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Hamelner Herren peilen den Aufstieg in die Landesliga an / Uwe Räcker: „Unsere Stärke ist die Ausgeglichenheit“

Die „Meteoriden“ greifen nach den Bowling-Sternen

Von Rolf Henning Schnell

veröffentlicht am 19.04.2010 um 17:32 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 20:21 Uhr

Bowling. Sie greifen nach den Sternen. Nach zwei vergeblichen Anläufen in den Jahren 2005 und 2007 will die Herrenmannschaft von „Meteor 77“ Hameln am kommenden Wochenende in Cloppenburg endlich beim dritten Versuch den Sprung in die Landesliga schaffen. Das Team um Captain Dirk Fricke muss sich dort gegen die Meister der Bezirke Weser-Ems, Lüneburg und Braunschweig behaupten. Und von der Papierform her liegt für die Hamelner, die unlängst Meister im Bezirk Hannover wurden, der erste oder zweite Platz drin. Das würde für den Sprung in die dritthöchste deutsche Klasse reichen. Senior Uwe Räcker (48), zugleich auch erfahrenster Spieler im Team, ist sich sicher, dass es diesmal klappt. „Wir befinden uns in sehr guter Form, haben eine souveräne Bezirksligasaison hingelegt und verfügen über ein sehr ausgeglichenes Team“, umreißt der frühere Bundesligaspieler (u. a. bei BC Hildesheim) die Chancen der Mannschaft. Zusammen mit Jörg van Son (47) sowie Uwe Schulz (45), die alle in Hameln bzw. im unmittelbaren Umfeld der Stadt wohnen, hat er die kürzeste Anfahrt zur Übungsstätte, dem seit gut zwei Jahren als neue Heimstätte dienende „Rats Bowl“ am Hastenbecker Weg.

Dort wird nicht nur zweimal in der Woche beim Training auf zwölf „gut geölten“ Bahnen um möglichst viele Strikes gekämpft, sondern auch an Wochenenden, wenn die Gegner zu den Punktspielen anreisen. Zum Team gehören ferner Holger Lindenberg (42) aus Langenhagen, Kevin Kopania (mit 29 Jahren der Benjamin), Frank Meyer (37) aus Hannover sowie Dirk Fricke (41) aus Dörentrup, die die längere Anreise gern in Kauf nehmen.

Dass die Bowlingbahn-Experten (ihre fünf bis sieben Kilogramm schwere, mit drei Löchern versehene Kugel wird Ball genannt) sich in ihrem Leistungsvermögen kaum unterscheiden, zeigt ihr Ergebnisschnitt. Mit knapp über oder unter 200 Punkten (300 wären maximal möglich) lagen sie auch in der abgelaufenen Saison ziemlich dicht beieinander, so dass wirklich die Tagesform darüber entscheidet, wer jetzt bei den Aufstiegskämpfen der Beste ist.

Und sollte einer aus dem Fünferteam einen schwarzen Tag erwischen, dann kann er kurzerhand durch einen Ersatzspieler ersetzt werden. „Deshalb ist es wichtig, dass wir sieben gleichstarke Spieler haben, die sich blindlings verstehen und obendrein einen prächtigen Teamgeist an den Tag legen“, so Vorsitzender Fabian Simon, der stolz darauf ist, dass es neben sieben Herren- auch eine Damen-Mannschaft im Verein gibt, die ebenfalls „gut im Rennen liegt“. Bei einem Aufstieg in der Landesliga, was natürlich mit weiteren Fahrten verbunden ist, rechnen sich die „Meteoriden“ gute Chancen auf den Klassenerhalt aus. „Denn auch dort wird nur mit Wasser gekocht“, weiß Uwe Räcker aus Erfahrung.



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