weather-image
21°
×

Ein schwieriger Fall

Wolfgang Dammeier ist kein Selbstdarsteller und schon gar nicht ein Mann großer Worte. Dafür ist dem Optikermeister jetzt möglicherweise der große Wurf gelungen. Der bisherige Aushilfs-Vorsitzende von Preußen 07 und neue Vereinspräsident zauberte ohne großes Brimborium ein Vorstands-Trio aus dem Hut, das den Traditionsverein von seinen verkrusteten Strukturen befreien und auch für mehr Transparenz in der Führungsetage sorgen soll.

veröffentlicht am 12.07.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 02:21 Uhr

Autor:

Das ist auch dringend erforderlich. Denn einen Verein aus der 5. Fußballliga kann man im 21. Jahrhundert nicht wie einen Tante-Emma-Laden führen. Es ist ein Unding, dass bei Preußen 07 in der Vergangenheit der 1. Vorsitzende kaum Unterstützung aus den eigenen Reihen bekam – nach dem Motto: du machst das schon. Und dann wunderte man sich, dass Ligaspieler finanzielle Vereinbarungen mit Leuten trafen, die gar nicht dem geschäftsführenden Vorstand angehörten. Eine Klamotte aus dem Tollhaus!

Zudem ging unterhalb der sportlich gut funktionierenden Oberliga-Mannschaft, die so etwas wie ein Verein im Verein war, im Bereich der 2. Herren und Jugendabteilung vieles zu Bruch. Auch hier fehlte es an Kompetenz. Jetzt soll alles besser werden. Fortschritte kann es aber nur geben, wenn den großen Worten endlich auch Taten folgen.

Keine Frage: auf Vorstandschef von Alvensleben und seine Mitstreiter wartet viel Arbeit. Preußen 07 ist ein schwieriger Fall. Den zu lösen müsste freilich für den neuen starken Mann eine dankbare Aufgabe sein. Schließlich ist der 43-Jährige ein Fachanwalt für Strafrecht. Und in diesem Beruf hat er es tagtäglich mit schwierigen Fällen zu tun. Auch mit aussichtslosen.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2021
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Anzeige
Anzeige