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Preußen beim 0:3 chancenlos / Oswald: Das war Kreisklasse

Heimkomplex – auch gegen Langenhagen läuft nichts

Fußball. Wehe, wenn Oberligist Preußen Hameln zuhause spielt – denn dann sind lange Gesichter fast vorprogrammiert. Seit dem 17. Oktober geht das schon so. Damals beim 3:1 gegen Eintracht Nordhorn jubelte 07 zuletzt vor heimischer Kulisse, seitdem nur noch der Gegner. So auch der SC Langenhagen der sich beim 3:0-(1:0)-Sieg nicht groß mühen musste, um die drei Punkte mitzunehmen.

veröffentlicht am 28.03.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:49 Uhr

Klaus Frye

Autor

Sportreporter zur Autorenseite

Von der guten Leistung beim 1:1 in Meppen war nichts hängen geblieben. Von Beginn an gab Langenhagen klar die Richtung an. Es war eine einseitige Angelegenheit, denn SC-Torwart Dlugaiczyk blieb bis zur Pause beschäftigungslos. Schon in der ersten Viertelstunde hatte Langenhagen zwei gute Möglichkeiten. Das 1:0 durch Jusufi (17.) war fast schon überfällig. Der erwartete Ruck ging dennoch nicht durch die Preußen-Reihen. Auch nach dem Seitenwechsel blieb 07 farblos. Dafür sorgte auch das schnelle 2:0, für das erneut Jusufi (47.) sorgte. Das Eigentor von Bastian Stellmacher (62.) zum 0:3-Endstand machte die Unsicherheit der Hamelner besonders deutlich. Vor allem die schwache Vorstellung in der Defensive, wo Pyka mit dem Ex-Halvestorfer Harms allergrößte Probleme hatte, brachte Trainer Kai Oswald ins Grübeln: „Die Abwehr hat sich diesmal absolut schwach präsentiert.“ Aber auch seinen Angreifern sprach er ein mangelhaftes Zeugnis aus: „Das war Angsthasen-Fußball. Im Moment befinden wir uns in einer Phase, wo die Gefahr, die direkte Qualifikation zur Oberliga zu verpassen, immer größer wird.“

Allein Benjamin Belka hatte in der 52. Minute eine Riesenchance, doch frei vor dem Tor scheiterte er am SCL-Keeper. Dazu peilte er mit zwei Distanzschüssen nur das nahegelegene Südbad an. Allein ein weiter Einwurf von Dominik Meyer brachte Langenhagens Schlussmann, dem der Ball über die Hände rutschte, noch einmal aus der Ruhe. Die Gäste spulten die letzten 20 Minuten locker herunter. Das fiel auch nicht schwer, denn im 07-Team war kein Spieler in der Lage, dem Spiel noch einmal seinen Stempel aufzudrücken.

Mit seiner Analyse traf Kai Oswald den Nagel auf den Kopf: „Momentan sind wir eine typische Fahrstuhlmannschaft. Im Meppen Weltklasse, heute Kreisklasse.“

Preußen 07: Stefan Schmidt – Kowalski (46. Hasani), Klimke, Stellmacher, Pyka – Sebastian Schmidt (46. Tarak), Lopez-Peralta – Boateng, Hilker, Meyer – Belka.



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