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Ole Bischof begeistert Judo-Nachwuchs bei Trainingsstunde in Salzhemmendorf

Ein Olympiasieger zum Anfassen

Auf der Matte:

veröffentlicht am 08.03.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 00:41 Uhr

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Der zehnjährige Hannes Schulte aus Salzhemmendorf im „Clinch“ mit Judo-Olympiasieger Ole Bischof.

Foto: rhs

Judo(rhs). So sehr sie sich auch mühten, der Judo-Olympiasieger von Peking ließ sich von keinem auf die Matte geschweige denn Rücken legen. Denn diese Blöße wollte sich Ole Bischof bei seinem Trainingsauftritt in der Sporthalle in Oldendorf nicht geben. Deshalb waren die meisten der heimischen Schwarz- bis Weißgurte froh, dass ihnen der große Lehrmeister (4. Dan) nicht auf die Pelle rückte, sondern dafür viele kleine Tricks und Kniffs mit auf den Weg gab, wie man es zu einem erfolgreichen Wettkämpfer bringt.

„Ein so intensives Training habe ich bisher noch nicht erlebt“, meinte Hannes Schulte, dreifacher Kreismeister aus Salzhemmendorf. Der Zehnjährige durfte den großen Meister sogar zum Kampf herausfordern, doch ehe er sich recht versah, hatte er schon mit dem Mattenboden Bekanntschaft gemacht. „Ich glaube, wenn ich es auch einmal soweit wie Ole bringen will, dann muss ich noch viel intensiver trainieren“, meinte der Gymnasiast, der mittlerweile einen Orangegurt trägt und seit fünf Jahren zu den großen Talenten von BW-Trainer Udo Hecht gehört. Auch Hechts Enkelin Merle, erst sieben Jahre jung, sollte ihre Kräfte und Techniken an dem vielfachen deutschen und Europameister ausprobieren.

Doch allein schon der Größenunterschied ließ sie schnell die Aussichtslosigkeit einsehen. Alle übrigen Kämpfer hielten gebührenden Abstand zum Lehrmeister, kamen ihm erst näher, als es zum Abschluss des Probetrainings zur Autogrammstunde bat. Jetzt zieren seinen Namenszug nicht nur viele mitgebrachte Zeitungsausschnitte, sondern auch Teilnehmerurkunden und Kampfpässe. Auch auf Armen und Händen sowie auf dem Kampfanzug durfte sich der sympathische Olympiasieger verewigen.

„Ich glaube, mein Sohn schläft jetzt sogar in seinem Judoanzug, um seinem großen Vorbild immer ganz nahe zu sein“, meinte eine Mutter schmunzelnd.

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