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Fußball: Pyrmont auch gegen Eldagsen mit Haukambe

„Er ist ein Typ wie Willi Landgraf“

BAD PYRMONT. Kennen Sie eigentlich den schnellsten Briefträger Bielefelds? Nein? Eine günstige Gelegenheit ihn kennenzulernen bietet sich im Stadion an der Südstraße an, wenn Landesligist SpVgg. Bad Pyrmont (Sa., 14 Uhr) im Punktspiel gegen den Tabellenvorletzten FC Eldagsen den dritten Saisonsieg landen will.

veröffentlicht am 06.10.2017 um 18:57 Uhr

Sedekia Haukambe, bei der SpVgg. Bad Pyrmont erster Abräumer in der Defensivabteilung. nls
Klaus Frye

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Klaus Frye Sportreporter zur Autorenseite
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Sedekia Haukambe, das 1,77 m große Kraftpaket im defensiven Mittelfeld des Pyrmonter Teams von David Odonkor. Der Trainer kennt ihn noch aus seiner Zeit in Dornberg: „Er war zwar längere Zeit verletzt. Aber er hat Oberliga-Qualität und deshalb auch eine Chance verdient.“

Die „Perle aus Namibia“, die im Sommer vom westfälischen Oberligisten FC Gütersloh an die Emmer wechselte, ist bei den Zuschauern an der Südstraße angekommen. Spätestens mit seiner starken Vorstellung beim 2:1-Heimsieg gegen Spitzenreiter HSC Hannover. Wo der ehemalige Bundesliga-Spieler Ferhat Bikmaz den 32-Jährigen, von seinen Mitspielern kurz „Sedi“ genannt, bestimmt in Erinnerung behalten wird. Wenn auch eher in schlechter. Pyrmonts Kapitän Gerrit Pape weiß auch warum: „Die Aufgabe Bikmaz auszuschalten, hatte ihm der Trainer bei der Besprechung erteilt. Und die hat er bestens erfüllt. Er ist eben ein richtiger Beißer.“ Beim Postmann aus dem Westfälischen musste es gegen den HSC erst gar nicht zweimal klingeln. Den spürte Hannovers Spielmacher schon im Nacken, als der Schiedsrichter das Spiel gerade angepfiffen hatte.

„Sedi“ kommt bei der Mannschaft nicht nur wegen seines robusten und griffigen Zweikampfverhaltens an. Er ist auch eine Stimmungskanone. „Super drauf und immer einen flotten Spruch auf den Lippen“, sagt Benedikt Hagemann. „Aber auf dem Platz kennt er keine Kompromisse. Da geht er richtig zur Sache.“ Der Mann für das Rustikale in der Defensivabteilung, der in Windhoek mit dem Fußballspielen begonnen hat und 2010 nach Deutschland kam, versprüht gute Laune. Schließlich lautet sein Motto „Lebe, als ob es kein Morgen gäbe“. Namibias Junioren-Nationalspieler, der von der U17 bis zur U23 alle Mannschaften durchlief, hat auch sein Gütersloher Ex-Trainer Heiko Bonan in guter Erinnerung: „Er ist ein Typ wie Willi Landgraf und hat das Zeug ein Publikumsliebling zu werden.“

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