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Kate Pallardy aus New York verbessert Pyrmonter Marathon-Bestzeit um fast acht Minuten

„Ein Rekord für die Ewigkeit“

Bad Pyrmont. „Ein Rekord wohl für die Ewigkeit ist das gewesen“, meinte Bernd Mecke. Der Cheforganisator des internationalen Bad Pyrmont Marathons konnte bei der 25. Jubiläumsausgabe ein absolutes Highlight verzeichnen. Kate Pallardy aus New York sorgte dafür. In 3:11:46 Stunden gewann sie die anspruchsvolle Distanz mit 690 Höhenmetern. „Den Streckenrekord hielt zuvor Birgit Lennartz mit 3:18:01 Stunden - und die war in Deutschland wahrlich keine Unbekannte. Doch Kates Zeit ist phänomenal“, meinte Mecke. Die Amerikanerin war so schnell unterwegs, dass selbst Brunnenlauf-Sprecher Detlev Briese ihren Zieleinlauf gar nicht mitbekam.

veröffentlicht am 28.07.2013 um 18:45 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 14:41 Uhr

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Dass mit Christof Jankowski (Hannover 96/2:57:00) und Ingo Wissmann (Deutsche Palliativ Stiftung/3:11:46) nur zwei Männer im Marathon-Feld vor der New Yorkerin lagen, untermauert ihre Ausnahmezeit. „Wenn es denn überhaupt deutsche Läuferinnen geben sollte, dies das können, wollen sie sich unseren bergigen Marathon zumeist nicht antun“, mutmaßte der Organisator.

Das größte Feld unter den rund 1100 Teilnehmern ging beim Halbmarathon an den Start. „Trotz Schulferien in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen sowie 30 Grad Hitze ist das eine sehr zufriedenstellende Zahl“, so Mecke. Steffen Lang (Kirchdorf) machte es kurz. In 1:17:24 Stunden verwies er Streckenrekord-Halter Michael Brand (1:18:14) aus Brakel Platz zwei. Dieser hatte 2011 die Rekordmarke auf 1:14:27 Stunden geschraubt. Hinter Andreas Gerrits (Göttingen/1:19:14) und Christian Leben (Garbsen/1:20:42) konnte Stanley Kipkogei, Kenianer aus Bielefeld, mit 1:21:23 den Sieger nie gefährden. Platz zwei aus purer Verzweiflung holte sich der Kirchdorfer René Menzel über zehn Kilometer. Der hatte sich auf der Fünf-Kilometer-Strecke verlaufen und nur Rang elf erreicht. Er meldete für zehn Kilometer nach und ließ mit 34:39 Minuten nur dem Göttinger Jasper Cirkel (33:58) den Vortritt.

Kein Problem mit dem Weg hatte dagegen Mecke selbst beim Fünf-Kilometerlauf, auch wenn er das Rennen noch nie bestritten hatte. Nach 24 Jahren, in denen er stets organisieren musste, schenkte ihm seine Crew zum Jubiläum den Start. „Die haben mir kurz vor dem Startschuss Shirt, Hose und die Startnummer 25 überreicht. Ich wusste von nichts.“ So musste Mecke in der Hitze selbst erfahren, was er seinen Läufern antut. Doch den Lauf mit 113 Höhenmetern absolvierte er immerhin als 39. in 28:21 Minuten, und war hinter Sebastian Cromwell (30./26:13) zweitbester Pyrmonter – „aber nur, weil die anderen helfen mussten und nicht starten durften“.

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  • Viel Beifall gab es für die Läuferinnen und Läufer schon beim Start. Foto: haje

Hinweis: Bildergalerie und Video zum 25. PyrmontMarathon finden Sie unter dewezet.de.

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