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Frank-Michael Wahl schrieb deutsche Handball-Geschichte

Eine Legende wird 60

HESSISCH OLDENDORF. Er begann seine sportliche Laufbahn als talentierter Schwimmer, doch erst später schwamm er im Welthandball ganz oben auf der Erfolgswelle. Frank-Michael Wahl, von allen nur „Potti“ gerufen, feiert am heutigen Mittwoch seinen 60. Geburtstag und kann auf eine Karriere der Superlative zurückblicken.

veröffentlicht am 24.08.2016 um 08:55 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:12 Uhr

Roland Giehr

Autor

Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

Der Mann mit der berühmten Nummer vier interpretierte die Königsposition im halblinken Rückraum zu seiner Zeit wie kein anderer – und warf mit seiner „rechten Klebe“ Tore am Fließband.

Wo Wahl war, war auch der Erfolg. Seinen Heimatverein SC Empor Rostock führte der wuchtige Spiritus Rector zu drei Meisterschaften in der DDR, sieben Pokalerfolgen – und 1982 auch zum Triumph im Europapokal der Pokalsieger gegen Dukla Prag. Noch glanzvoller verlief seine Handball-Karriere in der DDR-Nationalmannschaft. Hier wurde vor allem der 30. Juli 1980 ein Datum für die Ewigkeit.

Wahl und seine Weggefährten stürmten damals in Moskau nach einem 23:22-Sieg nach Verlängerung über Gastgeber UdSSR sensationell auf den Olympia-Thron. Die Goldmedaille hütet „Potti“ noch heute wie einen Schatz. Aber auch nach der Wende blieb die lebende Handball-Legende dick im Geschäft. Sein damaliger Wechsel aus Rostock zum aufstrebenden Zweitligisten VfL Hameln schlug ein wie eine Bombe. Zuvor hatte der Klub mit Torhüter Wieland Schmidt schon eine weitere DDR-Ikone verpflichten können. Und der erhoffte Erfolg blieb nicht aus. Wahl und Co. stiegen 1991 souverän in die Bundesliga auf und leiteten damit eine glanzvolle Ära im Hamelner Handball ein.

„Potti“ setzte zudem auch seine Karriere in der Nationalmannschaft fort – und brachte es in 344 Einsätzen auf stolze 1412 Tore. Damit ist er noch heute der deutsche Rekord-Nationalspieler. Nach seiner aktiven Laufbahn wechselte Wahl ins Trainergeschäft und arbeitete unter anderem auch beim VfL Hameln. Zur Zeit coacht der nun 60-Jährige den Landesligisten HSG Fuhlen-Hessisch Oldendorf.



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