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Ein Torjäger bietet dem Krebs die Stirn

Hameln (ro). Er schoss Tore am Fließband für die SG Hameln 74 und hatte eigentlich noch soviel vor im Fußball – doch dann der Schock: Krebs. Heimtückisch und erbarmungslos wurde Adrian Suslik über Nacht aus seinem normalen Leben gerissen. Fortan war nichts mehr, wie es einmal war. Es begann ein Martyrium, dass den 27-jährigen Hamelner bis an seine seelischen und körperlichen Grenzen stoßen ließ. „Für mich brach eine Welt zusammen, als ich im Oktober 2007 die niederschmetternde Diagnose Lymphknotenkrebs erhielt. Ich konnte das alles gar nicht glauben“, erinnert sich Suslik.

veröffentlicht am 07.12.2009 um 16:53 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 15:41 Uhr

Hameln (ro). Er schoss Tore am Fließband für die SG Hameln 74 und hatte eigentlich noch soviel vor im Fußball – doch dann der Schock: Krebs. Heimtückisch und erbarmungslos wurde Adrian Suslik über Nacht aus seinem normalen Leben gerissen. Fortan war nichts mehr, wie es einmal war. Es begann ein Martyrium, dass den 27-jährigen Hamelner bis an seine seelischen und körperlichen Grenzen stoßen ließ. „Für mich brach eine Welt zusammen, als ich im Oktober 2007 die niederschmetternde Diagnose Lymphknotenkrebs erhielt. Ich konnte das alles gar nicht glauben“, erinnert sich Suslik. Aber auch daran, dass sein Knoten in der Leiste von den Ärzten irrtümlich zunächst für einen Leistenbruch gehalten wurde. Sogar eine Harnleiterentzündung wurde zwischenzeitlich noch in Betracht gezogen. Hohes Fieber, große Atemnot und schließlich eine Herzmuskelentzündung ließen dann aber doch die Alarmglocken im Krankenhaus schrillen.
„Ich hatte so große Schmerzen, dass mir nur Morphium helfen konnte. Alles lief deshalb fast wie im Nebel ab“, beschreibt Suslik die Anfänge seiner langen Leidenszeit. Doch trotz Chemotherapie und Bestrahlung – der Krebs ließ sich so schnell nicht besiegen. „Dass mir die Haare und Augenbrauen ausfielen und ich mich nicht mehr selber im Spiegel erkannt habe, war nicht das schlimmste. Nach einem halben Jahr begann plötzlich alles wieder von vorne“, musste der Torjäger den zweiten Keulenschlag verkraften.
 Wieder Chemo, wieder Bestrahlung, wieder aufgedunsen durch das Kortison –  und wieder blieb der Krebs hartnäckig. Selbst eine Verpflanzung seiner zuvor herausgefilterten eigenen Stammzellen brachte nicht die erhoffte Hilfe. Adrian Susliks Immunsystem war quasi auf Null, er wurde immer schwächer und verzweifelter.



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