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Handball-Verbandsliga: Emmerthals neuer Coach Roland Schwörer spricht über seine Ziele

„Eine Reiseliga mit weiten Fahrten“

EMMERTHAL. Die Verbandsliga-Handballer der TSG Emmerthal starten mit einem neuen Trainer in die Saisonvorbereitung: Wir haben mit dem neuen TSG-Coach Roland Schwörer über seine neue Aufgabe in Emmerthal und seine Ziele gesprochen.

veröffentlicht am 12.07.2018 um 09:52 Uhr

Emmerthals neuer Trainer Roland Schwörer hat der TSG eine Verjüngungskur verordnet. Foto: Bodensieck
Klaus Frye

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Klaus Frye Sportreporter zur Autorenseite
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Herr Schwörer, Sie haben in Emmerthal eine neue Aufgabe übernommen. Welche Ziele haben Sie sich bei der TSG gesetzt?
Roland Schwörer: Auch in der Verbandsliga gilt: Das zweite Jahr ist immer schwerer als das erste. Deshalb möchte ich auch über eine Platzierung noch nicht sprechen. Wichtig ist vor allem, die Mannschaft zu stabilisieren, um dann vielleicht schon früh im gesicherten Mittelfeld einzulaufen.


Sie bringen Verbandsliga-Erfahrung mit. Wie schätzen Sie die fünfhöchste Liga ein?
Mit der SV Alfeld habe ich die Verbandsliga als Trainer schon miterlebt. Deshalb sind mir auch einige Mannschaften noch ganz gut bekannt. Die Liga ordne ich aber nicht unbedingt als attraktive Spielklasse ein.

Aus welchem Grund?
Ich sehe sie für uns eher als Reiseliga mit weiten Fahrten. Denn es fehlen vor allem die attraktiven Derbys, weil der größte Teil der Mannschaften aus den Regionen Lüneburg, Wolfsburg, Braunschweig und Göttingen kommt. Da verspricht eigentlich nur das Spiel gegen Aufsteiger Stadtoldendorf Spannung und gute Stimmung. Denn Eintracht Hildesheim II ist ja nicht unbedingt der große Kracher.

Wie ordnen Sie die Spielstärke der Konkurrenz ein?
Die kann ich momentan noch schwer einschätzen. Nur einen Überflieger, wie es der TuS Vinnhorst in der vergangenen Saison war, wird es diesmal nicht geben.

In Emmerthal übernehmen Sie ein neues Feld. Was reizte Sie besonders, diese Aufgabe anzugehen?
Die TSG Emmerthal ist für ihre solide Arbeit bekannt. Der Verein ist nicht nur sportlich, sondern auch in Sachen Organisation und Sponsoring sehr gut aufgestellt. Alles andere wird sich in der Vorbereitung zeigen.

Auch in der Verbandsliga gilt: Das zweite Jahr ist immer schwerer als das erste.

Roland Schwörer, Trainer der TSG Emmerthal

Sie gehen mit sechs neuen Spielern in die Saison. Setzen Sie dabei gezielt auf junge Kräfte?
Auf jeden Fall ist eine gute Mischung vorhanden. Mein Ziel ist es, alle jungen Spieler in die Mannschaft einzubauen. Die sollen früh ins kalte Wasser geworfen werden, um sich dann möglichst schnell freizuschwimmen. Merlin Otto, Noah Wissel und Cedric Jürgens hatte ich schon als Jugendspieler trainiert. Mirco Mitize, Christopher Beims und Lakshan Yogeswaran werde ich in der Vorbereitungsphase kennenlernen. Entscheidend ist, dass die jungen und älteren Spieler gut miteinander harmonieren. Denn das wird der Schlüssel sein, um eine schlagkräftige Mannschaft aufzubauen.


Im Tor lösen mit Cedric Jürgens und Mirco Mitize zwei Youngster zwei Routiniers ab. Ist das für Sie ein Problem?
Natürlich nicht. Mirco hat schließlich schon in der Verbandsliga gespielt. Und Cedric konnte mit den A-Junioren von GWD Minden immerhin schon in der Bundesliga Erfahrung sammeln.


Für Sie stand in den letzten Jahren immer eine gute Nachwuchsarbeit bei der JSG Weserbergland im Mittelpunkt. Werden Sie diesen Weg weitergehen?
Auf jeden Fall. Der gute Unterbau und die solide Struktur der JSG bleiben richtungsweisend. Dazu gehört auch eine gute Vernetzung zwischen den Herren- und Jugendtrainern. Deshalb ist es ganz wichtig, dass sowohl die A- als auch die B-Junioren erneut die Qualifikation für die Oberliga-Vorrunde geschafft haben. Damit zählen die beiden Teams immerhin zu den 18 besten Nachwuchsmannschaften aus Niedersachsen und Bremen.

Haben Sie in der Vorbereitungsphase Testspiele schon fest eingeplant?
Fest steht schon der Steinmann-Cup, um den am 18. August gespielt wird. Dazu sind bereits zwei Spiele gegen Alfeld und Vinnhorst eingeplant.

Saisonstart ist am 2. September mit einem Heimspiel gegen Aufsteiger MTV Groß Lafferde. Haben Sie die ersten beiden Punkte schon eingeplant?
Da werde ich mich natürlich noch nicht festlegen. Die Mannschaft ist schwer einzuschätzen. Und ich weiß, dass Groß Lafferde auch gezielt auf gute Nachwuchsarbeit setzt und eine junge Mannschaft in die Verbandsliga schickt.

Information

Handball-Verbandsliga

Staffeleinteilung: MTV Geismar, SV Altencelle, MTV Groß Lafferde, HSG Nienburg II, HG Rosdorf-Grone, HSG OHA, Eintracht Hildesheim II, HSG Rhumetal, TV Jahn Duderstadt, HSG Heidmark, VfB Fallersleben, SG VfL Wittingen/Stöcken, TSG Emmerthal, TV 87 Stadtoldendorf

1. Spieltag: Duderstadt – Hildesheim II, Fallersleben – Rosdorf-Grone, Wittingen/Stöcken – Nienburg II, Heidmark – OHA (alle Samstag, 1. September), Emmerthal – Groß Lafferde, Stadtoldendorf – Rhumetal (beide Sonntag, 2. September), Geismar – Altencelle (noch nicht angesetzt)

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