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Fußball: Germanen wollen dritten Sieg / Lachem bangt noch um Musliji / 07 in Ilten

Hält das Hoch auf dem Hagen?

BEZIRK HANNOVER. Holladrio! Hoch oben auf dem Berg ist die Fußball-Welt noch völlig in Ordnung. Dort tanzen die Germanen derzeit ausgelassen den Siegestanz. Es läuft einfach rund für Hagens Bezirksliga-Team. Nach zwei Spieltagen schon sechs Punkte auf dem Konto.

veröffentlicht am 25.08.2017 um 15:47 Uhr

Will auch am Sonntag die Siegerfaust zeigen: Hagens Trainer Eldar Zahirovic. Foto: nls
Roland Giehr

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Roland Giehr Leiter Sportredaktion zur Autorenseite
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Da wird die Suche nach einem ähnlichen Traumstart in den Klub-Annalen fast schon zur Lebensaufgabe. Zumindest auf Bezirksebene. Und sollte nun am Sonntag (15 Uhr) gegen Hüddessum-Machtsum auch noch der dritte Streich gelingen, dann schwappt die Euphoriewelle wohl endgültig über. Doch Trainer Eldar Zahirovic ist ein überaus besonnener Mann und kennt die Mechanismen im Fußball ganz genau. „Wir dürfen trotzdem keinen Gegner auf die leichte Schulter nehmen. Jeder Punkt ist für uns wichtig“, warnt er nicht ohne Grund vor möglicher Überheblichkeit. Der 3:2-Erfolg aus dem Vorjahr sollte für die Germanen allerdings ein gutes Omen sein. Auch ohne Florian Büchler, Abbas Issa, Marvin Steinwedel und Nico Schlathaus.

Wo viel Licht ist, ist meistens aber auch viel Schatten. Und genau dort fristet der MTSV Aerzen in der Staffel 4 momentan sein unglückliches sportliches Dasein. Der neue Trainer Dirk Schumachers steht nach zwei Parteien immer noch mit leeren Händen da. Ob sich daran nun am Sonntag (15 Uhr) beim SV Einum etwas ändert, ist fraglich. Die Gastgeber zählen zu den Topteams der Liga. Doch MTSV-Sprecher Karsten Hoppe gibt die Hoffnung trotz akuter Personalprobleme nicht auf. „Irgendwann muss der Knoten ja mal platzen. Wir müssen die Köpfe wieder freibekommen und das geht am besten mit einem Punktgewinn.“ Eine Fahrt ins Ungewisse wartet am Sonntag (15 Uhr) auf die SSG Halvestorf. Gastgeber TSV Bemerode ist für die Mannen von Trainer René Hau ein völlig unbeschriebenes Blatt. „Die kennen uns aber auch nicht“, gewinnt SSG-Sprecher Burkhard Büchler der ganzen Angelegenheit noch etwas Positives ab. Ohne Sascha Maass, Top-Torjäger Julian Maass sowie Dennis Deppmeyer wird die Aufgabe aber wohl nur sehr schwer zu lösen sein. Obwohl Büchler trotzdem auf einen Dreier hofft.

In der Staffel 3 sucht mit Aufsteiger Eintracht Afferde das zweite Sorgenkind des Kreises noch immer verzweifelt nach der richtigen Form. Bislang herrscht Ebbe in der Kasse, Punkte Fehlanzeige. Soll sich nun aber ändern, denn mit dem FC Algermissen (So., 15 Uhr) wartet ein Gegner auf die Bock-Elf, der nicht gerade auf der Elite-Ebene der 7. Liga zu finden ist. „Wir haben jetzt gesehen, wie es zugeht und akklimatisieren uns. Jetzt wollen wir langsam angreifen“, unterstreicht Torhüter Moritz Muschik die Afferder Ambitionen. Fehlen werden Philipp Thiemer, Timo Bergold und Timo Guschewski. Marco Koch steht dagegen wieder im Aufgebot.

Mit vier Punkten aus zwei Spielen spielte der SV Lachem bislang die Hauptrolle unter den drei heimischen Mannschaften der Staffel 3. Gelingt nun auch am Sonntag (15 Uhr) gegen Stern Misburg ein Sieg, hätte sich die Elf von Trainer Tarik Önelcin in der Spitzengruppe fürs erste festgesetzt. Aber wie das eben so ist: Auch Lachem plagt sich mit Besetzungsproblemen herum. Mit Sebastian Specht und Spielmacher Egcon Musliji sind noch zwei Leistungsträger angeschlagen, ihr Einsatz entscheidet sich wohl erst kurz vor Spielbeginn. Gar nicht dabei sind Routinier Mirco Majcan, David Schrader und Yagiz Arslan. „Wir spielen auf Sieg, egal, welcher Gegner kommt“, unterstreicht Sprecher Jürgen Ahrens aber nachhaltig das große Lachemer Selbstbewusstsein.

Auf zu neuen Gegnern heißt es auch weiterhin im Lager von Aufsteiger FC Preussen Hameln. Der MTV Ilten tauchte bislang noch nie auf der Punktspielagenda auf. Nun ist es aber am Sonntag (15 Uhr) so weit, feiert die Filla-Elf ihre Premiere beim Klub in der Nähe von Sehnde. Bekanntester Akteur beim MTV ist der ehemalige Egestorfer Oberliga-Torjäger Patrick Schierholz. „Ein absoluter Topstürmer“, weiß 07-Manager Toni Kierakowitz. Ein zweites blaues Wunder wie zuletzt in Kleefeld wollen die Preussen jedenfalls nicht erleben. Fraglich ist nur, wie Trainer Uwe Filla den Ausfall von Tor-Maschine Sebastian Latowski kompensieren will. Eine echte Alternative wäre zweifellos Maximilian Magerkurth, der aus dem Urlaub zurückgekehrt ist. Im Raum steht zudem auch noch das Comeback von Elk Jörn, der allerdings jahrelang kein Punktspiel mehr bestritten hat.

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