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Rückraumtorjäger Dominik Niemeyer kehrt mit TV 87 Stadtoldendorf in seine Heimat zurück

„Hameln hat den Druck, wir wollen den Spaß“

Handball (jko). Am Sonnabend um 19.15 Uhr steigt das nächste Oberliga-Spitzenspiel in der Halle Nord, wenn der Tabellenzweite VfL Hameln den Dritten TV 87 Stadtoldendorf empfängt. Besondere Brisanz erlangt die Partie dadurch, dass mit Dominik Niemeyer ein waschechter Hamelner im Trikot der Homburgstädter aufläuft. Der 27-jährige Halblinke spielte von frühester Jugend bis 2005 beim VfL, wechselte dann für drei Jahre nach Stadtoldendorf und kehrte zu Beginn der Spielzeit 2008/09 zu seinem Heimatklub zurück. Warum es Dominik Niemeyer dann nur eine Saison beim VfL hielt und er jetzt wieder das TV 87-Trikot überstreift, erzählte er Dewezet-Mitarbeiter Jürgen Kohlenberg.

veröffentlicht am 21.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 03:21 Uhr

Ein Hamelner in Stadtoldendorf: Dominik Niemeyer steht am Samsta

Herr Niemeyer, freuen Sie sich auf die Rückkehr in die Halle Nord?

Auf jeden Fall. Für mich als Hamelner ist es eine schöne Sache, die Jungs und die Fans wiederzusehen. Das sind ja alles nette Typen, und ich bin ja auch nicht im Unfrieden geschieden. Wie es sportlich ausgeht, werden wir sehen. Der Druck liegt beim VfL, wir können unbeschwert aufspielen, wollen einfach Spaß haben und ein schönes Spiel abliefern.

Warum sind Sie denn überhaupt gewechselt?

Das war eine reine Kopfentscheidung. Ich hatte mich schon während meiner ersten Zeit in Stadtoldendorf sehr wohlgefühlt. Hinzu kam, dass ich durch meine langwierige Steißbeinverletzung die Rückrunde in Hameln schon nicht mehr spielen konnte und ohnehin bis August außer Gefecht war, so dass ich mich entschieden habe, zum TV 87 zurückzukehren und noch einmal bei null anzufangen. Durch den Abstieg des VfL fehlte mir dort zudem die sportliche Herausforderung Regionalliga.

In Stadtoldendorf haben Sie dann aber gleich vom ersten Spieltag an wieder munter mitgemischt und stehen mit inzwischen 51 Treffern, davon neun Siebenmetern, auf Platz acht der Torjägerliste. Das war ja dann fast eine Wunderheilung, oder?

Nein, dass war ein schleichender Prozess. Die Vorbereitung konnte ich nicht komplett mitmachen. Ich war dann auch noch einmal bei einem Spezialisten in Lemgo in Behandlung, der mir auch wirklich gut geholfen hat. Vielleicht hätte ich da schon eher hingehen sollen. Eigentlich bin ich erst jetzt wieder völlig schmerzfrei. Obwohl ich schon ein paar Kilo abgenommen habe, bin ich konditionell noch nicht ganz da, wo ich hin will. Nach meinem langen Ausfall habe ich aber mit dem Wechsel – glaube ich zumindest – die richtige Entscheidung getroffen.

Man munkelt, Sie hätten den VfL auch verlassen, um der Konkurrenzsituation mit Jannis Pille aus dem Weg zu gehen. Ist da was dran?

Das ist absoluter Schwachsinn. Ich bin seinerzeit als erster Mann im linken Rückraum gekommen und habe bis zu meinem verletzungsbedingten Ausfall auch gespielt. Jannis hat danach eine gute Rückrunde gespielt, das verdient Respekt und Anerkennung. Aber ich weiß auch, was ich kann – wenn ich fit bin. Und ich habe genug Selbstvertrauen, mich jedem Konkurrenzkampf zu stellen. Verstecken muss ich mich nicht. Der Wechsel hatte einzig und allein den Grund, dass ich den Weg gewählt habe, der für mich am besten erschien.

Wo soll denn der Weg des TV 87 Stadtoldendorf hingehen?

Wir haben mit Stefan Krause einen prima Trainer, der das richtig gut macht und die Mannschaft erreicht. Wir wollen solange als möglich oben mitspielen, Platz fünf oder sechs sollte am Ende drinliegen, wenn wir das Maximale aus uns herausholen. Die bittere 31:33-Heimniederlage gegen Großburgwedel am letzten Sonntag war etwas enttäuschend. Für das Spiel in Hameln wäre es optimal gewesen, wir hätten gewonnen. Die nächsten Wochen werden jedenfalls zeigen, wo unser Weg hingeht.

Was trauen Sie dem VfL Hameln zu?

Also man hat sich ja offen zum Saisonziel Wiederaufstieg bekannt. Und ich glaube auch, dass die Mannschaft das packen kann. Der Druck ist aber enorm hoch, da wird es entscheidend sein, wie man dem permanent standhält. Ich habe aber den VfL-Sieg in Rosdorf gesehen. Das war stark und beeindruckend, Hut ab!



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