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Handball: VfL geht immer öfter im Endspurt die Puste aus / Nun fällt auch noch Tim Heisterhagen aus

Die verflixten letzten Minuten

HAMELN. Die verflixten letzten Minuten: Dem Handball-Overligisten VfL Hameln geht immer öfter im Endspurt die Puste aus.

veröffentlicht am 12.03.2018 um 13:05 Uhr

Gute Miene zum bösen Spiel: Die Langzeitverletzten Jannis Pille und nun auch Torhüter Tim Heisterhagen grüßen die Hamelner Fans vor der Schaumburg-Partie. Foto: nls
Roland Giehr

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Roland Giehr Leiter Sportredaktion zur Autorenseite
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Jeder weiß eigentlich, ein Handballspiel dauert 60 Minuten. Auszeiten und Unterbrechungen einmal ausgeklammert. Doch für Oberligist VfL Hameln ist seit geraumer Zeit selbst diese eine Stunde noch zu lang. Denn immer öfter geht den Mannen von Trainer Frank Huchzermeier neuerdings im Endspurt die Puste aus. Auch wenn es beim Handball fast Usus ist, dass sich Spiele noch in den letzten Sekunden drehen könne. Auffällig ist aber trotzdem, dass gerade der VfL schon viele Punkte in den verflixten letzten Minuten verschenkt oder verloren hat. Ein Drama für sich. Sechs, sieben Zähler mögen es wohl schon locker sein. Anstatt dem Ligageschehen entspannt entgegenzublicken, kommt so plötzlich ein Thema auf den Tisch, das eigentlich nie eines hätte sein dürfen: Der Abstiegskampf. Aber auch gegen die HSG Schaumburg verpasste der VfL Hameln bei der 28:30-Niederlage schon wieder einmal ein mögliches besseres Resultat. Man muss nun wirklich kein Prophet sein, um zu erahnen, wo hier die Defizite liegen könnten. Kraft und Konzentration – und letztlich dann eben die Kondition entsprechen im Augenblick nicht dem Anspruch eines stets hoch ambitionierten Viertligisten. Für ein Team, das im Vorjahr noch strahlender Vizemeister war, eigentlich ein Armutszeugnis. Zwar ist der ohnehin eng geplante Kader durch die langfristigen Ausfälle der Leistungsträger Jannis Pille, Torben Höltje, Jannik Henke und nun auch Torhüter Tim Heisterhagen (Knieverletzung) über Gebühr dezimiert, als Top-Ausrede alleine darf diese Misere aber nicht für alle Ewigkeit gelten. Um dem Übel in der Restserie (sechs Spiele) aber vielleicht noch entscheidend die Stirn zu bieten, müsste sich vor allem auch die überschaubare Trainingsbeteiligung schlagartig ändern. Nicht umsonst hatte der bei den Fans in die Kritik geratene Trainer Frank Huchzermeier, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, schon einmal bemängelt: „Wir sollten uns überlegen, ob wir professionell arbeiten wollen oder nur als Hobbytruppe auftreten.“ Klare Worte, obwohl er natürlich weiß, dass studien- und arbeitsbedingte Ausfälle während der Woche nicht immer zu kompensieren sind. Aber ein bisschen mehr Personal beim Üben dürfte es dann doch schon sein. Apropos Personal: Wie soll es in der neuen Saison überhaupt weitergehen? Mit welchem Trainer – und vor allem mit welchem Kader? Auch wenn laut Manager Frank Rosenthal die Planungen angeblich „auf Hochtouren“ laufen, bleiben die Dinge irgendwie nur nebulös.

Frank Huchzermeier. Foto: nls
  • Frank Huchzermeier. Foto: nls

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