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Torhüter Schmidt patzt bei 1:2-Niederlage gegen Bavenstedt / Glanzloses Hilker-Debüt trotz Tor

Hell „knipst“ – für 07 wird es zappenduster

Fußball. Wehe, wenn Daniel Hell „knipst“, denn dann wird es zappenduster. Lediglich 60 Minuten durfte Preußen Hameln so im Oberliga-Duell gegen den SV Bavenstedt noch von einem etwas besseren Start in die Rückserie träumen – dann schoss der Mittelfeldspieler 07 mit dem 2:1-Siegtreffer schon frühzeitig das Licht aus. Allerdings ein Tor der Kategorie „vermeidbar“, denn Torhüter Stefan Schmidt hatte die harmlose Bogenlampe aus 25 Metern völlig falsch berechnet und sah regungslos zu, wie sich der Ball über ihn ins Netz senkte. „Ganz klar, das war mein Ding“, blieb der 07-Schlussmann aber selbstkritisch. Zuvor hatten Norman Pütsch (37.) – er sah später noch Gelb-Rot (86.) – und Jannik Hilker (49.) mit seinem Debüt-Tor vor 300 Zuschauern auf dem Kunstrasen für eine bis zu diesem Zeitpunkt eigentlich gerechte Patt-Situation gesorgt. Ðennoch passte der Aussetzer von Schmidt irgendwie ins Bild. Bis auf wenige Ausnahmen schienen die Preußen nach der langen Spielpause noch nicht richtig wach zu sein und konnten die nicht minder biederen Gäste aus Hildesheim kaum einmal in Verlegenheit bringen.

veröffentlicht am 28.02.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 15:21 Uhr

Roland Giehr

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Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

„Wir waren einfach viel zu schlafmützig und haben zu wenig gemacht. Wenn wir nicht immer volle Pulle spielen, können wir gegen keinen in der Oberliga gewinnen“, ärgerte sich Trainer Kai Oswald zu Recht. Vor allem seine Kreativabteilung ließ noch viele Wünsche offen.

So war von Daniel Boateng so gut wie gar nichts zu sehen. Und auch Neuzugang Jannik Hilker hatte sich seinen Einstand im Hamelner Trikot bestimmt anders vorstellt. Zwar gelang ihm – allerdings aus abseitsverdächtiger Situation – per Kopf der vorübergehende Ausgleich, die erhofften Akzente im Vorwärtsgang konnte er aber noch nicht setzen.

„Ich bin natürlich nicht zufrieden und kann sicherlich mehr“, zog der 21-Jährige eine nüchterne Bilanz. Völlig harmlos agierte aber auch der Preußen-Angriff.

Torjäger Benjamin Belka stand hier oft neben sich und verballerte zudem in der 29. Minute die eigentlich einzige echte Chance der Preußen, als er aus zehn Metern knapp am langen Pfosten vorbeizielte. Sein Pendant Michael Jermakowicz rackerte zwar unermüdlich, blieb aber nicht minder glücklos. Der Bavenstedter Schlussmann Oliver Zwillus verbrachte so einen relativ stressfreien Nachmittag. Nur Sekunden vor dem Ende musste er dann doch einmal kurzfristig zittern, als der eingewechselte Dominic Meyer zum Freistoß antrat, diesem aber aus 20 Metern mit voller Wucht in die Mauer semmelte. Nur gut, dass wenigstens die Innenverteidigung um Kapitän Bastian Stellmacher und Ruwen Klimke auf der Höhe war und eine solide Leistung abliefern konnte. Auch Nick Pyka, der nach der Pause den überforderten Tobias Lopez-Peralta ersetzte, genügte noch den Ansprüchen. „Am Freitag beim Derby in Bückeburg muss jetzt aber einiges passieren“, fordert Oswald.

07: Stefan Schmidt – Kowalski, Klimke, Stellmacher, Lopez-Peralta (46. Nick Pyka) – Deck (70. Meyer), Hilker, Sebastian Schmidt, Boateng – Belka, Jermakowicz.



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