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Routinier Raddatz war wieder der „wertvollste“ Spieler beim VfL / Glatz bester Torschütze / Eine Saisonbilanz

Heemann und Pille sind die Aufsteiger beim Absteiger

Handball (hjk). Die Handballer des VfL Hameln erholen sich in diesen Tagen in Cala Ratjada auf der Sonneninsel Mallorca von den Strapazen der Saison 2008/09, in der es bekanntlich kein Happy End gab. Die Mannschaft konnte den Sturz in die Oberliga Niedersachsen nicht verhindern. Doch schon auf Mallorca werden neue Pläne geschmiedet. „Wir planen den sofortigen Wiederaufstieg“, ist aus Reihen der Spieler zu hören. Alle Leistungsträger bleiben in Hameln. Auch Kapitän Oliver Glatz hält dem VfL wohl die Treue. „Er wechselt jedenfalls nicht zum Regionalliga-Neuling nach Springe. Er hat Manager Dennis Melching eine Absage erteilt. Ich glaube schon, dass er bei uns in Hameln bleibt“, sagte sein Vater und Teambetreuer Reiner Glatz gestern gegenüber der Dewezet-Sportredaktion.

veröffentlicht am 29.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 09:41 Uhr

Jannis Pille jko

Der VfL muss zwar die dritthöchste deutsche Spielklasse verlassen und geht nach genau 30 Jahren (!) erstmals wieder in der Oberliga auf Punktejagd, doch in den Reihen des Absteigers gibt es auch zwei Aufsteiger: Jannis Pille und Heiko Heemann. Vor allen Dingen der erst 20 Jahre alte Rückraumspieler Pille katapultierte sich gewaltig ins Rampenlicht. Unter der Regie von Neu-Trainer Hajo Wulff blühte der 1,93 m lange Spieler regelrecht auf. Als Dominik Niemeyer zu Beginn dieses Jahres nach nur 14 Saisoneinsätzen (aber immerhin schon 58/2 Toren) wegen einer Haarwurzelentzündung ausfiel und bis heute vergeblich auf ein Comeback hoffte, sprang Jannis Pille in die Bresche. Seine persönliche Bilanz kann sich sehen lassen: mit 132 „Buden“ ist er der erfolgreichste Feldtorschütze in Reihen des VfL. Bei der Gesamttorausbeute wurde er lediglich von Glatz (162/davon 67 Siebenmeter) und Routinier Christian Raddatz (139/27) übertroffen. Apropos Raddatz: Der 35-Jährige war – über die gesamte Saison gesehen – als Mittelmann der wichtigste und wertvollste Akteur in Wulffs Team. Er setzte kämpferisch und spielerisch die Akzente, überzeugte als Dauerbrenner in allen 30 Spielen nicht nur in der Abwehr, sondern auch im Angriff. Das war eine Topleistung.

Auch Aufsteiger Heemann kann mit seiner ersten Saison in der 3. Liga zufrieden sein. Der vor der Saison von der TSG Emmerthal gekommene Kreisläufer legte nach einem „Rumpelstart“ eine furiose Saison aufs Parkett. Zwar kam das 100-Kilo-Schwergewicht nicht ganz an die Leistungen seines zum HSV Hannover gewechselten Vorgängers Dominik Leinhart heran, doch der 27-Jährige steigerte sich von Spiel zu Spiel.

Der Kreisläufer trifft 116-mal ins Schwarze

In der Abwehr kam an ihm so schnell keiner vorbei. Als Torschütze ließ sich Heiko Heemann 116-mal feiern und ist damit die Nummer vier in der internen Shooter-Liste. Diese 18 Spieler kamen beim VfL in der Saison 2008/09 zum Einsatz: Tor: Frank Rosenthal, Andrew Treuthardt, Robert Drechsler. Feldspieler: Marcel Engelhardt, Oliver Glatz, Sebastian Weber, Torben Höltje, Heiko Heemann, Dominik Niemeyer, Jannis Pille, Thorben Kanngießer, Sven Hylmar, Daniel Wick, Christian Raddatz, Marek Staniszewski, Daniel Treutler, David Niclas Emmel und Rasmus Meier.

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Kämpferisches Vorbild: Heiko Heemann steigerte sich in seinem ersten Regionalliga-Jahr von Spiel zu Spiel. Der Kreisläufer erzielte 116 Tore für den VfL.

Foto: nls

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