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Eugen-Reintjes-Schüler aus Klein Berkel entdeckte erst spät seine Leidenschaft für das Kickboxen

Hannes Schmidt – ein Talent mit Kämpferherz

Von Andreas Rosslan

veröffentlicht am 07.06.2010 um 16:23 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 15:41 Uhr

Kickboxen. Für seinen Trainer ist Hannes Schmidt ein Rohdiamant, der erst noch geschliffen werden muss. Doch Robert Gaub von Energy Gym in Hameln ist davon überzeugt, dass sein 21-jähriger Schützling ein ganz Großer werden kann: „Hannes bringt alle Voraussetzungen mit, die man braucht, um ein guter Kickboxer zu werden.“

Der in Kasachstan geborene Coach weiß, wovon er spricht: „Ich habe schon viele Talente kommen und gehen sehen“, betont der 29-Jährige. Doch Hannes sei ein Typ mit großem Kämpferherz, der niemals aufgibt: „Das unterscheidet ihn von vielen anderen Jungs, die nach zwei oder drei Niederlagen gleich wieder mit Kickboxen aufhören.“ Nur wer sich durch Niederlagen nicht entmutigen lässt, habe das Zeug, ein ganz Großer zu werden – und vielleicht sogar den Sprung in die japanische Profiliga, die K1 Superleague, zu schaffen. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Noch steht der Eugen-Reintjes-Schüler, der sich gerade intensiv auf einen Vierländerkampf vorbereitet, am Anfang seiner sportlichen Karriere, die bereits mit einem deutschen Meistertitel gekrönt wurde – allerdings eines nahezu bedeutungslosen Verbandes. Aber jeder Sportler hat ja mal klein angefangen. Was Hannes als Kickboxer auszeichnet, ist sein Ehrgeiz und Trainingsfleiß: „Wenn ich mich auf einen Wettkampf intensiv vorbereite, trainiere ich bis zu sechsmal pro Woche jeweils zwei Stunden“, erzählt der 21-Jährige, während er sich vorm Training die Hände taped. „Hannes ist ein Quereinsteiger, der erst vor drei Jahren mit Kickboxen angefangen hat. Damals war er noch nicht so durchtrainiert wie heute.“

„Früher habe ich Tischtennis und Fußball gespielt. Aber das war mir irgendwann zu langweilig“, sagt Hannes. Erst als 18-Jähriger entdeckte er seine Leidenschaft: Kickboxen – eine Mischung aus Karate, Taekwondo und Boxen. „Das macht mir wesentlich mehr Spaß, auch wenn es manchmal ganz schön wehtut, wenn man getroffen wird. Das stört mich aber nicht.“ In der Vergangenheit habe er im Ring schon oft bewiesen, „dass ich Schläge ganz gut wegstecken kann“.

Vor jedem Training taped sich Hannes Schmidt die Hände.

Nur an eine Szene, als ihn ein Gegner mit einem unerlaubten Ellbogencheck fast k.o. schlug, erinnert sich der gerade einmal 1,69 Meter große und knapp 64 Kilogramm schwere Kämpfer nur ungern: „Das war ein Regelverstoß, weil wir nach den K1-Regeln kämpfen.“ Kopfstöße und Ellenbogencheck sind verboten. Gleiches gilt für Tiefschläge, Schläge auf den Hinterkopf und Rücken, Würgen, Beißen und vieles mehr. Nicht erlaubt sind auch Attacken auf einen am Boden liegenden oder aufstehenden Gegner. Wer sich nicht an die Regeln hält, muss mit Belehrungen, Verwarnungen oder Punktabzügen rechnen. Nach wiederholten Regelverstößen droht sogar die Disqualifikation. Dann wird vom Ringrichter der Kampf abgebrochen.

Diesen Samstag, 12. Juni, steht für Hannes Schmidt und Co. von 18 Uhr an ein Vierländerkampf der neu gegründeten International Muay Thai Kickboxing Union (IMKU) in der Sporthalle Nord in Hameln an. Für Russland steigt Roman Schargon in den Ring, für Holland Melvin Wassing und für die Türkei Maksum Ece.



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