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25 Jahre nach der Vizemeisterschaft: Das ist aus den Handballern der SG VfL/BHW Hameln geworden

Einer ist spurlos verschwunden

Es ist bis heute der größte Erfolg in der Hamelner Handballgeschichte: Vor 25 Jahren wurde die SG VfL/BHW Hameln hinter dem Serien-Champion THW Kiel deutscher Vizemeister und qualifizierte sich erstmals für den Europapokal. Im letzten Teil der Serie lesen Sie, was aus Hamelns Handball-Helden geworden ist. Einer ist spurlos verschwunden.

veröffentlicht am 10.06.2019 um 12:00 Uhr

Marc Siegesmud coacht heute den MTV Großenheidorn. Foto: Archiv

Autor:

Hans-Jürgen Kroggel
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André Tempelmeier (52), Rechtsaußen: Von 1989 bis 1995 war der gebürtige Hiller Stammspieler beim VfL. Seine größten Erfolge errang er allerdings mit dem TBV Lemgo (1995 bis 2006). Der Linkshänder wurde 1997 und 2003 deutscher Meister sowie 1997 und 2002 DHB-Pokalsieger. Danach tingelte er noch durch die Provinz und beendete 2015 beim Oberligisten Augustdorf/Hövelhof seine Karriere. „Es wurde aber auch höchste Zeit. Immerhin war ich da schon 47 Jahre alt“, so Tempelmeier. Er wohnt in Lemgo und arbeitet dort als Bankkaufmann.
Marc Siegesmund (46), Rechtsaußen:Der gebürtige Magdeburger beendete seine aktive Laufbahn Anfang der 2000er Jahre und wurde Trainer. Aktuell coacht Siegesmund den MTV Großenheidorn: „Leider sind wir in diesem Jahr aus der 3. Liga abgestiegen. Aber ich werde die Mannschaft auch in der Oberliga trainieren und freue mich schon auf die Spiele gegen den VfL Hameln.“ Von 1993 bis 2001 spielte er für den VfL und danach für die TSG Emmerthal, wo er auch als Trainer in der Oberliga arbeitete. Weitere Stationen waren u. a. Alfeld und Hohnhorst/Haste. Siegesmund, der in Marienau wohnt, arbeitet in Hameln als Zahntechniker. Sein Sohn Janne (19) spielt in der neuen Saison für den Oberligisten VfL Hameln.
Stephan Lache (52), Rechtsaußen: Kam 1991 vom letzten DDR-Meister Preußen Berlin nach Hameln, kam nach zahlreichen Bundesligaspielen aber in der Vizemeistersaison nicht zum Einsatz. „Trotzdem werde ich das Kapitel Hameln nicht vergessen. Es war eine tolle Zeit“, so Lache. Im März 1994 wechselte er für einige Wochen zum Regionalligisten Eintracht Hildesheim, dann verkaufte ihn der VfL für 20 000 Mark Ablöse an die SG Flensburg, für die der Linkshänder bis 1996 spielte und dann noch als Nachwuchstrainer arbeitete. Heute gehört der Immobilien-Manager zum Betreuerteam des Frauen-Zweitligisten TSV Nord-Harrislee.
Pepi Manaskov (54), Rückraumspieler:Der Torschützenkönig der französischen Liga wechselte 1993 von US Creteil Paris nach Hameln zum VfL, wo er bis 1997 als Torjäger im linken Rückraum Furore machte. In den Folgejahren spielte er u.a. für Pelister Bitola, RK Celje und Vardar Skopje. 2006 beendete der 84-fache Nationalspieler (264 Tore) seine Laufbahn. Als Trainer gab er 2011 noch ein Gastspiel bei RK Kumanovo. „Pepi lebt heute in Mazedonien, wo er Besitzer von zwei Cafés ist“, weiß sein alter Kumpel Loncovic zu berichten. Manaskovs Söhne Dejan und Martin sind ebenfalls Handballprofis.
Jan Fegter (49), Rückraumspieler: Der ehemalige Nationalspieler (Spitzname: „Fege“) trug von 1992 bis 1995 das VfL-Trikot. Danach spielte er acht Jahre mit großem Erfolg für die SG Flensburg, mit der er u. a. fünfmal deutscher Meister wurde, dreimal den Europacup gewann und 779 Tore erzielte. Seine Karriere ließ er beim Wilhelmshavener SV und der SG Flensburg II ausklingen. Fegter arbeitet in der Fördestadt als Rechtsanwalt und Notar und ist bei der SG Geschäftsführer des (Sponsoren-) „Clubs 100“.
Matthias Hahn (54), Kreisläufer: Der gebürtige Rostocker (Spitzname: „Hähnchen“) spielte in seiner Profi-Laufbahn nur für drei Vereine: Empor Rostock (1982 – 1990), VfL Hameln 1990 – 1994) und SG Flensburg (1994 – 2004). Der 110-fache Nationalspieler, der auch an den Olympischen Spielen in Seoul und Barcelona teilnahm und mit der SG deutscher Meister und Europapokalsieger wurde, ist seit 2018 als Trainer im Nachwuchsbereich der SG Flensburg-Handewitt tätig. Zuvor war der Bankkaufmann fünfeinhalb Jahre Coach des Drittligisten DHK Flensburg.
Ralf Koring (50), Kreisläufer: Acht Jahre lang, von 1992 bis 2000, spielte „Kora“, wie ihn seine Freunde nennen, für den VfL Hameln. Danach kehrte der gebürtige Friese zu seinem Stammverein VTB Altjührden zurück, wo er 2010 seine Karriere beendete und ins Trainergeschäft einstieg. 2017/18 wurde der gelernte Landwirt, der jetzt in der Flugzeugbranche als Fertigungsplaner arbeitet, beim VTB Co-Trainer. „Leider sind wir in diesem Jahr aus der 3. Liga abgestiegen. Ich werde jetzt wieder in den Jugendbereich einsteigen“, berichtet Koring, dessen Kinder Mette (22) und Hannes (19) in Hameln geboren wurden.
Hendrik Ochel (50), Rückraumspieler: Der frühere Nationalspieler (Spitzname „Prinz“) kam 1993 vom TSV Milbertshofen zum VfL und wechselte nur ein Jahr später zum THW Kiel, der den Torjäger 1994 für die damalige Rekordsumme von 150 000 Mark aus seinem noch laufenden Vertrag in Hameln herauskaufte. Nur ein Jahr später ging Ochel zu GWD Minden, wo er nach einem Jochbeinbruch 1996 seine Karriere beendete. Danach verliert sich die Spur des gebürtigen Kielers. „Vielleicht ist er nach Amerika oder Kanada ausgewandert. Da wollte er immer hin. Aber keiner weiß es“, rätselt auch Jürgen Brandstaeter, der mit Ochel einst ganz dick befreundet war…

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Matthias Hahn spielte von 1990 bis 1994 in Hameln. Foto: Archiv


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