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Salzhemmendorfs Coach Oliver Steffan will beim Bundesliga-Trainer-Spiel der Dewezet den Sprung in die Top 10 schaffen

„Grafite hätte ich in der Winterpause verkaufen müssen“

Seit über zwei Jahren versucht Salzhemmendorfs Coach Oliver Steffan beim Internet-Gewinnspiel der Dewezet sein Glück als Bundesligatrainer, „aber bisher mit mäßigem Erfolg“. Doch in dieser Saison hat Steffan der sportliche Ehrgeiz gepackt: „Ich will in der Rückrunde noch einmal ganz oben angreifen.“ Sein Ziel sind die Top 10…

veröffentlicht am 16.03.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 18.01.2017 um 11:28 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

Bisher sieht es ganz gut aus. Von insgesamt 4567 Teilnehmern liegt Steffan als 17. mit 2146 Punkten noch ganz gut im Rennen. Im Gegensatz zu seinen Fußball-Trainerkollegen Kai Oswald (Preußen), Stephan Schröer (Rohden), Udo Lentge (Tündern), Michael Söchting (Afferde) und Markus Wienecke (Emmerthal), die weit abgeschlagen sind. Nur Fischbecks Coach Marcel Pöhler ist als 74. mit 2086 Punkten im „Klub 100“ vertreten. Das war’s. Das Erfolgsrezept von Oliver Steffan: „Die richtige Mischung macht’s!“ Seine aktuelle Aufstellung: Frank Rost (Hamburg) im Tor, Holger Badstuber (München), Sami Hyypiä (Leverkusen), Patrick Owomoyela (Dortmund) und Marcelo Bordon (Schalke) in der Abwehr, Nuri Sahin (Dortmund), Zé Roberto und David Jarolim (beide Hamburg) im Mittelfeld sowie Lucas Barrios (Dortmund), Eren Derdiyok und Stefan Kießling (beide Leverkusen) im Sturm.

Nur einer fehlt: Grafite. Den Torschützenkönig der vergangenen Bundesligasaison hat Steffan am letzten Spieltag aussortiert, weil er meilenweit hinter seinen Erwartungen zurückblieb. „Grafite hätte ich spätestens in der Winterpause verkaufen müssen.“ Es sei ein Riesenfehler gewesen, Grafite zu behalten. „Ich war zu feige, Pavel Pogrebnyak oder Cacau vom VfB Stuttgart zu holen“, gibt Steffan zu. Salzhemmendorfs Coach traut den VfB-Kickern in der Rückrunde noch einiges zu, weil sie durch den neuen Trainer Christian Gross Rückenwind bekommen haben. Auch Schalkes Torjäger Kevin Kuranyi, der zurzeit in Topform ist, wäre eine denkbare Alternative für den Stürmer vom VfL Wolfsburg gewesen.

„Mit Kuranyi hätte ich noch einmal ganz oben angreifen können“, ist sich Steffan sicher. Aber auch sein jetziger Kader sei stark genug, in der Tabelle noch etwas Boden gutzumachen. Immerhin haben drei von seinen insgesamt 24 Spielern bereits die 200-Punkte-Marke geknackt. Besonders stolz ist Steffan auf die Verpflichtung von Hyypiä, „der für drei Millionen Euro ein super Preis-Leistungs-Verhältnis hat“. Bei Kießling sei ihm klar gewesen, dass er in dieser Saison den Durchbruch schafft. Und Rost sei zwischen den Pfosten eine sichere Bank: „Mit ihm als Torwart kann man nicht viel falsch machen.“ Was auffällig ist, dass Steffan in seinem Kader auf Teambildung setzt: Vier Spieler vom HSV, jeweils drei vom BVB und Leverkusen. Vom deutschen Rekordmeister hat Steffan „nur“ zwei Spieler in seinen Reihen, weil die guten Bayern-Spieler auch sehr teuer sind. Ein Müchener, Daniel van Buyten, sitzt sogar nur auf der Bank. Stattdessen schenkt Steffan dem FCB-Newcomer Badstuber das Vertrauen. „Seine Verpflichtung war ein Glücksgriff. Für 350 000 Euro war er ein echtes Schnäppchen.“

In der Winterpause hat Steffan seinen Kader (Marktwert: 112,7 Millionen Euro) noch einmal kräftig aufgerüstet: „Ich habe unter anderem Jarolim und Bordon geholt. Für Sami Khedira hat mein Geld leider nicht mehr gereicht.“ Steffan, der Lehrer an der Kooperative Gesamtschule in Salzhemmendorf ist, gibt offen und ehrlich zu, dass er als „Bundesligatrainer“ mit Herzblut bei der Sache ist.

Dass er montags vor sieben Uhr morgens zum Bäcker fährt, sich Brötchen und ein Kicker-Sportmagazin kauft und sichanschließend beim Frühstück die Punkte ausrechnet, die seine Mannschaft am Spieltag geholt hat, ist kein Gerücht. „Wenn es einmal nicht so gut gelaufen ist, muss ich mir auch Sprüche von meinen Schülern anhören. Einige von ihnen kennen meine Aufstellung ganz genau.“ Dass gilt übrigens auch für seine Familie und sechs seiner Kumpels, mit denen er seit seinem Studium befreudet ist: „Die spielen auch mit…“

Salzhemmendorfs Coach Oliver Steffan ist zurzeit der erfolgreichste Trainer aus dem Kreis, der beim Dewezet-Bundesligaspiel mitmacht.

Foto: nls



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