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4:1 gegen BW Salzhemmendorf – ein historischer Pokal-Triumph / 600 Zuschauer in Nettelrede

Dragusha versetzt Grohnde in Hochstimmung

So sehen Sieger aus: Die Fußballer des TSV Grohnde brachten gestern in Nettelrede mit einem 4:1-Sieg gegen Salzhemmendorf den Kreispokal-Triumph und damit den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte unter Dach und Fach.

veröffentlicht am 01.06.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 09:21 Uhr

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Fotos (4): nls

Fußball (kf). Enver Dragusha avancierte im Kreispokal-Finale in Nettelrede mit einem lupenreinen Hattrick zum „König von Grohnde“! Auf den Thron hoben ihn nach dem 4:1 (0:0) gegen Kreisligist BW Salzhemmendorf über 200 begeisterte TSV-Fans. Und die – ein Großteil war mit zwei Sonderbussen angereist – ließen schon lange vor dem Abpfiff die Sektkorken knallen. Schließlich schrieb die Mannschaft von Trainer Klaus Wellhausen Geschichte: Zum ersten Mal überhaupt nahm der TSV den begehrten Pott mit an die Weser.

Vor fast 600 (!) Zuschauern durfte BW Salzhemmendorf bis zur Pause noch hoffen, denn die Elf nahm ein 0:0 mit in die Kabine. Doch nach dem Seitenwechsel schlug Torjäger Dragusha eiskalt zu. In der 49., 68. und 71. Minute ließ der Albaner die Ostkreisler alt aussehen. Schon nach dem 2:0 herrschte Schützenfest-Stimmung in Nettelrede. Auch das Anschlusstor durch Oliver Hofer (73.) konnte Grohnde nicht schocken. Dafür setzte Patrick Kursch in der Nachspielzeit mit dem 4:1 noch das Sahnehäubchen drauf.

Die Defensiv-Taktik der Salzhemmendorfer wäre fast wieder aufgegangen. In der 18. Minute jagte Matthias Batke das Leder aus 14 Metern über das Tor. „Wenn den Blau-Weißen die Führung geglückt wäre, hätten es die Grohnder mit Sicherheit schwerer gehabt. Denn dann wäre es wohl zu einer reinen Abwehrschlacht gekommen“, war man sich in fachkundigen Zuschauerkreisen einig.

Ballzauberer: Pokalheld Dragusha (links), hier gegen Hochhalter.
  • Ballzauberer: Pokalheld Dragusha (links), hier gegen Hochhalter.

Erfolgstrainer Klaus Wellhausen war zum zweiten Mal aus seinem Ostsee-Urlaub angereist. Letztlich aber lohnte sich der ganze Aufwand: „Meine Frau hat zwar mit dem Kopf geschüttelt, als ich ihr sagte, dass ich noch einmal nach Nettelrede fahre. Aber jetzt wird auch sie sich freuen. Da bin ich mir ganz sicher“, sagte der überglückliche Trainer nach dem historischen Triumph. Auch mit der Leistung seiner Mannschaft war er zufrieden: „Denn diesen Erfolg haben wir uns erspielt – und nicht erkämpft.“ Für Salzhemmendorfs Trainer Manfred Lentge fiel der Sieg zwar um ein Tor zu hoch aus, doch der Grohnder Erfolg war „absolut verdient“.

Grohnde: Conrad – Blech, Beye (56. Voge), Scheel, Matthewes – Herr, Tomkowiak, Engel, Kursch – Dragusha, Schreiber (65. Thomas)

Salzhemmendorf: Zapke – Mücke, Dudla, Giese, Hofer – Kahle, de Capela (57. Krieter), Nickel, Rosenau – A. Hochhalter, Batke

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