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Markus Schwarz Bisperodes Helfer in der Not

„Für mich eine Herzensangelegenheit“

Bisperode. Mit Markus Schwarz fand Fußball-Kreisligist TSV Bisperode schnell einen Nachfolger für den zurückgetretenen Trainer Werner Brennecke. Der 50-Jährige feiert damit nach fast fünf Jahren Abstinenz ein Comeback auf der TSV-Bank.

veröffentlicht am 16.03.2016 um 13:57 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:15 Uhr

Roland Giehr

Autor

Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

„Niemals geht man so ganz – irgendwas von mir bleibt hier“. Mit diesem sentimentalen Lied verzauberte die deutsche Schlagersängerin Trude Herr einst ein ganzes Land. Auch Markus Schwarz findet sich irgendwie wieder in diesen Zeilen, denn seinen TSV Bisperode hat er gedanklich nie verlassen. Dafür waren die Zeiten als Spieler und später auch als Trainer viel zu prägend für den 50-Jährigen. Nun ist er nach fünf Jahren Abstinenz vom Pappelstadion wieder da.

Und zwar genau dort, wo er aufgehört hatte: Auf der Trainerbank. Zugegeben, plötzlich und völlig unerwartet, aber auch hoch motiviert und vor allem mit klaren Zielen vor Augen. „Die Rückkehr zum TSV ist für mich eine Herzensangelegenheit. Ich habe richtig Bock darauf, dem Verein in dieser schwierigen Situation zu helfen“, will Markus Schwarz sein rund dreimonatiges Intermezzo an der Linie des Fußball-Kreisligisten als Nachfolger des zurückgetretenen Werner Brennecke (wir berichteten) auch zu einem für alle Seiten erfolgreichen Abschluss bringen.

Im Klartext: Er möchte dem künftigen Trainer Paul Bicknell im Sommer ein Bezirksliga-Team übergeben. Dafür sprang die TSV-Ikone auch über ihren Schatten, denn eigentlich gab es ganz andere sportliche Pläne. Und das Traineramt bei einer Herrenmannschaft war nicht mehr dabei. „Ich wollte mich nur noch um die E-Junioren des TB Hilligsfeld kümmern. Das werde ich natürlich auch weiterhin machen, schließlich spielen meine Söhne dort“, gibt Schwarz Einblicke. Trotzdem konnte er dem Hilferuf aus Bisperode nicht widerstehen. „Wir sind alle heilfroh, dass wir so schnell eine gute Lösung gefunden haben. Markus kann uns sofort weiterhelfen und das ist uns sehr wichtig“, atmete TSV-Teammanager Thilo Becker nach dem Brennecke-Schock erst einmal kräftig durch. Mehr wollte er zur Demission des langjährigen Trainers aber auch nicht mehr sagen, außer „dass ich mit Werner gerne noch bis zum Saisonende zusammengearbeitet hätte“. Der Blick beim TSV Bisperode richtet sich nun fast zwangsläufig wieder nach vorne und speziell hier auch auf das anstehende Punktspiel-Comeback von Coach Schwarz am kommenden Samstag (16 Uhr) im Heimspiel gegen den VfB Eimbeckhausen.

Vor der Herausforderung ist dem Rückkehrer trotz seiner langen Pause aber nicht bange, auch wenn er nicht unbedingt mehr jeden Spieler in der Kreisliga kennt. Denn Schwarz weiß: „Die Hausaufgaben sind gemacht. Werner Brennecke hat hervorragende Arbeit geleistet und die Mannschaft auf Kurs gebracht“. Der einstige Top-Torjäger möchte sein Amt nun aber nicht nur verwalten sondern auch den einen oder anderen neuen Ansatz finden, um das Team noch besser zu machen. Seine Aussage: „Wir werden konzentriert arbeiten müssen, denn die Konkurrenz schläft nicht“, klingt fast so, als wäre er nie weg gewesen.



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