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Inga Kaschade steigt mit Bad Laer auf

„Es ist ein Traum, in der zweiten Liga zu spielen“

Von Klaus Frye

veröffentlicht am 08.06.2010 um 20:23 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 15:41 Uhr

Volleyball. Träume werden manchmal schneller wahr, als man denkt – so auch für Inga Kaschade. „Mit 17 Jahren in der 2. Bundesliga zu spielen, das ist einfach ein Traum“, schwärmt die Pyrmonter Volleyballerin, die mit den SV Bad Laer völlig überraschend den Aufstieg in die zweite Liga perfekt machte. „Besser hätte mein erstes Jahr in der Regionalliga gar nicht laufen können.“

Spätestens seit Beginn der Rückrunde zählt Inga Kaschade, die 2005 beim MTV Bad Pyrmont durchstartete, zu den Leistungsträgerinnen beim Drittligisten. Darüber freut sie sich riesig: „In der Rückserie hatte ich fast 90 Prozent Spielanteile. Das ist Wahnsinn.“ Nicht nur bei ihr, sondern auch bei der Mannschaft des SV Bad Laer verlief die Saison optimal. Statt Klassenerhalt sprang am Ende einer spannenden Saison der Aufstieg heraus. Als Dritter der Relegation stand das Team zunächst zwar mit leeren Händen da, doch als Norderstedt sein Team aus der zweiten Liga zurückzog, nutzte man im Kurort Bad Laer die Chance und übernahm den freien Platz in Liga zwei.

Ihrem Trainer Thomas Wilkens war die 1,76 Meter große Außenspielerin schon früh bei Auswahl-Lehrgängen positiv aufgefallen. „Im Frühjahr hat er mich dann gefragt, ob ich mir einen Wechsel nach Bad Laer vorstellen könne“, erinnert sich Inga Kaschade. Lange gezögert hat sie nicht. Der Wechsel von der VSG VfL/Wildcats Hameln, mit der sie ein Jahr zuvor in die Verbandsliga aufgestiegen war, ins Osnabrücker Land war schnell perfekt. Die Entscheidung fiel nicht schwer: „Beim Training der Landesauswahl hatte ich viele Spielerinnen aus Bad Laer kennengelernt. Daraus entwickelten sich schnell Freundschaften.“

Der Wechsel sorgte aber auch für Probleme. So musste die Schülerin der Lügder Johannes-Gigas-Realschule ihren Plan total umstellen. Training mit dem neuen Team fand nach vier Stunden Bahnfahrt lediglich am Freitag statt. So trainierte sie weiter einmal mit der VSG Hameln, die zweite Einheit folgte beim Regionalligisten Detmold. „Ich bin Robert Nitschke heute noch dankbar. Der hat mich nicht nur weiter in Hameln mittrainieren lassen, sondern auch den Weg nach Bad Laer freigemacht.“

Künftig läuft alles besser, denn der Umzug nach Osnabrück steht an. In den nächsten Tagen entscheidet sich auch, ob Inga Kaschade hier weiter die Schulbank drücken wird oder schon mit der Ausbildung im Polizeidienst beginnen kann. „Das passt alles bestens. Dann kann ich endlich auch regelmäßig in Bad Laer trainieren“, sagt die Volleyballerin, die statt Urlaub zu genießen, in diesem Sommer gern auch mal ihre Umzugskartons schleppt.



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