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Fast alle machen in der Oberliga weiter

Handball verrückt: Freudengesänge statt Abstiegs-Blues

Handball (hjk). Von wegen Untergangsstimmung! Beim finalen Drittliga-Heimspiel des VfL Hameln feierten die Fans die Mannschaft von Trainer Hajo Wulff nach dem verdienten 39:35 (20:16)-Erfolg gegen die HSG Wolfen „wie einst im Mai“ mit stehenden Ovationen. Der Grund: Das Zuschauen hatte einfach Spaß gemacht. Freudengesänge statt Abstiegs-Blues. Das Team um die überragenden Christian Raddatz (12/2 Tore) und Jannis Pille (11) legte noch einmal eine ganz flotte Sohle aufs Parkett und spielte keinesfalls wie ein Absteiger. Der neunte Sieg im 29. Spiel war Balsam auf die Wunden, die der kaum noch zu verhindernde Sturz in die 4. Liga geschlagen hat. Und als Hajo Wulff unmittelbar nach dem Spiel mit sichtbarer Genugtuung den noch in der Halle gebliebenen Zuschauern per Mikrophon zurief, dass die Mannschaft in der nächsten Saison auch in der Oberliga mit fast unveränderter Besetzung unter seiner Regie den sofortigen Wiederaufstieg anpeilt, da fegte noch einmal ein Jubelsturm durch die altehrwürdige Arena, in der am Sonnabend der Regionalliga-Handball mit Pauken, Trompeten und reichlich Freibier zu Grabe getragen wurde. Denn die Ausgangsposition am Tabellenende der Regionalliga hat sich vor dem finalen Spieltag nicht verändert: Aus eigener Kraft kann der VfL die Wende nicht mehr schaffen. Nur wenn HSG Wolfen ihr letztes Spiel gegen den Absteiger SV Oebisfelde sensationell verlieren sollte und Hameln den Pflichtsieg bei Schlusslicht SV Staßfurt einfährt, hätte das Team als Fünftletzter noch eine Minichance – am grünen Tisch. Der VfL muss hoffen, dass mindestens ein Zweitligaabsteiger auf sein Drittliga-Startrecht verzichtet. Wie die spielleitenden Stelle der Dewezet gestern bestätigte, ist das derzeit aber nicht der Fall.

veröffentlicht am 17.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 13:21 Uhr

Auf Wiedersehen: Im letzten Regionalliga-Heimspiel begeisterte d

Bis auf Oliver Glatz (wird mit HF Springe in Verbindung gebracht), Torhüter Andrew Treuthardt (steht beim TV Stadtoldendorf auf dem Wunschzettel) sowie die nicht zur ersten Sieben gehörenden Daniel Treutler und Thorben Kanngießer werden somit nächste Saison alle Akteure des derzeitigen Kaders in der Oberliga auf Punktejagd gehen. Was in diesen Spielern steckt, zeigten sie gegen Wolfen. „Kämpferisch war das wieder erste Sahne“, lobte Wulff den engagierten Auftritt. Es lief wie geschmiert.

Christian Raddatz – die „Granate im Rückraum“

Schon deshalb wechselte der Coach keinen Feldspieler aus – ein Novum in dieser Saison. Christian Raddatz, den Wulff als „Granate im Rückraum“ bezeichnete, war mit Abstand der beste Akteur auf dem Parkett. Der Routinier wurde von den 500 Fans (darunter viele jugendliche Freikartenbesitzer) ebenso frenetisch gefeiert wie Youngster Pille. Eine überzeugende Partie in der Abwehr lieferte David-Niclas Emmel ab, das Jubiläumstor Nummer 800 markierte Sven Hylmar. Den großen Unterschied aber machten die Torhüter: Während auf Hamelner Seite Frank Rosenthal und Andrew Treuthardt ein guter Rückhalt waren, wurden auf der Gegenseite Maik Wiese und Stefan Förster zu bedauernswerten Schießbudenfiguren degradiert.

VfL: Rosenthal, Treuthardt - Glatz (4), Heemann (5), Pille 11), Hylmar (4), Raddatz 12/2), Emmel (3).

Kampfstark: Sven Hylmar
  • Kampfstark: Sven Hylmar


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