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Dreierpack von Ugur Aydin

veröffentlicht am 01.10.2016 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 09:20 Uhr

TSV Bisperode – HSC BW Tündern 0:3 (0:2).

„Es war ein verdienter Sieg für Tündern. Es wäre vermessen zu sagen, dass wir hier einen Punkt verdient gehabt hätten. Doch alle Gegentore waren individueller Natur und absolut vermeidbar“, bedauerte Bisperodes Teammanager Thilo Becker. Paul Bicknell konnte nur auf einen stark dezimierten Kader zurückgreifen. „Daher haben wir auf 0:0 gespielt und tief verteidigt“, so Becker. Über 90 Minuten kontrollierten die Blau-Weißen das Spiel. Und einer ragte heute heraus: Ugur Aydin. Tünderns schneller Flügelspieler nutzte die Fehler der Hausherren eiskalt aus. In der 17. Minute klärten die Bisperoder eine Situation nicht ausreichend – Aydin gelangte an den Ball, ließ zwei Spieler stehen und erzielte die Führung. Kurz vor der Halbzeit führte ein Handspiel zu einem Freistoß. Aydin führte aus, die Kugel wurde von der Mauer ins Tor abgefälscht – 2:0. In der 61. Minute setzte Adrian Gurgel noch einen Strafstoß an den Pfosten, ehe Bisperodes Keeper Robin Bartels eine Hereingabe nicht weit genug abwehrte und Aydin mit dem Kopf seinen Dreierpack erzielte. „Wir selbst hatten im zweiten Durchgang zwei Halbchancen aus der Distanz. Allerdings war es auch gar nicht unser Ziel, viele Akzepte nach vorne zu setzen. Leider war Tündern heute eiskalt. Ein großes Lob muss ich an die Jungs aus der zweiten Herren aussprechen, die heute ausgeholfen haben. Sie haben ihre Sache überragend gemacht“, bilanzierte Becker und hob zusätzlich die Leistung von Jan Schonschek hervor. Damit hat Tündern seinen Part für das mögliche Gipfeltreffen in der nächsten Woche erledigt. Lachem kann im morgigen Duell gegen Stadtoldendorf nachziehen.

TSV Bisperode: Bartels, Anders, Jan Schonschek, Ungermann, Fecho, Dohme (75. Wetzstein), Ivicic, Dreyer, Stenke, Frost (70. Tim Schonschek), Dera.

HSC BW Tündern: Kowalski, Neckritz, Kramer, Aydin (70. Hermann), Fischer, Krug, Hilker (75. Barnert), Tegtmeyer, Kießig, Gurgel, Tim-Niclas Schumachers.

Tore: 1:0 Ugur Aydin (17.), 2:0 Aydin (45.), 3:0 Aydin (65.).

FC Algermissen – SSG Halvestorf 5:1 (2:1).

„Personalnöte zwingen manchmal zu kuriosen Entscheidungen“, kommentierte SSG-Sprecher Burkhard Büchler den frühen Führungsreffer von Julian Seifert. Eigentlich wurde Seifert als Keeper geholt – mittlerweile hat er sein zweites Saisontor erzielt. Es sollte allerdings die einzige positive Nachricht für die Piepenbusch-Kicker bleiben. Denn nach der zügigen Führung waren die Hausherren die gefährlichere Mannschaft – und ließen dies schnell im Ergebnis widerspiegeln. Nach einem Foul von Paul Alles gab es Strafstoß für die Hausherren, Johannes Ahlers nutzte die große Chance zum Ausgleich. „Dann haben wir angefangen, hinten zu schwimmen“, so Büchler. Daniel Krafczyk sorgte nach etwas mehr als einer halben Stunde für die 2:1-Führung des FC. Nach dem Seitenwechsel ging es dann Schlag auf Schlag: Zunächst hatte Julian Mass die große Gelegenheit zum Ausgleich, traf aber nur den Pfosten (48.). Dann traf Alan Houban nach einem Konter zum 3:1 (58.), ehe Christopher Liebal fünf Minuten später die Rote Karte kassierte, weil er mit der Hand auf der Linie klärte. Den fälligen Strafstoß parierte Keeper Fabian Moniac zwar. „Doch bei Krafczyks 4:1 und dem 5:1-Endstand durch Gerrit Algermissen war auch Moniac machtlos. Hätten wir den Ausgleich durch Julian geschafft, wäre es ein anderes Spiel geworden. Dann hätten wir nicht so risikoreich nach vorne spielen müssen, sondern hätten die Räume eng machen können“, resümierte Büchler.

SSG Halvestorf: Moniac, Alles, Schmidt, Müller, Julian Maass, Berwirth, Brixius, Hau, Dreier, Seifert, Liebal.

Tore: 0:1 Julian Seifert (9.), 1:1 Johannes Ahlers (22./Strafstoß), 2:1 Daniel Krafczyk (35.), 3:1 Alan Houban (58.), 4:1 Krafczyk (68.), 5:1 Gerrit Algermissen (71.).

Besonderes: Rote Karte für Halvestorfs Christopher Liebal (63.).

SV Lachem – FC Stadtoldendorf 6:1 (1:1).

Der SV Lachem zog punktemäßig mit dem HSC BW Tündern wieder gleich. Beide Teams haben vor dem Topspiel am nächsten Wochenende jetzt 25 Zähler auf dem Konto und führen die Tabelle an. „Mit dem 6:1 haben wir uns heute schon einmal etwas warm geschossen“, blickte SVL-Sprecher Jürgen Ahrens vor dem Top-Duell am nächsten Spieltag voraus. Gegen Stadtoldendorf erledigte die Önelcin-Elf ihre Hausaufgaben und ging bereits in der 17. Minute in Führung. Marco Elias wurde im Strafraum gefoult und den fälligen Elfmeter verwandelte Yalcin Ulus souverän. Weitere gute Möglichkeiten durch Soner Aslan und Adem Avci ließen die Gastgeber in Halbzeit eins ungenutzt. Acht Minuten vor dem Seitenwechsel glichen die Stadtoldendorfer aus heiterem Himmel durch Niklas Dorf aus. „Zur Halbzeit müssen wir schon 4:1 oder 5:1 führen. In der Pause hat dann unser Trainer anscheinend die richtigen Worte gefunden“, gab Ahrens zu Protokoll. Kurz nach dem Seitenwechsel brachte Mehmet Terzioglu den SVL erneut in Führung. Und spätestens nach dem 3:1 durch Dominik Glaubitz war der Widerstand der Gäste gebrochen. Am Ende machten Denis Anklam, erneut Glaubitz und Ulus das halbe Dutzend voll. „Wir haben heute wieder so viele Chancen liegengelassen. Aufgrund der zweiten Halbzeit haben wir aber absolut verdient gewonnen“, freute sich Ahrens, der Glaubitz und Ulus ein Sonderlob aussprach.

SV Lachem: Wesner, Mustafa (65. Alco), Öner, Aslan, Glaubitz (83. Berjawi), Ulus, Avci, Elias, Helmel, Popoci (46. Anklam), Terzioglu.

Tore: 1:0 Yalcin Ulus (17./Strafstoß), 1:1 Niklas Dorf (37.), 2:1 Mehmet Terzioglu (50.), 3:1 Dominik Glaubitz (67.), 4:1 Denis Anklam (71.), 5:1 Glaubitz (81.), 6:1 Ulus (84.).

Besonderes: Gelb-Rot für Lachems Mehmet Terzioglu (89.) wegen wiederholten Foulspiels.

MTV Bevern – Germania Hagen 5:0 (2:0).

Die Hagener haben heute eine bittere Niederlage kassiert. Gegen den direkten Konkurrenten aus Bevern mussten die Germanen gleich fünf (!) Gegentore hinnehmen. „Wir waren sehr nervös und waren mehr mit uns selbst beschäftigt als mit dem Spiel“, ärgerte sich Hagens Trainer Eldar Zahirovic. „Wir müssen die Tabelle aus unseren Köpfen bekommen.“ Nachdem die Gäste einen guten Start erwischten und Steve Diener eine gute Gelegenheit ungenutzt ließ, kam der MTV – und wie: Mit einem Doppelschlag in der 30. und 32. Minute erspielten die Hausherren sich eine komfortable Pausenführung. Nach dem Seitenwechsel erwischte Hagen erneut einen guten Start – verpasste es aber wieder, etwas Zählbares herausspringen zu lassen. Zu allem Überfluss erzielte Bevern in der 56. Minute per Strafstoß das 3:0. „Das war kein Elfmeter. Aus meiner Sich war es eine Fehlentscheidung“, so Zahirovic. Damit nicht genug: Schröder und Johannes Pötter schraubten das Ergebnis zusätzlich in die Höhe. „Leider haben wir aus unsere Chancen nichts gemacht. Dreimal wurden uns gute Möglichkeit wegen angeblichem Abseits abgepfiffen. Felix Gerigh hat nur die Latte getroffen. Wir hätten noch bis morgen spielen können und hätten kein Tor erzielt“, bedauerte Zahirovic. „Man muss aber auch anerkennen, dass Bevern sehr stark gekämpft hat. Wir müssen jetzt nach vorne blicken.“

Germania Hagen: Diel, Trompa, Mbauzulu (46. Gerigh), Diener, Türkoglu, Aranmis, Yousof Issa, Marter, dos Santos, Unverzagt (46. Konstantinidis), Abbas Issa

Tore: 1:0 Stefan Schröder (30.), 2:0 Maurice Zinke (32.), 3:0 Zinke (56./Strafstoß), 4:0 Schröder (71.), 5:0 Johannes Pötter (81.).

MTSV Aerzen – SV Bavenstedt II 3:0 (1:0).

Die Aerzener haben sich ihre ersten drei Heimpunkte gesichert. Den Hummetalern spielte eine Gelb-Rote Karte für Bavenstedts Muhammed Karapinar in die Karten. Bereits kurz davor brachte Dennis Deppmeyer, nach schöner Vorarbeit von Patrick Hoppe, die Hummetaler in Front. Nach dem Seitenwechsel spielten die Hausherren ihre Überzahl aus. Eduard Mittelstedt erhöhte per Strafstoß auf 2:0, nachdem Deppmeyer im Strafraum zu Fall gebracht wurde. Und Marius Pieper setzte fünf Minuten vor Abpfiff den Schlusspunkt. „Wir hatten das Spiel aber nie richtig im Griff. Wir haben zu schnell den Weg nach vorne gesucht. Positiv ist, dass wir heute kein Gegentor bekommen haben“, resümierte Aerzens Sprecher Karsten Hoppe und bescheinigte Deppmeyer eine starke Leistung.

MTSV Aerzen: Grincenko, Sebastian Specht, Andrej Weirich, Deppmeyer, Hoppe (80. Jankowski), Florian Specht (64. Specht), Mittelstedt (72. Nehrig), Pieper, Spatz, Göldner, Ringleff.

Tore: 1:0 Dennis Deppmeyer (38.), 2:0 Eduard Mittelstedt (70./Strafstoß), 3:0 Marius Pieper (85.).

Besonderes: Gelb-Rot für Bavenstedts Muhammed Karapinar (41.).



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