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Ein Erfolg für die Ewigkeit: Vor 25 Jahren wurde die SG VfL/BHW Hameln deutscher Vizemeister

„Ein geiles Team“

HAMELN. Es ist bis heute der größte Erfolg in der Hamelner Handballgeschichte: Vor 25 Jahren wurde die SG VfL/BHW Hameln hinter dem Serien-Champion THW Kiel deutscher Vizemeister und qualifizitierte sich erstmals für den Europapokal. Im ersten Teil der Serie blickt die Dewezet-Sportredaktion auf die Saison 1993/94 zurück, in der Hamelns Handball-Helden mit Trainer Sead Hasanefendic bundesweit Schlagzeiten machten.

veröffentlicht am 07.06.2019 um 00:00 Uhr

Sorgte im März 1994 bundesweit für Schlagzeilen: Hamelns Torjäger Pepi Manaskov wurde nach der Spuck-Affäre im Skandal-Derby gegen Lemgo lange gesperrt. Foto: Archiv

Autor:

Hans-Jürgen Kroggel
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Es war ein Erfolg für die Ewigkeit. In der Rattenfängerstadt herrschte der sportliche Ausnahmezustand. Vor genau 25 Jahren sicherten sich die Bundesliga-Handballer der SG VfL/BHW Hameln die deutsche Vizemeisterschaft. In der Saison 1993/94 mussten sie sich im Endklassement lediglich dem Dauer-Champion THW Kiel geschlagen geben, der mit nur fünf Punkten Vorsprung den Titel gewann. Die von Sead Hasanefendic trainierten Hamelner Ball-Artisten brachten zwei Spieltage vor Serienschluss Platz zwei in der Stadionsporthalle Hannover unter Dach und Fach. Vor 3300 hellauf begeisterten Zuschauern blies der VfL, der auf der Tribüne von der Feuerwehrkapelle Halvestorf musikalisch unterstützt wurde, dem amtierenden deutschen Meister SG Wallau-Massenheim gewaltig den Marsch und gewann 28:19. Handball-Hameln war happy, zumal sich die zweitbeste Mannschaft Deutschlands auch zum ersten Mal für den Europapokal qualifizierte.

Und fast hätte es in dieser spektakulären und nervenaufreibenden Saison sogar zum sensationellen Titel-Triumph gereicht. Einen dicken Strich durch die Rechnung machte dem VfL allerdings ausgerechnet der bis dato überragende Torjäger Pepi Manaskov. Im Skandal-Derby gegen den TBV Lemgo im März 1994 verlor er kurz vor Schluss nach ständigen Provokationen die Nerven. Wegen Foulspiels sah der Scharfschütze die Rote Karte, dann spuckte er auch noch die Schiedsrichter an. Die Folgen waren bitter: Die „Tormaschine“ Manaskov wurde für ein halbes Jahr gesperrt. „Das war der Knackpunkt in Sachen Meisterschaft“, glaubt Torhüter Jürgen Brandstaeter, der dennoch – wie auch seine Mitspieler ohne Zorn zurückblickt. Ganz im Gegenteil: „Das war damals eine tolle Zeit in Hameln – und wir hatten ein richtig geiles Team. Zudem war das Publikum bombastisch. So etwas habe ich nur ganz selten in meiner Karriere erlebt“, erinnert sich der ehemalige Nationalspieler Jürgen Querengässer. Ein Vierteljahrhundert ist seit dem Beinahe-Titeltriumph vergangen, doch die Erinnerungen an diese Hoch-Zeiten des Hamelner Handballs in den 1990er Jahren sind geblieben.

Und was machen die Helden von damals heute? Das lesen Sie im nächsten Teil unserer Serie.



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