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Handball-Oberliga: Schwacher VfL Hameln patzt gegen HV Barsinghausen

„Einfach ein Scheißspiel!“

veröffentlicht am 11.09.2016 um 12:17 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:08 Uhr

Klaus Frye

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Sportreporter zur Autorenseite

Doch wer von den Fans mit einem deutlichen Aufwind in der zweiten Halbzeit gerechnet hatte, lag völlig falsch. Im Gegenteil, die Männer vom Deister erhöhten in der zweiten Halbzeit den Druck.

Beim VfL war von Besserung nichts zu spüren. Neben der weiterhin schwachen Torquote zeigte auch die Abwehr große Lücken. Die nutzte vor allem Thiemo Labitzke bis zur 50. Minute – da schied er mit einer Fußverletzung aus – im Rückraum, wo er schalten und walten konnte, wie er wollte. Gegenwehr bekam Barsinghausens Torjäger bei seinen zehn Treffern, die er äußerst variabel ins Netz hämmerte, so gut wie gar nicht zu spüren. Fehlanzeige – statt zupacken hieß es bei den VfLern zuschauen.

„Da haben auch die routinierten Spieler nicht gegenhalten“, bemängelte Henning Sohl. Torben Höltje traf fast nur vom Siebenmeter-Punkt, die Ausbeute von Jannis Pille trotz seiner vier Tore blieb „unter alle Kanone“. Allein Oliver Glatz befand sich mit sechs Toren im Soll. Als Labitzke ging, hatte Barsinghausen aus einem 20:20 eine 26:21-Führung herausgeworfen. Fast so etwas wie eine Vorentscheidung.

Da half den völlig verunsicherten VfLern in den letzten vier Minuten auch keine doppelte Überzahl. Jannik Henke, Sebastian Maczka und Tim Jürgens brachten ihre Mannschaft nur noch auf 25:26 heran. Zu wenig, denn die Zahl der Chancen zum Ausgleich oder gar zum Sieg war deutlich höher. Nur die Ausbeute blieb weiterhin schlecht. Völlig freistehend brachte Jasper Pille vom Kreis den Ball nicht unter. Auch, weil mit Daniel Denksy ein Klassemann zwischen den Pfosten stand. Dem konnte Hamelns Schlussmann Zsolt Kovacs diesmal nur in der ersten Halbzeit Paroli bieten. Nach dem Abpfiff fehlten auch Betreuer Rainer Glatz fast die Worte: „Unsere Torquote war einfach schwach.“ Lange Gesichter und miese Stimmung, viel gesprochen wurde nach dem Spiel nicht mehr her. Da waren jeder der VfL-Akteure erst einmal sehr mit sich selbst beschäftigt. VfL Hameln: Kovacs, Heisterhagen – Glatz (6), Brodhage, Jürgens (1), Henke (2/1), Höltje (7/6), Daniel Maczka, Künzler (1), Jasper Pille (2), Gödecke, Jannis Pille (4), Burghard, Sebastian Maczka (2).



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