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Künzler, Grote und Weidemann: Oberligist VfL Hameln setzt auf hoffnungsvolle Nachwuchsspieler

Drei junge Wilde für Talentschmied Hajo Wulff

Handball. Da der Oberligist VfL Hameln bekanntlich finanziell nicht auf Rosen gebettet ist, sucht man auch die hochkarätigen Neuzugänge vergebens. Dennoch steckt der Klub den Kopf nicht in den Sand. Stattdessen macht der VfL aus der Not eine Tugend – und setzt laut Manager Ralph Krone weiter verstärkt auf die Jugend: „Das ist der Weg, den wir auch in Zukunft beschreiten wollen.“

veröffentlicht am 27.07.2010 um 17:29 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 11:41 Uhr

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Jetzt rückten mit Torwart Nils Grote, Patrick Künzler und Jan-Torben Weidemann wieder drei ehemalige A-Jugendliche in den Oberliga-Kader von Cheftrainer Hajo Wulff. Und die Hoffnungsträger sind von ihrem Talentschmied regelrecht begeistert. „Hajo unterstützt gerade uns als junge Spieler ungemein. Er gibt uns unheimlich viel mit und lässt uns spüren, dass wir für die Mannschaft etwas wert sind“, erzählt Keeper Nils Grote, der prompt Zustimmung von Rückraumspieler Patrick Künzler bekommt: „So ist es. Hajo gibt uns viel Vertrauen, aber er nimmt uns auch in die Pflicht. Unser Trainer sagt klar, was er von uns erwartet.“

Die Youngster, die sich im Kreis der Etablierten schon voll integriert fühlen, wissen das in sie gesetzte Vertrauen durchaus zu schätzen und wollen alles tun, es möglichst schnell zurückzuzahlen. „Aber da brauchen wir Geduld und Zeit. Insbesondere von der körperlichen Härte, vom Tempo, von der Dynamik oder von der Trainingsintensität her liegen zwischen der A-Jugend und der Oberliga Welten“, hat der 1,95 Meter große Künzler festgestellt, der seit der C-Jugend das blau-weiße VfL-Trikot trägt und derzeit seinen Zivildienst beim Paritätischen in Hameln absolviert. Der 19-Jährige, der im halblinken Rückraum spielt, hat für die Zukunft seine sportlichen Ziele klar vor Augen: „Vom Spielverständnis im Angriff her habe ich noch Nachholbedarf und muss auch noch lernen, schneller eine Spielentscheidung zu treffen. Aber ich will schon meinen Platz in der Mannschaft finden und später auch einmal zur Stammsieben gehören.“

Torwart Nils Grote verfügt über ein gesundes Maß an Selbsteinschätzung: „Ich bin die klare Nummer zwei hinter Routinier Andreas Kinne, von dem ich noch viel lernen will, um mich weiterzuentwickeln.“ Schwächen habe er noch bei Würfen von den Außenpositionen. „Meine Stärken liegen sicher in meiner Beweglichkeit und Schnelligkeit.“ Der noch 18-Jährige kam erst im Sommer 2009 von der HSG Fuhlen/Hess. Oldendorf zum VfL, „weil ich einfach mal höherklassig spielen wollte“. Grote absolviert noch bis zum 31. Dezember seinen Grundwehrdienst in Bückeburg, plant danach die Aufnahme eines dualen Studiums im Maschinenbau.

Jan-Torben Weidemann kam ebenfalls im Sommer vergangenen Jahres aus Hessisch Oldendorf nach Hameln. Für den 19-jährigen Spielmacher steht zunächst das Abitur im kommenden Jahr an der Handelslehranstalt im Vordergrund: „Deshalb habe ich mit unserem Trainer vereinbart, dass ich zwar weiterhin mit der ersten Mannschaft trainiere, aber mit Beginn der Punkterunde in der neuen Zweiten spiele, um dort Spielpraxis zu sammeln. Meine Blickrichtung bleibt aber in Richtung Oberliga“, sagt Weidemann, der irgendwann gerne einmal wieder mit seinem Bruder Sascha zusammen in einer Mannschaft spielen möchte.

„Jan-Torben wird der Zweiten gut zu Gesicht stehen, soll dort das Spiel leiten und die Fäden in der Hand halten. Bei Bedarf steht er uns aber zur Verfügung“, bringt Hajo Wulff Verständnis dafür auf, dass bei Weidemann die Schule in den nächsten Monaten an erster Stelle steht.

Doch Wulff ist sich sicher: „Ob Patrick, Nils oder Jan-Torben – die drei Jungs werden bei uns ihren Weg machen“, sagt der Talentschmied, der den jungen Spielern eine Chance geben will.



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