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Gaub-Schützlinge Egzon Uka, Jan Schengel und Kujtim Berisha hoffen auf Meisterschaftsmedaille

Ein Trio will sich durchboxen

Lauingen. Es wird ernst. Mit großen Erwartungen und Hoffnungen fahren die drei jungen Hamelner Muaythai-Boxer Egzon Uka, Jan Schengel sowie Kujtim Berisha (alle vom Energie Gym) am Wochenende nach Bayern. Dort in Lauingen an der Donau kämpfen sie bei den Deutschen Amateurmeisterschaften um den Titel – jeder in einer anderen Alters- und Gewichtsklasse. Anders als bei den Nordtitelkämpfen in Lübeck, wo nur Uka einen Gegner hatte, den er klar nach Punkten bezwingen konnte, qualifizierten sich Schengel und Berisha in der Hansestadt kampflos für die DM. Im schwächeren B-Pool trifft das Hamelner Trio diesmal auf starke Konkurrenz aus allen Bundesländern.

veröffentlicht am 24.06.2015 um 14:53 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:51 Uhr

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Wobei ihnen mindestens drei Kämpfe bevorstehen, bevor das Finale winkt. Auf Egzon, der sich seit zwei Jahren dem Thaiboxen – das übrigens nicht so verbreitet ist wie Boxen oder Kickboxen – verschrieben hat, warten mindestens acht Gegner, die ihm den Titel in der Seniorenklasse (bis 67 Kilogramm) streitig machen wollen. „Ich hoffe, dass ich bei meinem DM-Debüt einen guten Tag erwische und meine Gegner dank meiner Kick- und Schlagstärke besiegen kann“, so der 18-jährige Schüler, der nach der Fachhochschulreife übrigens den Beruf eines Fitness- und Sportkaufmanns anstrebt. Auch Jan Schengel, der schwerste der drei Boxer (Seniorenklasse bis 70 kg) , will an der Donau aufs Treppchen. „Ich hoffe auf Schwächen meiner Gegner, um meine Taktik darauf einzustellen“, so der 19-Jährige Schüler der Handelslehranstalt, der seit einem Jahr im Studio trainiert und in dieser kurzen Zeit schon große Fortschritte gemacht hat. Er geht in dieser Sportart völlig auf – denn weitere Hobbys hat er nicht. Kujtim Berisha (Kadettenklasse bis 63,5 kg) will in Lauingen zunächst den Kampfstil seiner Gegner studieren und sich dann in den Kämpfen mit erfolgsprechender Taktik beweisen. „Ich kann mich auf jeden Gegner einstellen, erkenne sofort seinen Kampfstil und finde dann schnell die passenden Gegenmaßnahmen“, so der 13-Jährige, der schon vor sechs Jahren seine Liebe zum Thaiboxen entdeckt hat. „Ich kann mir keinen schöneren Sport vorstellen, gehe deshalb völlig darin auf.“

Natürlich soll auch die gute Arbeit von Trainer Robert Gaub an der Donau sichtbar werden. Der 34-jährige frühere Kickboxer (immerhin Europameister seines Verbandes) hat seine drei Schützlinge gut auf ihren Einsatz vorbereitet. Das ohnehin schon harte und intensive Training wurde von ihm noch einmal forciert.

Neben der üblichen Pratzenarbeit, dem Hantel- und Funktionstraining stehen verstärkt Laufen, Gymnastik und natürlich viel Arbeit im Ring derzeit auf seiner Agenda. Denn das Trio soll topfit, übrigens mit ihm als Sekundant, in den Ring steigen. „Wenn wir gut abschneiden, dann winken unserem Verein sicher bald repräsentative Aufgaben. Ich denke da beispielsweise an Nordtitelkämpfe, die wir in zwei Jahren durchaus in unserem Studio am Hamelner Güterbahnhof ausrichten könnten“, so Trainer Robert Gaub.



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