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Torjäger hat Bänderriss / Jannik Hilker steht bei 07 ganz oben auf der Wunschliste / Auch Offermann-Rückkehr ein Thema

Glück im Unglück: kein Wadenbeinbruch bei Belka

Fußball. Es war 20.46 Uhr: Mit schmerzverzerrtem Gesicht lag Benjamin Belka am Boden – und schrie. In diesem Moment war für den Preußen-Stürmer die Oberliga-Partie gegen den TSV Halvelse vorzeitig beendet. Bereits nach 43. Spielminuten musste der 21-jährige Torjäger ausgewechselt werden – mit Verdacht auf Wadenbeinbruch. Noch während der Halbzeitpause wurde Belka am Freitagabend mit Blaulicht und Sirene in die Klinik gebracht. Was war überhaupt passiert?

veröffentlicht am 13.12.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 29.05.2017 um 17:27 Uhr

Preußen-Trainer Kai Oswald
aro

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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite

Viele Preußen-Fans hatten die Szene, die sich nur wenige Minuten nach dem 0:1 (36.) durch Ahmet Kaya ereignete, gar nicht so genau mitbekommen. Auf den ersten Blick war es ein ganz normaler Zweikampf zwischen Belka und Marco Hansmann im Havelser Strafraum. Beide Spieler sprangen nahezu gleichzeitig zum Kopfball hoch – und verloren in der Luft das Gleichgewicht. Das wurde Belka zum Verhängnis. Der Preußen-Stürmer knickte bei der Landung um. Damit nicht genug. Als sein Gegenspieler dann auch noch auf dem am Boden liegenden Belka mit voller Wucht landete, krümmte sich dieser vor Schmerzen und fasste sich an seinen rechten Unterschenkel.

Während 21-Jährige am Boden lag, forderte der Göttinger Schiedsrichter Benjamin Buth ihn auf, sich außerhalb des Spielfeldes behandeln zu lassen. Das brachte Preußen-Coach Kai Oswald auf die Palme, „weil Benny überhaupt nicht auftreten konnte“.

Die erste Diagnose, Wadenbeinbruch, bestätigte sich bei der Untersuchung nicht. Belka hatte aber offenbar Glück im Unglück. „So wie es aussieht, sind nur die Bänder gerissen. Es soll aber noch eine Kernspin-Tomografie gemacht werden, wenn der Knöchel nicht mehr so dick ist“, sagte der Torjäger, dem eine lange Pause (mindestens sechs Wochen) droht.

Verletzt: Stürmer Benjamin Belka muss mindestens sechs Wochen pausieren. Foto: aro/2

Zwar ist jetzt Winterpause.

Fraglich ist, ob die Zeit ausreicht, die Verletzung bis zum nächsten Spiel am 29. Januar 2010 in Meppen auszukurieren. Die schwere Verletzung von Belka, der mit zehn Saisontreffern der erfolgreichste Angreifer der Preußen ist, macht 07-Berater Axel Marahrens große Sorgen, „weil wir ihn nicht gleichwertig ersetzen können“. Sollte er länger ausfallen, wäre das eine „Katastrophe“. Deshalb soll in der Winterpause der kleine Kader gezielt verstärkt werden. Ganz oben auf der Wunschliste steht Jannik Hilker. Fraglich ist, ob der Ex-Tünderaner den Regionalligisten Hannover 96 II im Winter verlassen darf.

Auch eine Rückkehr von Dennis Offermann (Springe) ist ein Thema. Ein Kandidat bleibt aber auch Soner Aslan (SSG Halvestorf), der zwar mit dem SV Lachem einig ist. Perfekt ist der Wechsel aber noch nicht. „Wir haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Wir könnten Soner sehr gut gebrauchen“, so Marahrens weiter.

Obwohl die Preußen als Tabellen-Vierter (28 Pkt.) die angepeilte 30-Punkte-Marke knapp verpassten, ist Trainer Kai Oswald mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden. „Wir brauchen aber noch 20 Punkte für den Klassenerhalt“, drückt der Coach auf die Euphoriebremse.



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