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Othmer und Melching sind sich einig: Bei HF Springe kein Handlungsbedarf in Sachen Trainerwechsel

„Es liegt nicht an Lakenmacher“

Springe. Die Handball-Freunde Springe sind zwar Tabellenschlusslicht in der 2. Handball-Bundesliga, aber ein Trainerwechsel ist laut Manager Dennis Melching zurzeit kein Thema: „Es besteht kein Handlungsbedarf.“ Dass es momentan nicht läuft, liege nicht an Trainer Sven Lakenmacher, sondern an der Qualität der Mannschaft.

veröffentlicht am 04.11.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:15 Uhr

Klaus Frye

Autor

Sportreporter zur Autorenseite

Sonnenschein und schönstes Herbstwetter in ganz Norddeutschland, nur über dem Deister ziehen dunkle Wolken auf. Hier haben die Handball-Freunde Springe in der 2. Bundesliga nach der Niederlage beim EHV Aue die rote Laterne wieder fest im Griff.

5:21 Punkte lösen Alarm an der Harmsmühlenstraße aus. Eine prekäre Situation für die Mannschaft und Trainer Sven Lakenmacher. Doch an Coach „Laki“ will in der Führungsetage niemand rütteln. Weder für Manager Dennis Melching noch für Hauptsponsor Peter Othmer ist trotz des Fehlstarts der Rauswurf des Aufstiegstrainers ein Thema. „Es gibt keine Galgenfrist für ihn“, machte das Führungsduo unisono deutlich und räumte damit erst einmal alle Spekulationen aus dem Weg. „Es besteht kein Handlungsbedarf“, unterstrich Melching. „Wir sind momentan nicht an dem Punkt gelandet, wo wir sagen könnten, dass es am Trainer liegt.“ An Lakenmachers Qualitäten zweifelte bei den Handball-Freunden allein Friederich Kastening, der deshalb auch schon Anfang Oktober sein Amt als sportlicher Leiter niederlegte. Der Manager sieht die Probleme jedoch im Bereich seiner Akteure. Und da wurde er deutlich: „In der Mannschaft fehlt eher die nötige Qualität.“

So ist für Melching die Mannschaft in den entscheidenden Situationen einfach nicht abgezockt genug. „Genau das fehlt uns, um eine Führung auch mal über die Zeit zu bringen.“ So wurden zu oft durchaus mögliche Punkte aus der Hand gegeben. In Ferndorf (29:31), im Heimspiel gegen Henstedt-Ulzburg (26:28), in Dormagen (25:28) und bei TuSEM Essen (31:33) wurde eine Führung in den Schlussminuten verspielt. So ging natürlich Othmers Rechnung nicht auf. Zehn statt der bislang erreichten fünf Punkte hatte er nach 13 Spielen schon eingeplant. Mit so einer Schieflage wollte sich vor dem Saisonstart niemand ernsthaft befassen. Da zweifelte am Klassenerhalt keiner bei der Teamvorstellung im Springer Jagdschloss. Platz 13 bis 15 lautete der Plan.

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P. Othmer

Verständlich, dass „Springes Macher“ mit dem Schlusslicht nun auch kaum etwas anzufangen wissen. „Wir müssen wohl erst mal den Spielern den Kopf waschen“, gab Othmer schon mal als Warnung an den Kader weiter. „Der Trainer spricht die Fehler an, doch die Spieler setzen seine Vorgaben einfach nicht um.“ Individuelle Patzer brachten den Sponsor oft genug auf die Palme. Auch in Aue ärgerte er sich mächtig: „Wir gleichen zum 21:21 aus und leisten uns dann zwei grobe Schnitzer.“

Für Peter Othmer ist es endlich an der Zeit, dass die Mannschaft positive Ergebnisse abliefert. Doch da scheint am kommenden Spieltag wohl eher „der Wunsch der Vater des Gedankens zu sein“, denn am 14. November kommt die HG Erlangen nach Springe. „Wissenswertes über Erlangen“ – so hieß übrigens schon 1982 ein Song zur Zeit der Neuen Deutschen Welle – ist vor allem, dass die Handball-Gemeinschaft Platz zwei mit 21:3 Punkten fest im Griff hat und unbedingt zurück in die 1. Liga will. Da würde eine Niederlage in Springe gar nicht ins Bild passen...



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