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Handball: Heute stellen wir den neuen VfL-Trainer Frank Huchzermeier vor – von A bis Z

Hamelns Trainer ist ein Christkind

HAMELN. Heute stellen wir den neuen Trainer des Handball-Oberligisten VfL Hameln vor: Frank Huchzermeier. Von A wie Alter bis Z wie Zweitliga-Spieler.

veröffentlicht am 08.09.2017 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 08.09.2017 um 08:50 Uhr

Frank Huchzermeier Foto: haje
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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite
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Frank wer? Als Handball-Oberligist VfL Hameln im April dieses Jahres Frank Huchzermeier als Nachfolger von Henning Sohl vorstellte, war der neue Trainer für viele in der heimischen Handball-Szene weitestgehend ein noch unbeschriebenes Blatt. „Nie gehört“, lauteten die ersten Reaktionen. Den Namen Huchzermeier hatten selbst Insider bei der Trainersuche nicht auf der Rechnung. Selbst viele treue VfL-Fans kannten damals Hamelns neuen Chef-Coach nicht, der am Freitagabend (20.15 Uhr, Sporthalle Afferde) gegen die Sportfreunde Söhre sein Heim-Debüt feiert. Damit unsere Leser Frank Huchzermeier etwas besser kennenlernen, stellen wir ihn heute vor – von A wie Alter bis Z wie Zweitliga-Spieler.

A wie Alter: Ich bin 41 Jahre alt. Ich habe am 24. Dezember Geburtstag und bin vom Sternzeichen her ein typischer Steinbock: dickköpfig und ehrgeizig. (lacht)

B wie Beruf:Ich bin Diplom-Informatiker und als selbstständiger Unternehmensberater tätig.

C wie Cooper-Test: Der Cooper-Test spiegelt eher einen Leistungsstand für eine gleichbleibende Belastung wider, welche beim Handball eigentlich nicht vorkommt. Ich bevorzuge den Shuttle-Run-Test, der durch seine ständigen Tempowechsel mehr der gewünschten handballerischen Kondition entspricht. Ich nutze diesen Test auch als Konditionseinheit im Trainingsbetrieb, was den Spielern sicherlich nicht so gefällt. Ich muss zugeben, dass ich den Shuttle-Run zu meinen aktiven Zeiten auch nicht grade gern gelaufen bin.

D wie „Dritte Halbzeit“: Gehört wie die erste und zweite Halbzeit zum Handball dazu und wird beim VfL auch „vorbildlich“ praktiziert. Auch das ist sicherlich ein wichtiger Teil, der zu einem guten Team-Spirit beiträgt.

E wie Entspannung:Ich gehe täglich mit meinen beiden Entlebucher Sennenhunden spazieren, die mich im Übrigen ganz schön auf Trab halten. Auch Zeit zu Hause im Garten zu verbringen, gehört für mich zum Entspannen dazu. Zudem bin ich ein passionierter Saunagänger.

F wie Facebook und Freunde: Facebook ist ein netter Zeitvertreib, um Neuigkeiten von Freunden und Bekannten zu erfahren. Allerdings hat sich meine Aktivität bei Facebook in den letzten Jahren sehr stark reduziert. Der Kontakt zu meinen Freunden ist mir sehr wichtig, leider fehlt mir oftmals die Zeit, um mit ihnen etwas zu unternehmen.

G wie „Große Fußstapfen“: Mein Vorgänger Henning Sohl hat e mir allein schon durch die Vizemeisterschaft des VfL Hameln in der vergangenen Oberliga-Saison große Fußstapfen hinterlassen. Aber als Trainer darf man sich nicht durch solche Dinge beeinflussen lassen, sondern sollte für die Mannschaft das richtige Konzept finden und anwenden.

H wie Handball und Hobbys: Handball ist schon seit der Kindheit meine Leidenschaft und auch ein großer und wichtiger Teil meines Lebens. Zudem reite ich und züchte Pferde.

Iwie Indianer-Deckung:Kann einen Angriff unter Umständen verwirren, aber meistens nur für kurze Zeit. Darum wird sie auch eher in den jüngeren Jugendmannschaften praktiziert. (Mit Oliver Mävers und Ralf Koring als „Indianer“ vor der Abwehr wurde die damals von Sead Hasanefendic gecoachte SG VfL/BHW Hameln in der Bundesliga-Saison 1993/94 hinter dem THW Kiel deutscher Vizemeister – der bis heute größte Erfolg in der Vereinsgeschichte; Anm. d. Red.)

J wie Joggen: Versuche ich ein- bis zweimal in der Woche zu machen, was meine Hunde immer freut, da sie dann mitlaufen dürfen. Leider macht mir mein rechtes Knie immer wieder Probleme, sodass ich auch viel zu oft passen muss.

K wie Kreuzbandriss:Meinen ersten Kreuzbandriss hatte ich mit Anfang zwanzig. Dann Mitte zwanzig den zweiten und Ende zwanzig dann den dritten Kreuzbandriss im rechten Knie. Nach dem dritten Mal habe ich mich dann nicht mehr operieren lassen und habe eigentlich nur noch sporadisch zwei Jahre Handball gespielt. Rückblickend kamen diese immer wiederkehrenden Verletzungen zustande, weil ich während meiner aktiven Spielzeit aus beruflichen Gründen viel zu wenig trainieren konnten und die Muskulatur einfach mit den hohen Belastungen überfordert war.

L wie Lieblingsessen: Ich bin ein leidenschaftlicher Griller und mag alles, was man auf den Grill legen kann. Ansonsten probiere ich auch gerne Neues. Ich esse von A wie Austern bis hin zu Z wie Zander alles gern.

M wie Motivation:Motivation ist ein ganz wichtiges Instrument eines Trainers. Ich denke, eine wichtige Aufgabe eines neuen Trainers ist es herauszufinden, wie man sowohl die einzelnen Spieler als auch die gesamte Mannschaft motivieren kann. Dafür gibt es leider noch kein Universalrezept.

N wie „Null Bock“: Hat jeder mal – auch ich. Die Kunst ist es, diese Phase schnell zu überwinden.

O wie Oberliga: Ist eine sicherlich bereits anspruchsvolle Leistungsklasse, trotz dessen es sich noch um eine Amateurliga handelt. Durch die diesjährige Reduzierung der Oberliga Niedersachsen auf 14 Mannschaften wird sich das Leistungsgefälle zwischen den sich oben platzierenden Mannschaften und den Teams aus den unteren Tabellenregionen reduzieren, sodass wir insgesamt sicherlich diese Spielzeit noch attraktivere Spiele sehen werden.

P wie Patte: Ist aus meiner Sicht eine Komponente, welche aus dem heutigen schnellen Handballsport nicht wegzudenken ist.

Q wie Querdenker: Querdenker sind wichtig, um neue Ansätze zu finden und dadurch Inspirationen zu verleihen.

R wie Ritual: Im leistungsbezogenen Sport nicht wegzudenken. Mein Ritual vor Spielen war und ist eine ruhige Konzentrationsphase, in der ich wichtige Dinge noch mal geistig durchgehe. Hier muss aber jeder seinen eigenen Weg finden.

S wie Spitzenleistungen: Kann man nur erzielen durch Fokussierung, Einsatzbereitschaft, Ehrgeiz und kontinuierliches Training.

T wie Trainerstationen: Als Spieltrainer habe ich in der Verbandsliga Nordsee 2005 begonnen und 2007 bis 2009 mit Wagenfeld als Trainer den Aufstieg in die Oberliga geschafft. Danach habe ich bis 2014 auch aus beruflichen Gründen eine Handballpause eingelegt. In der Saison 2014/15 habe ich vorübergehend den VfL Stadthagen trainiert, bevor ich in der vergangenen Spielzeit den Oberligisten TSG Hatten-Sandkrug gecoacht habe.

U wie Urlaub: Verbringe ich vornehmlich in Deutschland, da Flugreisen aufgrund meiner beiden Hunde nur schwer möglich sind. Sylt mit seiner traumhaften Landschaft ist mein Ruhepol und daher auch mein häufigstes Urlaubsziel.

V wie verliebt, verlobt, verheiratet: Ich bin sein einigen Jahren geschieden, aber seit drei Jahren wieder mit Kira in einer Beziehung und fest vergeben.

W wie Wünsche: Dass ich die erfolgreiche Arbeit beim VfL fortführen kann, die Mannschaft weiterhin einen so guten Zusammenhalt hat und ihre Spielfreude in Erfolg umsetzen kann.

X wie Xenophil: Offenheit gegenüber Neuem sollte jeder mitbringen. Was man daraus macht, bleibt einem dann selbst überlassen.

Y wie Yoga: Habe ich schon ausprobiert, allerdings konnte ich für mich daraus keinen Mehrwert erzielen.

Z wie Zweitliga-Spieler: Ich habe in der zweiten Liga für Bad Salzuflen gespielt. Das war eine tolle Erfahrung, aber auch eine schmerzhafte Zeit, da ich gleich zu Beginn dieser Ära einen meiner drei Kreuzrisse hatte. Trotz dessen möchte ich diese intensive Handballzeit nicht missen.

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