herr Bossauer, reicht es für den Klassenerhalt?

Die 21-jährige

veröffentlicht am 07.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 06:41 Uhr

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Jennifer Helbing startet am Wochenende mit der KG Tündern/Hameln beim AC Potsdam in die neue Zweitliga-Saison der Gewichtheber.

Foto: rhs

Gewichtheben. Trotz dem Karriereende von Sonja Helbing (29) gehen die starken Männer der KG Schwalbe Tündern/TC Hameln mit viel Enthusiasmus und Schwung, aber zugleich auch mit reduzierten Erwartungen und Sorgen in die neue Zweitliga-Saison, die am Samstag mit einem Auswärtskampf beim AC Potsdam beginnt. Über Aussichten und personelle Veränderungen sprach Dewezet-Mitarbeiter Rolf Henning Schnell mit Spartenleiter Roman Bossauer (36).

„Herr Bossauer, im Vorjahr Platz zwei hinter Aufsteiger Empor Berlin. Welcher Platz ist diesmal für Tündern drin?

Roman Bossauer.  Foto: rhs
  • Roman Bossauer. Foto: rhs

„Von der Vizemeisterschaft können wir nur träumen. Denn an die 562,6 Punkte, die wir in der letzten Saison als Bestleistung stehen hatten, werden wir diesmal bei weitem nicht erreichen. Wenn wir überhaupt die 500-Punkte-Marke knacken können, wäre das schon ein Top-Ergebnis. Ich rechne auch nicht damit, dass wir gegen den Bundesliga-Absteiger Stralsund und auch gegen Potsdam, die beide die 500er-Marke locker überbieten, eine Chance haben. Unser Hauptaugenmerk sollte deshalb auf dem Klassenerhalt liegen.“

Wer soll eigentlich die Lücke füllen, die Sonja Helbing hinterlassen hat?

„Den Damen-Part wird ihre acht Jahre jüngere Schwester Jennifer übernehmen. Zwar stehen erst 40 Punkte für die 21-Jährige zu Buche – im Gegensatz zu den 100 Punkten von Sonja –, aber sie selbst macht so große Fortschritte, dass ihr demnächst durchaus 60 bis 70 Punkte zuzutrauen sind.“

Halten die anderen Heber, die zum Teil aus Berlin, Hamburg und Hannover zu den Punktkämpfen anreisen, dem Verein weiterhin die Treue?

„Sie werden auch in der neuen Saison für uns an die Hantel treten. Zwar war unser Spitzenheber Thorsten Diekmann verletzt, hat im Sommer wenig trainiert, aber mittlerweile ist er wieder fit. Fehlen wird uns in Potsdam der verletzte Maik Milczinski sowie Mario Wesche, der an diesem Tag heiratet. Deshalb haben wir auch auf unser Heimrecht gegen Potsdam verzichtet, weil wir nicht genügend Helfer für den Wettkampf in der Sporthalle West gehabt hätten.“

Heißt das, dass der Rückkampf in Hameln stattfindet?

„Daraus wird nichts, weil uns im Februar keine Halle zur Verfügung steht. Wir müssen deshalb in den sauren Apfel beißen, vier Auswärts- und nur zwei Heimkämpfe im März und April zu haben. Das verringert unsere Chancen auf ein gutes Saisonergebnis. Zum Klassenerhalt sollte es aber dennoch reichen.“

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