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Der Ausverkauf hat begonnen: Landesliga-Spieler der SG Hameln 74 heiß begehrt

Eine Mannschaft im Schaufenster

Hameln. Durch den freiwilligen Rückzug der SG Hameln 74 am Saisonende aus der Landesliga ist mit einem Schlag eine komplette Fußball-Mannschaft wieder auf dem Markt.

veröffentlicht am 18.03.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:15 Uhr

Roland Giehr

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Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

Abruptes Ende eines Fußball-Märchens. Bei der SG Hameln 74 gehen bekanntlich im Sommer die Landesliga-Lichter endgültig aus. Schlagartig steht nun quasi eine komplette Fußball-Mannschaft im Schaufenster. Und der Blick in die Auslage lohnt sich. Ein tolles Angebot, ob alle Spieler deshalb aber auch zum Schnäppchen werden, ist zu bezweifeln. Trotzdem stehen die heimischen Top-Klubs beim munteren Ausverkauf an der Heinestraße Schlange. „Das gibt es nicht oft, dass eine hochkarätig besetzte Mannschaft plötzlich auf dem Markt ist. Da würde ich auch sofort zugreifen“, verfolgt Hamelns Co-Trainer Dirk Schumachers die aktuellen Geschehnisse hinter den Kulissen mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Während sein jetziger „Chef“ Paul Bicknell künftig beim TSV Bisperode arbeitet, will er sich aber keinem neuen Klub mehr anschließen. „Ich werde wohl kürzertreten“, ließ der ehemalige Drittligaspieler des TuS Hessisch Oldendorf durchblicken. Aber wohin wandert die Spielerkarawane? Eine gute Adresse ist sicherlich immer der HSC BW Tündern. Und beim Blick auf den jetzigen Hamelner Kader fällt sofort auf, da gibt es doch zahlreiche Akteure, die schon einmal die weiße Schwalbe auf der Brust trugen. Allen voran Torjäger Robin Tegtmeyer. Es ist nun wirklich kein Geheimnis, dass Manager Manfred Lentge und Trainer Siegfried Motzner liebend gerne wieder mit dem Angreifer planen würden. Rückkehr also nicht ausgeschlossen.

Doch wer immer viele Tore schießt, ist überall heiß begehrt. Möglicherweise ist auch die hoch ambitionierte SpVgg. Bad Pyrmont noch eine Option oder gar der SV Lachem, der sich gerne auf dem Hamelner Markt umsieht und auch schon seine Fühler ausgestreckt hat. Mit Yves Hackl, Tobias Schulz, Dennis Kießig, Jannik Hilker, Felix Forche, Sönke Wyrwoll und Marc-Robin Schumachers hat noch ein weiteres Hamelner Septett eine sportliche Vergangenheit in Tündern. Nicht ausgeschlossen, dass auch davon noch der eine oder andere verlorene Sohn wieder heimkehrt.

Käme das so, wäre der HSC in der neuen Saison sicher ein ganz heißer Aufstiegskandidat. Mit ihm Spiel ist auch noch Bezirksligist SSG Halvestorf. Trainer Ralf Fehrmann hat bekanntlich ebenfalls die Landesliga im Visier und möchte dafür seinen Kader qualitativ weiter aufpolstern.

„Natürlich haben wir auch schon Gespräche geführt, aber es gibt noch keine Entscheidungen“, gab er auf Anfrage Auskunft. Schon einen neuen Klub gefunden haben Manuel Ungermann (TSV Bisperode), Rik Balk (Spielertrainer in Lügde) und Egcon Musliji, der sein Glück beim Regionalligisten TSV Havelse versuchen will. Sollte sein Wechsel noch scheitern, könnte Lachem zu seiner neuen Fußball-Heimat werden. Dort war übrigens auch schon Torhüter Frederick Quindt ein Thema.

Bereits nicht mehr im Einsatz ist Josef Selensky. Der SG-Kapitän wollte ohnehin ab Sommer aus privaten Gründen pausieren und könnte wohl nur sporadisch bei einem anderen Klub aushelfen. Eine Option ist der MTSV Aerzen, die andere vielleicht Halvestorf.



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