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Diedersens Bundesliga-Darter kämpfen in Hameln um den Titel

„Finale daheim“

HAMELN. Für Diedersens Bundesliga-Darter ist es ein „Finale daheim“, denn die Endrunde der deutschen Meisterschaft wird erstmals in Hameln ausgetragen. Samstag und Sonntag kämpfen im Weserbergland-Zentrum die besten acht Bundesligateams um den Titel. Und den will das Team um Ingo Vogt erstmals nach Diedersen holen.

veröffentlicht am 27.05.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:15 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

Wir haben bei Diedersens Vereinschef Olaf Lehnert nachgefragt und beantworten vorab die wichtigsten Fragen zum Saisonfinale der Dart-Bundesliga.

Wer ist Titelverteidiger?

Der DC Vegesack Bremen ist nicht nur Titelverteidiger, sondern auch diesmal wieder der Topfavorit. In den vergangenen zehn Jahren haben die Bremer sechsmal den Titel gewonnen. Diedersens Vereinschef Olaf Lehnert ist sich sicher: „Wer deutscher Meister werden will, muss Bremen schlagen.“ Das hat Diedersen in der Vorrunde der Bundesliga (Staffel Nord) nicht geschafft. Sowohl das Hin- als auch das Rückspiel wurden mit 4:8 verloren. Trotzdem glaubt Lehnert, dass Diedersen eine Chance hat: „Wenn die Tagesform stimmt, können wir jeden schlagen – auch Bremen.“

Wer zählt außer Meister Bremen noch zum engeren Favoritenkreis?

Mit den Dart-Clubs aus Kelheim, Darmstadt und Kaiserslautern hat Lehnert – neben dem SC Treble Bull Diedersen – insbesondere die besten drei Bundesliga-Teams der Süd-Staffel auf der Rechnung, die etwas stärker einzuschätzen sei als die Nord-Staffel, in der Diedersen hinter Rekordmeister Bremen Zweiter wurde.

Was haben sich Diedersens Darter für die Bundesliga-Endrunde vorgenommen?

„Wir wollen auf jeden Fall ins Halbfinale. Das ist unser Minimalziel“, sagt Lehnert. Um das zu schaffen, muss der SC Diedersen in seiner Vorrundengruppe, in der neben Außenseiter Buxtehude mit Süd-Meister Kelheim und Kaiserslauter auch zwei Mit-Favoriten vertreten sind, mindestens Zweiter werden. „Das wird kein Selbstläufer“, sagt Lehnert. Das Ziel sei aber Gruppenerster zu werden, um im Halbfinale möglichst Titelverteidiger Bremen, der in der Parallel-Gruppe der klare Favorit ist, aus dem Weg zu gehen. „Wir wollen ins Finale! Bis jetzt haben wir eine sehr gute Saison gespielt. Wenn wir an die Leistungen anknüpfen können, die wir bisher gezeigt haben, werden wir das auch schaffen“, ist Diedersens Vorsitzender optimistisch. „Wenn wir ins Finale kommen sollten, wollen wir auch deutscher Meister werden.“ Das wäre der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte des SC Diedersen, der 2011 schon einmal Vize-Meister und 2014 Dritter wurde, aber noch nie den Titel gewonnen hat.

Mit welchem Team geht der SC Diedersen an den Start?

Insgesamt elf Spieler gehören zu Diedersens Bundesliga-Kader: Jyhan Artut, Christian Block, Olaf Fiß, Horst Greiner, Johann Honner, Holger Jabben, Gavin Sands, Christian Sehring, Patrick Symanzyk, Rainer Umlauf und Kapitän Ingo Vogt. Mit dem gebürtigen Holzmindener Jyhan „The Eagle“ Artut, der in seiner Karriere bereits an fünf PDC-Weltmeisterschaften teilnahm, hat Diedersen sogar einen Profi-Darter in seinen Reihen, der laut Lehnert „in der ganzen Welt unterwegs ist, um sein Geld zu verdienen“. Ob Artut bei der Bundesliga-Endrunde in Hameln startet, entscheidet sich aber laut Lehnert erst kurzfristig: „Jyhan wäre auf jeden Fall eine sehr, sehr große Verstärkung für uns. Aber auch ohne ihn haben wir einen sehr guten Kader.“ Und der ist laut Lehnert bunt gemischt: „Unser Kapitän Ingo Vogt kommt aus Bückeburg, Gavin Sands und Christian Sehring aus Bisperode, Johann Honner aus Hameln und Olaf Fiß aus Hamelspringe. Der Rest kommt aus Bochum, Hannover, Lüneburg, Munster und Nordstemmen“, so Lehnert. Spielergehälter wie beim Fußball gibt es laut Lehnert für Diedersens Darter nicht. „Das könnte sich ein kleiner Verein wie wir gar nicht leisten. Unsere Spieler sind alles Idealisten, die alles aus eigener Tasche bezahlen, auch die Unterkunft- und Fahrtkosten.“ Während bei den Dart-Profis für einen Turniersieg sogar Preisgelder in sechsstelliger Höhe gezahlt werden, geht es in der Bundesliga „nicht ums Geld, sondern die Ehre und einen Siegerpokal. Mehr nicht“, so Lehnert. „Wir sind Amateure, keine Profis.“

Wo und wann wird gespielt?

Los geht’s im Weserbergland-Zentrum in Hameln am Samstag um 10.30 Uhr mit den Vorrundenspielen der Gruppen A und B. Im ersten Spiel des Tages spielt Diedersen gegen Buxtehude. Weiter geht’s am Sonntag ab 10 Uhr mit den beiden Halbfinals. Das Endspiel ist gegen 12 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Wer spielt gegen wen?

Die Vorrundengruppen wurden aufgrund der Tabellen der Bundesliga-Staffeln Nord und Süd gesetzt. Süd-Meister DC Black Birds Kelheim spielt in der Gruppe A gegen DV Kaiserslautern, den SC Diedersen und Area of Darts Buxtehude. Nord-Meister DC Vegesack Bremen trifft auf den DC Bulldogs Wolfenbüttel, DC Dartmoor Darmstadt und den 1. DC O.A. Lauffen.



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