weather-image
19°
Handball: Hamelns neuer Oberliga-Trainer stellt sich vor und gibt Einblicke in seine Ziele

„Gestatten, Huchzermeier“

HAMELN. „Gestatten, Huchzermeier“, da rieben sich die VfL-Fans tatsächlich die Augen, als die Trainerentscheidung beim Hamelner Viertligisten gefallen war. „Nie gehört“, lauteten die ersten Reaktionen. Und Spekulanten hätten in Sachen Trainerfrage beim Handball-Oberligisten wohl einen völligen Einbruch erlebt.

veröffentlicht am 20.04.2017 um 17:51 Uhr

Vor der 3. Liga will er nichts hören: Hamelns künftiger Trainer Frank Huchzermeier. Foto: nls
Klaus Frye

Autor

Klaus Frye Sportreporter zur Autorenseite
Weiterlesen mit Ihrem Digital-Abonnement
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Denn den Namen Huchzermeier hatten selbst Insider nicht auf der Rechnung.

Aber der VfL Hameln ist ja immer mal für eine Überraschung gut. So auch jetzt mit dem 41-jährigen Diplom-Informatiker aus Löhne, der im Sommer die Nachfolge von Henning Sohl antreten wird. Der Name des neuen Trainers blieb bis zur offiziellen Vorstellung „Top secret“. Über ihn wurde von den Verantwortlichen tatsächlich der Mantel des Schweigens ausgebreitet. Nur einmal ließ das Führungstrio Björn Schubert, Oliver Glatz und Frank Rosenthal einen kleinen Hinweis durchsickern: „Den neuen Coach wird keiner kennen.“ Und damit hatten sie tatsächlich den Nagel auf den Kopf getroffen.

Doch als das Geheimnis tatsächlich gelüftet war, hielt auch Frank Huchzermeier nicht mehr hinter dem Berg. Der Trainer aus Ostwestfalens Norden, dem als Spieler beim TV Soest in seiner aktiven Zeit die raue Luft der 2. Bundesliga um die Ohren wehte, kommt mit klaren Vorstellungen in die Rattenfängerstadt: „Mir ist es wichtig, Jugendliche aus dem eigenen Nachwuchs in die Oberliga-Mannschaft zu integrieren.“ Deshalb wird er sich die Spiele der A-Jugend auch immer mal wieder anschauen, um den einen oder anderen Youngster näher zu beleuchten. Huchzermeier träumt jedoch keinesfalls von der 3. Liga: „Ein junges Team ist längst nicht reif für diese Spielklasse.“ Und nannte dafür mit dem SV Beckdorf auch gleich ein typisches Bespiel: „Die sind in der vergangenen Saison als Nordsee-Meister mit 52:0 Punkten aufgestiegen und stehen jetzt mit sieben Punkten ganz unten.“ Sein Ziel hat der Nachfolger von Henning Sohl aber schon mal anklingen lassen: „Ein oberer Platz im oberen Drittel soll es sein.“ Um dieses Ziel umzusetzen, startet Huchzermeier Mitte Juli richtig durch. Und machte seinem Kader, der unverändert in die neue Saison geht, die Vorbereitung richtig schmackhaft: „Das wird eine kompakte und sehr intensive sechswöchige Vorbereitungsphase werden.“

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare