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Nach 14 Jahren: Rollkunstläuferinnen Andrea Pieper und Nadine Klettke holen wieder EM-Gold

Endlich Europameister

Bremerhaven. Auf diesen Titel mussten die Rollkunstläuferinnen aus Niedersachsen lange warten. Genau 14 Jahre. Jetzt haben sie es geschafft: Andrea Pieper und Nadine Klettke vom VfR Aerzen sind mit dem Dream Team endlich wieder Europameister geworden – erstmals seit 2001. Klar, dass bei der Siegerehrung Tränen flossen – vor Freude. Denn mit dem Gewinn der Goldmedaille hatten die insgesamt 25 Rollergirls aus verschiedenen Vereinen Niedersachsen zwar geliebäugelt, aber nicht wirklich gerechnet.

veröffentlicht am 04.05.2015 um 15:52 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:37 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

Denn der Topfavorit war der Titelverteidiger aus Italien, der am Ende Silber holte. Weil diesmal Deutschland der Gastgeber war, war für das Dream Team die Europameisterschaft im Show- und Formationslaufen in der Stadthalle Bremerhaven quasi ein Heimspiel. Und darauf hatte sich das Dream Team gut vorbereitet. Noch vor der Eröffnung wurde in Bremerhaven „noch zweimal hart trainiert“, so Pieper.

Trainerin Annette Ziegenhagen-Gielnik feilte gemeinsam mit Gert Hofmann, Choreograph und Trainer der Berliner Eislaufformation, an den letzten Details – mit Erfolg. Als dritte von insgesamt sieben Formationen ging das Dream Team an den Start – unter dem Beifall der rund 4500 Zuschauer. Für Nadine Klettke war das ein Gänsehautmoment: „Es war ein unbeschreibliches Gefühl.“ Das Dream Team zeigte eine fünfminütige Kür zu bekannten Musiktiteln der niedersächsischen Rockband Scorpions, die nicht nur das Publikum begeisterte, sondern offenbar auch die Wertungsrichter. Denn trotz eines kleinen Patzers lagen die Noten zwischen 9,2 und 9,6. Aber weil unter anderem auch der Titelverteidiger aus Italien noch nicht gelaufen war, stand zu diesem Zeitpunkt noch nicht fest, ob die sehr gute Wertung am Ende für Gold reichen sollte. Als später dann das Endergebnis von der Jury verkündet wurde, „flossen bei uns allen die Tränen“, so Pieper. Nach 14 Jahren zum dritten Mal in Europa Gold zu holen, war ein hartes Stück Arbeit. „Unser Team war bereits fünfmal Weltmeister, aber in den vergangenen Jahren mussten wir uns oft geschlagen geben“, sagt Pieper, die mit dem Dream Team schon alles gewonnen hat, was es zu gewinnen gibt. „Jetzt genießen wir erst einmal

den Erfolg.“

Doch das nächste Ziel haben die frischgebackenen Europameisterinnen bereits vor Augen:

dieWelt- meisterschaft

in Kolumbien.



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