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Schon 101 Wettkämpfe und in den deutschen Bestenlisten ganz vorn: Nun will Hundertmark noch einmal zur WM

„Eisen-Dieter“ – ein Kraftpaket wuchtet sich nach oben

Seinen ersten großen sportlichen Auftritt als Kraftdreikämpfer hatte der Bad Pyrmonter Dieter Hundertmark 1986 in Goslar – im November 2009 ging der 55-jährige Athlet, der für den TC Hameln startet, bei der deutschen Meisterschaft im brandenburgischen Zehdenick bereits zum 101. Mal an die Hanteln. Mit seiner aktuellen Bestleistung von 610 Kilogramm mischt das Holzhäuser Kraftpaket – sein ideales Kampfgewicht liegt bei 84 Kilogramm – in den aktuellen deutschen Bestenlisten an der Spitze kräftig mit.

veröffentlicht am 03.01.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:49 Uhr

225 Kilo Eisen – für Dieter Hundertmark selbst bei der Kni
Klaus Frye

Autor

Klaus Frye Sportreporter zur Autorenseite

Bereits vor 25 Jahren fand der Handwerksmeister für Sonnenschutz und Rollläden zum Kraftdreikampf. „Als es beim Judo wegen einer Verletzung nicht mehr ging, wechselte ich zum Kraftsport beim TC Hameln“, erinnert sich Hundertmark genau. Unter Rolf „Eppel“ Mertens startete er an der Weser seine späte Karriere. Zum Beginn holte er sogar einige Kreismeistertitel im Gewichtheben nach Bad Pyrmont. Hier sorgt er bei seinem Stammverein TuS seit mehr als vier Jahrzehnten nicht nur als Flötist im Blasorchester für den guten Ton, in jungen Jahren bewies er auch als Geräteturner beste sportliche Qualitäten.

„Gewichtheben und Kraftdreikampf vertragen sich nicht“, stellte der Halbschwergewichtler mit einem beachtlichen Oberarmumfang von 43 Zentimetern beim TC schnell fest. „Die Schnellkraft beim Heben und die Maximalkraft beim Kraftsport lassen sich nicht richtig mit einander verbinden.“ Bei großen Wettkämpfen hält „Eisen-Dieter“ gemeinsam mit Michael Ramsey die Fahne des Hamelner Traditionsvereins hoch: „Nur beim Training lässt sich der ein oder andere schon einmal sehen, doch die meisten zieht es eher in die ‚Muckibuden’. Und zur Teilnahme an Wettkämpfen kann man heute kaum noch jemand überreden.“

Nach seinem Debüt vor 23 Jahren wurde er bei nationalen Titelkämpfen zu einem echten Dauerbrenner. Vor allem bei den Landes- und Norddeutschen Meisterschaften sammelte er fleißig Goldmedaillen. Doch zu einem deutschen Meistertitel hat es für Hundertmark nie gereicht: „Der Beste kam immer aus Bayern oder den neuen Bundesländern. Aber mit vier Silbermedaillen bin ich auch zufrieden.“

Sein bestes Jahr hatte er 2005: Da holte er bei der Europameisterschaft im slowakischen Trencžin Bronze im Bankdrücken und wurde Sechster im Dreikampf. Der absolute Höhepunkt war wenige Monate später jedoch die Weltmeisterschaft in Johannesburg. In Südafrika hob er sich im Dreikampf auf Platz vier, mit dem Nationalteam sicherte er Bronze. 2010 will er noch einmal angreifen: „Im März steigt die deutsche Meisterschaft, da will ich mich noch einmal für die WM qualifizieren.“



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