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Dart: SC Diedersen 20 Jahre am Start – und zum achten Mal bei der DM dabei

Die Pfeile fliegen und fliegen

DIEDERSEN. Als vor 20 Jahren am Fuße des Schecken die ersten Dartpfeile flogen, hatte in Diedersen wohl niemand an die Bundesliga oder Deutsche Meisterschaften gedacht. Doch manchmal kommt es eben schneller, als man denkt. Im Vereinsheim blieb es nicht beim wöchentlichen Werfen auf die Scheibe.

veröffentlicht am 29.04.2019 um 16:02 Uhr

Diedersens Darter sind Ende Mai bereits zum achten Mal in der Finalrunde um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft dabei. Foto: pr
Klaus Frye

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Klaus Frye Sportreporter zur Autorenseite
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Beim Sport-Club Diedersen wollte man sich auch schon früh mit anderen Vereinen messen.

„Einfach mal schauen, was wir so draufhaben“, hieß das Motto bei den Männern der ersten Stunde. Zu denen Ulrich Sehring auch als erster Abteilungsleiter zählte. Was folgte, war eine wahre Erfolgsgeschichte. Mit drei Aufstiegen in Folge schaffte man bereits 2004 den Wurf in die Verbandsliga. Kurzes Durchschnaufen, bis die Erfolgsstory 2008 ihre Fortsetzung nahm. Nach dem Aufstieg in die Niedersachsenliga machte Diedersen nun auch in der deutschen Dart-Szene Furore – als Deutscher Verbandspokalsieger. „Das war so ähnlich wie früher beim Fußball der Gewinn der Amateurmeisterschaft“, erklärte Vereinschef Olaf Lehnert. Denn nur die Bundesliga-Teams nehmen am Wettbewerb um den Verbandspokal nicht teil. Und nach dem Pokal-Coup waren sich die Männer des Sport-Clubs schnell einig: „Wir können auch Bundesliga!“ In der Aufstiegsrunde ließen sie es 2009 – fast auf den Tag genau zehn Jahre nach der Gründung – richtig krachen. „Bundesliga in Diedersen. Wo liegt das denn überhaupt?“ Die Konkurrenz rieb sich die Augen und warf erst mal einen detaillierten Blick auf die Landkarte. Inzwischen ist die 500-Seelen-Gemeinde den Vereinen in der Nordgruppe der Bundesliga nicht nur bestens bekannt, sondern für zahlreiche Konkurrenten auch so etwas wie ein rotes Tuch.

Denn der SC Diedersen ist seit 2009 ein absoluter Dauerbrenner in Deutschlands höchster Spielklasse. „Zehn Jahre in der Bundesliga, davon acht Jahre in der Finalrunde um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft dabei“, bilanziert Lehnert stolz. „Deutscher Vizemeister 2011. 2014 und 2018 auf Platz drei. Das kann kaum ein anderer Verein vorweisen.“ Und der Bisperoder Christian Sehring war schon in der Startformation dabei. Klar, dass sich Diedersen bei den Dartern längst herumgesprochen hat. So gehen Niedersachsens beste Pfeilwerfer hier an die Scheibe. In der Winterpause wechselte mit dem erst 19-jährigen Philipp Hagemann aus Nienburg eines der größten Nachwuchstalente der nationalen Dartszene zum Sport-Club. Und Holger Jabben zieht es sogar aus dem Kohlenpott ins Weserbergland. „Diedersen ist längst meine zweite Heimat geworden“, sagt der Routinier, der lieber in der Fremde als vor der Haustür beim 1. DSC Bochum dartet.

Jabben ist natürlich auch am Samstag dabei, wenn im SC-Sportheim ab 12 Uhr am letzten Vorrunden-Spieltag gegen die Lumberjacks Salzgitter und den Abonnementsmeister DC Bremen-Vegesack der zweiten Tabellenplatz verteidigt werden soll. Höhepunkt der Saison ist dann am 25./26. Mai in Walldorf die Finalrunde um die Deutsche Meisterschaft.



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