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Hamelner Seglerin ist Vize-Europameisterin der U17 / Nächstes Ziel: Die Heim-WM in Deutschland

EM-Silber für Sophie Menke

TORBOLE. Erst deutsche Jugendmeisterin, dann Vize-Euopameisterin: Es ist für die Hamelnerin Sophie Menke schon jetzt das erfolgreichste Jahr in ihrer noch jungen Karriere als Seglerin.

veröffentlicht am 20.07.2018 um 13:21 Uhr
aktualisiert am 20.07.2018 um 21:20 Uhr

aro

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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite
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Im Frühjahr wurde die 16-jährige Hamelnerin in in ihrer Altersklasse auf dem Dümmer See, ihrem Trainingsrevier, in ihrer Altersklasse (U17) deutsche Jugendmeisterin – ein grandioser Erfolg. Und bei der U17-Europameisterschaft in Torbole (Italien) setzte die Hamelnerin sogar noch einen drauf. In ihrer Einmannjolle wurde die 16-Jährige auf dem Gardasee sensationell Vize-Europameisterin in der Europe-Klasse. Damit hatte wohl niemand gerechnet, Sophie Menke selbst auch nicht: „Dass es so gut läuft, hatte ich wirklich nicht erwartet. Es war ein cooles Gefühl bei der Siegerehrung auf dem Treppchen zu stehen. Schließlich gewinnt man ja nicht so oft eine Medaille bei einer EM.“

Bei der WM habe ich zwar so gut wie keine Chance, eine Medaille zu gewinnen. Aber ich werde versuchen, mein Bestes zu geben.

Sophie Menke, Seglerin aus Hameln

Bei der Siegerehrung strahlte „Silber-Sophie“ mit der neuen U17-Europameisterin Marie Praest (Dänemark) und Bronzemedaillen-Gewinnerin Alice Lindberg (Schweden) um die Wette – und konnte ihr Glück kaum fassen. Denn die Konkurrentinnen waren „echt stark“. 35 Seglerinnen aus ganz Europa (und sogar Kolumbien) kämpften fünf Tage um den Titel. „Es war spannend bis zum Schluss. Die Entscheidung fiel erst im letzten Rennen“, blickt die Hamelnerin, die mit einem 4. Platz im letzten Rennen den Gewinn der Silbermedaille perfekt machte, zurück. „Ich musste mindestens zwei Plätze vor der Schwedin ins Ziel kommen, um Silber zu holen. Als ich die Ziellinie überquert hatte, wusste ich schnell: Es hat gereicht“, so Menke. Die Wind- und Wetterbedingungen seien während der fünf Regattatage „echt schwierig gewesen: Mal hatten wir viel Wind, mal wenig Wind.“ Selbst von einem Gewitter blieben die Seglerinnen nicht verschont, „deshalb mussten auch einige Rennen ausfallen, weil es zu gefährlich ist, bei Gewitter zu segeln.“

Trainingsfrei hat die Schülerin in den Sommerferien nicht, denn direkt nach der EM hat für sie die Vorbereitung für die Heim-WM (5. bis 11. August in Kühlungsborn) begonnen, auf die sich Sophie Menke schon jetzt riesig freut: „Es ist meine erste Teilnahme an einer Weltmeisterschaft. Umso schöner, dass die WM seit langem endlich mal wieder in Deutschland stattfindet. Da ist man natürlich besonders motiviert.“ Für die Vize-Europameisterin der U17 wäre bei ihrem WM-Debüt schon eine Platzierung im ersten Drittel ein großer Erfolg, denn mit 16 Jahren ist die Hamelnerin bei den Damen eine der jüngsten Teilnehmerinnen: „Bei der WM habe ich zwar so gut wie keine Chance, eine Medaille zu gewinnen. Aber ich werde versuchen, mein Bestes zu geben.“



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