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Vor dem Kreispokalfinale gegen Hajen werden bei Hemeringens Coach Steve Diener Erinnerungen wach

„Ein geiles Gefühl“

HAMELN-PYRMONT. Vor acht Jahren gewann Steve Diener mit der SSG Halvestorf den Bezirkspokal, am Sonntag kann der 37-jährige Spielertrainer des VfB Hemeringen erneut den „Pott“ holen. Im Kreispokalfinale gegen den SV Hajen.

veröffentlicht am 18.05.2018 um 16:46 Uhr

Vor acht Jahren schoss Steve Diener Halvestorf zum Bezirkspokalsieg – Sonntag steht der 37-Jährige mit Hemeringen im Finale. Foto: aro
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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite
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Lang, lang ist es her. Aber an den 19. Juni 2010 kann sich Hemeringens Coach Steve Diener auch acht Jahre später noch ganz genau erinnern. An diesem Samstagnachmittag pilgerten über 400 Fußballfans in das Stadion des ASC Nienburg. Steve Diener war damals 29 Jahre alt und trug zum letzten Mal das Trikot der SSG Halvestorf. Im Bezirkspokalfinale gegen ASC Nienburg erlebte er damals einen der größten Momente seiner langen Fußball-Karriere.

Bis zur 85. Minute stand es 1:1 – dann schoss Diener das goldene Tor. Erst im vierten Versuch hoppelte der Ball zum 2:1 ins Netz. „Einer musste ihn ja wohl mal reinmachen“, witzelte der Siegtorschütze der Halvestorfer, die damals als frischgebackener Meister und Landesliga-Aufsteiger auch Pokalgeschichte schrieben. Denn noch nie zuvor war es in Niedersachsen einem Bezirksligisten gelungen, den Pokal zu verteidigen.

Acht Jahre später kann Diener als Spieler und Trainer wieder Geschichte schreiben, denn der VfB Hemeringen hat in seiner Vereinsgeschichte noch nie den Kreispokal gewonnen. „Ich hatte es vor Saisonbeginn wirklich nicht für möglich gehalten, dass wir ins Finale kommen können.“ Das Saisonziel war eigentlich nur der Klassenerhalt in der Kreisliga, doch nach dem Halbfinalkrimi gegen den TSV Bisperode (6:5 nach Elfmeterschießen) steht der VfB am Sonntag (15 Uhr in Tündern) plötzlich im Endspiel gegen den SV Hajen, der als Tabellenführer der 1. Kreisklasse im Pokalwettbewerb einen Kreisligisten nach dem anderen rauskegelte. „Wir sind gewarnt. Wie stark Hajen ist, habe ich im Halbfinale beim 2:1-Sieg gegen den MTV Lauenstein gesehen. Von einem Klassenunterschied war da nichts zu sehen. Im Gegenteil: Hajen hat sehr gut verteidigt, hatte einige richtig gute Torchancen und war unterm Strich auch die klar bessere Mannschaft“, zollt Diener dem Finalgegner Respekt. Dass im Kreispokalendspiel zwei Mannschaften stehen, die im Vorfeld wohl niemand auf der Rechnung hatte, macht den besonderen Reiz der Partie aus. Denn sowohl in Hajen als auch in Hemeringen ist die Euphorie groß. Der Kreispokal ist in den beiden Dörfern das Gesprächsthema Nummer eins – zumindest bei den Fußballfans. „Bei uns in Hemeringen steht das ganze Dorf kopf. Einige Fans von uns wollen am Sonntag sogar mit dem Trecker nach Tündern fahren und uns unterstützen. So eine Begeistung habe ich noch nicht erlebt“, so Diener. Und auch die Hemeringer Pokalhelden, die nach dem Elfmeterkrimi gegen Bisperode am Mittwoch bis weit nach Mitternacht mit ihren Fans feuchtfröhlich feierten und sich mit „Steve Diener is on fire“-Gesängen auf das Finale einstimmten, sind Feuer und Flamme. „Es ist ein geiles Gefühl, den Pokal zu gewinnen. Als Spieler habe ich es mit Halvestorf vor acht Jahren schon geschafft, als Trainer noch nicht.“ Der Pokalsieg wäre für ihn das i-Tüpfelchen – und für seine Hemeringer Jungs bestimmt auch: „Wenn wir es schon bis ins Finale geschafft haben, dann wollen wir es auch gewinnen. Schließlich hat man als Fußballer nicht so die Gelegenheit, bis ins Endspiel zu kommen und Kreispokalsieger zu werden. Vielleicht ist das eine einmalige Chance – und die wollen wir nutzen.“

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