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Roman von Alvensleben hat sich viel auf die Schultern geladen

Er liebt seine Familie – und jetzt auch noch Preußen 07

Everybody’s Darling ist er nicht. Will er auch gar nicht sein. Aber seine Familie liebt ihn und er sie. Seine knapp zweieinhalb Jahre alte Tochter Athina „ist mein ganzer Stolz“, sagt Roman von Alvensleben (43). Jetzt liebt er auch noch Preußen 07. Seit einer Woche ist er 1. Vorsitzender des Fußball-Traditionsvereins, für den der Rechtsanwalt in diesen Tagen viele Überstunden macht. Warum? „Ganz einfach: weil es viel zu tun gibt, und weil mir die neue Aufgabe Spaß macht. Mein Herz schlägt nun einmal für Preußen 07.“

veröffentlicht am 17.07.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 01:21 Uhr

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„In den 70er Jahren war Fußball in Hameln Kult“

Zusammen mit seinem Stellvertreter Roman Klod-nyckyi, dem neuen Schatzmeister Gunther Götze und Präsident Wolfgang Dammeier will von Alvensleben nicht nur das Image des 102 Jahre alten Klubs aufpolieren, sondern den Fünftligisten „endlich auch wie ein modernes Wirtschaftsunternehmen“ führen. „Da lag in der Vergangenheit doch einiges im Argen“, sagt der Anwalt, der von sich selbst behauptet, ein Visionär zu sein. Er träumt davon, dass eines Tages der Fußball in Hameln „wieder Event-Charakter hat“ – so wie in den 70er Jahren. „Damals pilgerten Tausende zu den Heimspielen, und ich war als kleiner Junge dabei. Preußen 07 war Kult“, erinnert sich der Klubchef.

Doch der gebürtige Hamelner weiß auch, dass diese Zeiten Geschichte sind. „Aber ein bisschen von dem, was damals war, kann’s auch heute wieder geben. Wir wollen es wenigstens versuchen“, sagt der 43-Jährige, der mit dem hannoverschen Staranwalt Fritz Willig befreundet ist. Der war einst Präsident von Hannover 96 „und hat mir Unterstützung in meinem neuen Amt zugesagt“, verrät der Preußen-Chef. Er will um jeden Fan kämpfen. So finden Sonnabend-Heimspiele künftig immer schon um 14 Uhr statt, „damit die Leute rechtzeitig wieder zu Hause sind, wenn Bundesliga im Fernsehen kommt“. Auch ein 20-Uhr-Spiel am Samstag soll’s geben – „und danach ein richtiges Happening im Stadion. Das ist zumindest einen Versuch wert.“

Von Alvensleben macht keinen Hehl daraus, dass er der Boss ist. „Ich gebe gerne die Richtung vor. Was ich mir vorgenommen habe, will ich auch durchsetzen“, betont das Schwergewicht. Der Hüne bringt bei 1,88 m Körperlänge stolze 123 Kilo auf die Waage. Da stellt sich ihm so schnell keiner in den Weg. Als Fachanwalt für Strafrecht hat man nicht nur Freunde. „Damit musst du leben. Viel Feind, viel Ehr’, so ist das nun mal“, gibt sich der 07-Chef überaus gelassen.

Der passionierte Golf- und Tennisspieler weiß sogar, wie man Meister wird. Mit den Herren 40 des DTH stieg er in die Bezirksliga auf. Seiner neuen Liebe Preußen 07 traut der 43-Jährige auch viel zu. Natürlich nicht den Titel – aber: „Kai Oswald und seine Jungs werden eine gute Rolle spielen.“ Man merkt’s: von Alvensleben ist von Haus aus ein Optimist.



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