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Kaya Treder und Eike Steinert über die Ruder-DM, die Sommerferien und ihre Ziele

„Ein Riesenerfolg“

Hameln. Sie sind jung, talentiert und vor allem auf nationaler Ebene auch überaus erfolgreich. Kaya Treder (16) und Eike Steinert (17) sind die neuen sportlichen Aushängeschilder des RV Weser Hameln. Ein Grund mehr, dass bei der Junioren-DM so stark auftrumpfende Ruder-Duo einmal näher unter die Lupe zu nehmen.

veröffentlicht am 06.07.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:51 Uhr

Es regnete Gold und Silber in Köln, sind Sie mit Ihren von allen Seiten hochgelobtem Abschneiden bei der DM zufrieden?

Steinert: Wenn man Gold und Silber gewinnt, ist das schon ein Riesenerfolg. Klar, mit Doppelgold wäre die ganze Sache perfekt gewesen, aber Wunschdenken und Realität klaffen oft auseinander, sodass wir auch so über das Erreichte stolz und glücklich sein können.

Treder: Geliebäugelt mit Gold hatten wir im Vorfeld, besonders nach unseren starken Vorbereitungsauftritten. Aber dann tauchte beim letzten Test in Hamburg der bärenstarke Ruderverein Potsdam auf, der unsere Hoffnungen auf den DM-Titel in Köln merklich schmelzen ließ. Bei Hälfte der 1500-m-Distanz lagen wir zwar noch vorn, wurden dann jedoch noch abgefangen. Aber auch die Silbermedaille war für uns ein Grund zum Jubeln.

Wie gestalten Sie eigentlich Ihre Sommerferien?

Steinert: Auch in den Schulferien verfolgt mich das Rudern. Ich nehme für eine Woche an der gemeinsamen Wanderfahrt unseres Vereins an die Elbe teil und werde dann den Rest der Ferien ein wenig ausspannen, aber weiter regelmäßig trainieren, um nicht ganz aus dem Rhythmus zu kommen.

Treder: Auch ich bin auf der Elbe dabei, verbringe den Rest der Ferien ebenfalls zu Hause.

Wie sieht für Sie die neue Saison aus?

Steinert: Was das neue Jahr sportlich bringt, ist ungewiss. Den Vierer, mit dem wir Gold geholt haben, wird es in der Besetzung nicht mehr geben. Da ich selbst ebenfalls nicht weiß, ob ich wegen des Abiturs sportlich kürzer trete oder doch voll weitermache, ist es noch offen. Die U23-WM im nächsten Jahr würde mich noch reizen, sofern ich mich dafür qualifiziere.

Treder: Mein Ziel steht fest: Unser Vierer wird 2016 einen neuen Anlauf nehmen, um den DM-Titel nach Niedersachsen zu holen. Die Silbermedaille hat uns so richtig auf den Geschmack gebracht.

Könnten Sie sich vorstellen, in Zukunft bei Rennen in einem reinen RVW-Zweier oder Vierer zu sitzen?

Steinert: Derzeit gibt es diese Möglichkeit nicht, da es an entsprechenden Talenten in unserem Verein fehlt. Meist sind sie zu jung und auch zu schwer, um als Leichtgewichtler an den Start gehen zu können. Aber dank der guten Arbeit unseres Trainerteams werden sich bestimmt eines Tages Talente herauskristallisieren. Das macht mir Hoffnung.

Treder: Ich fahre in der neuen Saison auf jeden Fall mit meiner Silbercrew im Vierer weiter, könnte mir aber auch vorstellen, in einem Vereinszweier zu sitzen. Als mögliche Partnerinnen kämen für mich hier in erster Linie Joelle Edler und Katharina Stegen infrage.

Interview: Rolf Henning Schnell



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