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Pyrmonts Vereinschef Diedrichs: „Wir wollen weiter mit dem Trainer arbeiten“

Geht Gasde oder bleibt er?

Bad Pyrmont. Der Schock sitzt noch tief – sehr tief sogar. Doch von Panikmache ist bei der Spielvereinigung Bad Pyrmont nach dem dramatischen Last-Minute-Abstieg aus der Fußball-Landesliga keine Rede. Gesprächsbedarf herrscht nach so einem Dilemma dennoch an allen Ecken und Enden. In diesem Fall allerdings mit Verspätung. So soll erst in einer Woche die katastrophale Saison zunächst unter sechs Augen schonungslos aufgearbeitet werden. Am Tisch Vereinschef Lars Diedrichs, Obmann Heiko Begemann und Trainer Philip Gasde. „Da werden wir alle Fehler offen ansprechen und eine neue Marschroute festlegen. Es wird auf alle Fälle Veränderungen im Detail geben, denn das darf uns nicht noch einmal passieren“, ließ Diedrichs vor dem Antritt einer einwöchigen Dienstreise durchblicken. Ein großes Thema bei der internen Diskussion wird fast zwangläufig auch der Trainer sein, obwohl Pyrmonts Vereinschef gegenüber der Dewezet betonte: „Wir wollen gerne mit Philipp Gasde weiterarbeiten. Der Abstieg wirft uns zwar enorm zurück, aber vorher war eben auch nicht alles schlecht, was er mit der Mannschaft erreicht hat.“ Völlig offen ist allerdings, wie sich der Coach, der sich übrigens bis heute noch nicht öffentlich zum Abstieg geäußert hat, selbst entscheiden wird. Zwar hat der 32-Jährige seinen Vertrag erst im Winter um drei Jahre verlängert, die dramatische sportliche Entwicklung bis hin zur bitteren 0:2- Niederlage gegen Eldagsen wird Gasde aber reichlich zu denken geben. Trotz der offensichtlich vorhandenen Rückendeckung im Pyrmonter Vorstand. „Er hat sicher, wie wir alle, viel gelernt und wird das in positive Energie umsetzen“, blicktDiedrichs aber nicht ohne Hoffnung in die Zukunft.

veröffentlicht am 17.06.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:22 Uhr

Roland Giehr

Autor

Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

Doch nicht nur das Führungstriumvirat geht in die verschärfte Klausur, auch die Mannschaft muss bei einem folgenden weiteren Gespräch Farbe bekennen. Und ist die dicke Luft in allen Bereichen erst einmal wieder bereinigt, kann sich die Spielvereinigung voll und ganz auf die Aufgaben in der Bezirksliga konzentrieren. Dass die neue Saison trotz einer möglichen Pyrmonter Favoritenrolle kein Selbstgänger wird, weiß auch Lars Diedrichs. „Wir wollen zwar oben mitmischen, aber durch die vielen Kreisderbys, unter anderem auch gegen Germania Hagen, ist natürlich sehr viel Brisanz im Spiel“, hält der Klubchef lieber den Ball flach. Mut macht ihm aber, dass nach dem Super-GAU, außer den bekannten Abgängen, kein weiterer Spieler abgesprungen ist. Auch Benedict Hagemann nicht, dessen Wechsel zurück nach Barntrup bereits kolportiert wurde.

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Vereinschef Lars Diedrichs pr


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