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Handball: Antonio Galvagno zählt zu den drei Top-Torjägern in der Oberliga der C-Junioren

Ein heißblütiger Sizilianer

HAMELN. Er ist 14 Jahre alt, 1,86 Meter groß und der Top-Torjäger bei den C-Junioren der JSG Weserbergland: Antonio Galvagno - eine Handballtalent mit mit italienischen Wurzeln. Mit 88 Treffern – im Schnitt elf pro Spiel – steht der 14-Jährige in der Oberliga zurzeit auf Platz drei der Torjägerliste.

veröffentlicht am 22.11.2017 um 16:08 Uhr

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Klaus Frye

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Klaus Frye Sportreporter zur Autorenseite
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Eigentlich spielen Italiener am liebsten Fußball. Nicht so Antonio Galvagno, denn in seinem straffen Wochenprogramm steht für ihn nach der Schule das Handballspielen an erster Stelle. Punktspiele, dreimal Training mit den C-Junioren und eine zusätzliche Einheit mit den B-Junioren füllen sein Wochenprogramm bestens aus. Da bleibt für andere Hobbys nicht mehr viel Zeit.

„Angefangen habe ich bei den Minis des VfL Hameln“, erinnert sich das 14-jährige Talent mit italienischen Wurzeln noch genau. Antonio wurde zwar in Hameln geboren, doch mit Stolz und funkelnden Augen verriet der 1,86 Meter große Hüne, wo tatsächlich die Ursprünge seiner Familie liegen. Na klar, natürlich auf Sizilien am Fuße des Ätnas. Mindestens drei Wochen Familienurlaub im Sommer auf der an Italiens Stiefelspitze gelegenen größten Mittelmeer-Insel möchte Antonio einfach nicht missen.

Der heißblütige Sizilianer im Team von Trainer Jannik Henke bringt alle Voraussetzungen für einen spielfreudigen und vor allem wurfgewaltigen Rückraumspieler mit. Mit 88 Treffern – im Schnitt elf pro Spiel – hat sich das „schmale Hemd“ im Trikot der JSG Weserbergland in der Oberliga der C-Junioren bereits auf Rang drei der Torjägerliste geworfen. „Ein Spieler mit reichlich Potenzial nach oben. Für sein Alter hat er sich spielerisch schon unheimlich gut entwickelt“, lobte ihn sein Coach. „Nur körperlich muss er noch ein wenig nachlegen.“ Dafür ist Antonio, der nebenbei mit seinem Teamkollegen Malte Hartmann-Kretschmer auch noch zum Kader der HVN-Auswahl seines Jahrgangs zählt, aber unheimlich schnell auf den Beinen. Im Henke-Team also nicht nur der Top-Shooter aus dem Rückraum, sondern auch der Konter-Spezialist.

„Da spekuliere ich aber nicht. Beim Kontern musst du einfach spüren, ob du einen Ball abfangen kannst oder nicht“, klärte der selbstbewusste Handballer ganz cool auf. Ein großes Vorbild aus der internationalen Handball-Szene hat der Youngster übrigens nicht, dafür aber ein klar abgestecktes Saisonziel: „Am Ende der Saison wollen wir auf Platz drei stehen. Denn dann können wir auch im Finale der besten sechs Mannschaften mitspielen.“

Handball ist für den Rückraum-Hünen zwar die ganz große Nummer, aber ein möglicher Wechsel zu Bundesligisten wie GWD Minden, TBV Lemgo oder Hannover-Burgdorf ist für Antonio kein Thema: „Darüber habe ich mir überhaupt noch keine Gedanken gemacht.“

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