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Fußball: Mit Hamburg dreimal Meister und Europapokalsieger: Bernd Wehmeyer kommt nach Hameln

Eine lebende HSV-Legende

HAMELN. Er ist seit 20 Jahren Klub-Manager und einer der erfolgreichsten HSV-Spieler aller Zeiten: Bernd Wehmeyer, dreimal deutscher Meister und 1983 Europapokalsieger mit dem Hamburger SV, kommt am Dienstag (6. März) zum traditionellen Frühstückstreffen von Preussen Hameln ins Vereinsheim der Kolonie „Am See“.

veröffentlicht am 28.02.2018 um 16:06 Uhr
aktualisiert am 28.02.2018 um 18:18 Uhr

Einer der erfolgreichsten HSV-Spieler aller Zeiten: Bernd „Fummel“ Wehmeyer ist seit 20 Jahren Klub-Manager. Foto: dpa
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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite
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Die Liste der Ehrengäste beim traditionellen Frühstückstreffen von Preussen Hameln ist lang: Der ehemalige Präsident von Hannover 96, Fredo Henze, war schon da. Die ehemaligen Bundesliga-Profis Dieter Schatzschneider, Hans Siemensmeyer, Bernd Dierßen und Peter Rühmkorb, um nur einige zu nennen, auch. Und wenn sich die Hamelner Fußball-Größen um Manfred „Manni“ Kühne und Günther „Paule“ Hauschild am nächsten Dienstag (6. März) um 10 Uhr im Vereinsheim der Kolonie „Am See“ zum 133. Mal zum gemeinsamen Frühstück treffen, um über die guten alten Zeiten zu plaudern und in Erinnerungen zu schwelgen, kommt einer der erfolgreichsten HSV-Spieler aller Zeiten: Bernd „Fummel“ Wehmeyer. Den Kontakt zur lebenden HSV-Legende hat nach Auskunft der Organisatoren Frank Lorenz und Horst Ellebracht übrigens Eckhard Koss geknpüft, der mit Wehmeyer befreundet sei.

Ein halbes Leben ist der 65-Jährige schon beim HSV, mit dem er als Spieler am 25. Mai 1983 den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte feierte: den Sieg im Europapokal der Landesmeister. Von dem 1:0-Sieg gegen Juventus Turin träumen viele HSV-Fans heute noch…

Die große Zeit des Bundesliga-Dinos hat Wehmeyer, der von Trainer-Legende Ernst Happel einst vom rechten Außenstürmer zum linken Verteidiger umgeschult wurde und sich zum Stammspieler mauserte, hautnah miterlebt. Insgesamt 183 seiner 208 Bundesliga-Spiele bestritt der gebürtige Herforder, der vor seiner Hamburger Zeit bei Arminia Bielefeld und Hannover 96 war, von 1978 bis 1986 für den HSV und wurde mit ihm dreimal deutscher Meister: 1979, 1982 und 1983. Lang, lang ist es her…

Seinen Spitznamen „Fummel“ habe er HSV-Urgestein Horst Hrubesch zu verdanken, verriet Wehmeyer vor einigen Jahren gegenüber der Hamburger Morgenpost: „Montags spielten wir bei Branko Zebec meist auf kleine Tore. Da raunzte mich Horst Hrubesch an: Ey, Wehmeyer, wenn du die Kugel nicht endlich abspielst, heißt du bei mir nur noch Fummelmeyer.“ Daraus wurde Fummel. Auch nach seiner aktiven Fußball-Karriere blieb Wehmeyer dem HSV treu. Von 1995 bis 1998 war er unter dem damaligen Präsidenten Uwe Seeler Sportdirektor, seit 20 Jahren ist er als Klub-Manager der Organisator hinter den Kulissen. Mit einer kurzen Zwangspause: Erst erlitt Wehmeyer im Oktober 2011 beim Joggen unbemerkt einen Herzinfarkt, dann wurde im Januar 2012 bei ihm Prostatakrebs im Anfangsstadium diagnostiziert, der allerdings bei einer OP komplett entfernt wurde. Für Wehmeyer kein Grund, aufzuhören. Nach seiner Reha arbeitete er als Klub-Manager weiter – bis heute. Eigentlich wäre für den 65-Jährigen im Januar Schluss gewesen. Aber statt in Rente zu gehen, hat Wehmeyer seinen Vertrag noch einmal bis Sommer 2019 verlängert. Die Frage ist, ob der bisher unabsteigbare HSV dann noch in der 1. Bundesliga spielt…?

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