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20 Treffer beim Hamelner 34:30 gegen Dingelbe / Rot für Höltje / Schubert mit Nasenbeinbruch

„Hee“ und „Hyl“ – die Ballermänner des VfL

Nur schwer zu stoppen: Sven Hylmar (li.) enteilt Sebastian Froböse (Dingelbe).

veröffentlicht am 28.03.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 22:41 Uhr

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Foto: nls

Handball. Was für den FC Bayern „Rib und Rob“, sind für den Oberligisten VfL Hameln „Hee und Hyl“. Heiko Heemann und Sven Hylmar präsentierten sich als kongeniales Duo in blendender Torlaune und ballerten ihr Team mit zusammen 20 Treffern fast im Alleingang zum 34:30 (15:17)-Heimsieg gegen den TV Eiche Dingelbe. Fünf Tore steuerte trotz weitestgehender Manndeckung zudem der starke Kapitän Oliver Glatz bei. Die 300 Zuschauer in der Halle Nord wurden prächtig unterhalten, sahen einen körperbetonten und temporeichen Schlagabtausch, in dem der VfL erst in der Schlussviertelstunde auf die Siegerstraße einbog. Bis zum 18:21 nach 37 Minuten liefen die Hausherren den kampfstarken Gästen hinterher. Und es sah nicht gut aus, weil kurz zuvor Torben Höltje mit Roter Karte vom Platz musste. Der 21-Jährige hatte den frei durchgebrochenen Markus Wächter, mit sechs Treffern zusammen mit Jan Kolja Strube (10) Dingelbes bester Schütze, etwas unsanft attackiert. „Das kann man so geben. Torben hat den Gegner von der Seite am Wurfarm getroffen. Da merkt man noch etwas die Unerfahrenheit. Aber kein Vorwurf an Torben“, brach Trainer Hajo Wulff eine Lanze für seinen Youngster und lobte auch die Göttinger Schiedsrichter Behler und Boyraz: „Die intensive Partie war für sie nicht einfach zu leiten, aber sie haben das souverän gelöst.“ Björn Schubert schied zudem in der Phase mit Nasenbeinbruch aus. Doch plötzlich ging ein Ruck durch die Hamelner und das Spiel nahm die nicht mehr für möglich gehaltene Wendung. Mit dem 23:23 in der 43. Minute gelang nach langer Zeit wieder der Ausgleich, zwei Minuten später beim 25:24 die Führung. Torwart Frank Rosenthal entschärfte danach einen Siebenmeter von Jan Kolja Strube, „Hee und Hyl“ legten mit zwei Treffern zum 27:24 nach. Über 29:25 (51.) wurde der Vorsprung bis auf 33:28 (55.) ausgebaut, und die Messe war gelesen. In der turbulenten Endphase gab es noch drei Rote Karten nach jeweils dritter Zeitstrafe für Hamelns Sven Hylmar (53.) sowie die Dingelber Sebastian Froböse (50.) und Jirka Strube (53.). „Lange Zeit haben wir die gleichen Fehler gemacht wie in den letzten Wochen und nicht gegengehalten, aber in den letzten 20 Minuten haben wir kämpferisch und körperlich zu unseren Tugenden zurückgefunden, uns auch taktisch klug verhalten und den Sieg noch eingefahren“, analysierte Trainer Hajo Wulff. Heiko Heemann wollte seine zwölf Tore nicht überbewertet wissen: „Für mich ist es gut gelaufen, aber meine Mitspieler haben mich auch gut freigespielt.“ Hylmar meinte: „Ich war gut drauf heute, aber auch ein Lob an Lukas Krings, der gut die Lücken für mich gezogen hat.“

VfL Hameln: Rosenthal, Meyer; Heemann (12), Hylmar (8), Glatz (5), Raddatz (4), Krings (2), Höltje (1), Schubert (1), Clausing (1), Pille, Emmel, Wick, Meier.



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