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Fußball: Nach dem 5:1 gegen Lehrte ist Lachem bereit für den Final-Coup in Stelingen

Ein Dorf steht Kopf – der Traum lebt weiter

BEZIRK HANNOVER. Ausnahmezustand in Lachem – ein Dorf steht Kopf und dreht vor Glück fast durch. Der sensationelle Einzug ins Bezirkspokalfinale ist ein Meilenstein in der Historie des Fußball-Klubs aus dem kleinen 300-Seelen-Ort. Und wer möchte, der könnte durchaus auch den Vergleich mit den berühmten Galliern ziehen.

veröffentlicht am 20.05.2018 um 12:58 Uhr

Jubel, Trubel, Lachem: Mit dem Einzug ins Bezirkspokalfinale sorgten die Kicker aus dem kleinen Dorf für eine absolute Sensation. Foto: nls
Roland Giehr

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Roland Giehr Leiter Sportredaktion zur Autorenseite
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Wer weiß, vielleicht besitzt der SV Lachem auch einen geheimnisvollen Zaubertrank, der ihn die Pokalgegner gleich reihenweise in die Knie zwingen lässt? Exakt fünfmal hat das schon geklappt, nun soll der sechste Streich folgen. „Der große Traum lebt weiter. Jetzt fahren wir voller Selbstbewusstsein am 10. Juni zum Finale nach Stelingen und wollen dort unbedingt den Pott holen“, platzte Trainer Tarik Önelcin fast vor Freude nach dem deutlichen 5:1-Triumph im Halbfinale gegen den FC Lehrte. Eine letztlich einseitige Angelegenheit für sein willensstarkes Multi-Kulti-Team aus sieben Nationen. „Es ist zwar nicht immer einfach, alle unter einen Hut zu bringen, aber meine Jungs sind zu einer echten Mannschaft zusammengewachsen. Ich bin unheimlich stolz auf sie“, wollte Önelcin nach dem von vielen Emotionen begleiteten Triumph auch nicht mit Lob sparen. Der SV Lachem, der Lehrte vor Wochenfrist im Punktspiel schon mit 6:2 in die Schranken wies, knüpfte nun auch im Pokalduell nahtlos an diese Leistung an. Fabio Mercia (13.) sorgte zunächst mit einem kapitalen Schuss in den Torwinkel für die Führung. Top-Shooter Adem Avci (21.) legte dann schnell nach, ehe Lehrte nach Patrick Heldts (48.) verwandelten Elfmeter noch einmal kurzfristig von besseren Zeiten träumen durfte. Das Thema beendete dann allerdings Yalcin Ulus (53.) schnell mit einem sehenswerten Distanzschuss aus rund 23 Metern zum 3:1 und öffnete damit auch schon die Tür ins Finale. Nach den weiteren Treffern von Dominik Glaubitz (85.) und Flamur Dragusha (89.) war das Lachemer Geschichtsbuch dann endgültig um eine weitere Topstory reicher. Und an der nächsten Episode möchte dann auch Spielmacher Egcon Musliji mitschreiben, der gegen Lehrte noch verletzt auf der Bank saß. Das hielt ihn aber nicht davon ab, als lautstarker Chefmotivator das volle Pensum abzuarbeiten. „Im Finale ist er wieder dabei. Da bin ich sicher“, glaubt Tarik Önelcin. Und hätte damit auch gleichzeitig eine große Sorge weniger. Denn, wer schon ein Finale erreicht, der möchte dann im Spiel der Spiele auch mit seiner Topmannschaft antreten. Bezirksligist TSV Stelingen setzte sich im ersten Halbfinale übrigens mit 2:0 gegen Fußball-Landesligist Eilvese durch. Wird also nicht unbedingt einfach für den SV Lachem. „Wir werden uns zerreißen, außerdem waren wir bis jetzt im Pokal auch auswärts sehr stark“, glaubt der Trainer aber ganz fest an die Erfüllung seiner Träume.

Information

SV Lachem: Wesner – Avci, Mercia, Arslan, Dragusha, Lehnhoff, Glaubitz, Ulus, Elias, Helmel (85. Mustafa), Karayilan.

Tore: 1:0 Fabio Mercia (13.), 2:0 Adem Avci (21.), 2:1 Patrick Heldt (48.), 3:1 Yalcin Ulus (53.), 4:1 Dominik Glaubitz (85.), 5:1 Flamur Dragusha (89.).



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