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Fußball: Bicknell, Meyer und Harland kennen den Weg aus dem Kreis in den Bezirk

Die Liga der Meistertrainer

HAMELN-PYRMONT. Für viele Fußball-Klubs ist die Kreisliga schon das Höchste aller sportlichen Gefühle und Ambitionen. Aufsteigen und drin bleiben. Kurzum einfach zur regionalen Elite dazugehören. So lange wie möglich. Doch es gibt auch Vereine, die haben ganz andere Ziele.

veröffentlicht am 17.07.2017 um 15:22 Uhr

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Roland Giehr

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Roland Giehr Leiter Sportredaktion zur Autorenseite
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Die wollen nur eines: Raus aus dem Provinz-Oberhaus und rein in den Bezirk. Doch dafür braucht das Fußball-Orchester auch einen Dirigenten. Einer, der genau weiß, wie der Taktstock auf dem Weg zum erhofften Aufstieg geschwungen werden muss. Einen profilierten Trainer eben, der auch das vielzitierte Meister-Gen in sich trägt. Und da hat die aktuelle Besetzung in der Kreisliga Hameln-Pyrmont gleich eine ganze Reihe von Protagonisten im Angebot.

An der Spitze der erfolgreichsten Übungsleiter steht zweifellos Paul Bicknell. Er führte einst die SG Hameln 74 aus der neunten bis in die sechste Liga und steht nun in Salzhemmendorf auf der Kommandobrücke. Und wenn der Brite dort mehr Fortune hat als zuletzt beim TSV Bisperode, dann könnte die lange Durststrecke der Blau-Weißen im Kreisgebiet bald vorbei sein. Denn im Saaletal trauert man schon lange den glorreichen Zeiten auf Bezirksebene hinterher. Gleiches gilt auch für die TSG Emmerthal. Bislang scheiterten allerdings in schöner Regelmäßigkeit alle Versuche für eine Rückkehr.

Mit Stephan Meyer wurde nun aber ein Coach verpflichtet, der nicht umsonst in Fachkreisen „Meister-Meyer“ genannt wird. Ihm gelang sogar das Kunststück, gleich mit zwei Mannschaften aus der Kreisliga aufzusteigen. Mit dem MTSV Aerzen und Germania Hagen.

Paul Bicknell Foto: awa
  • Paul Bicknell Foto: awa
Dietmar Harland Foto: awa
  • Dietmar Harland Foto: awa
Rik Balk Foto: KF
  • Rik Balk Foto: KF

Erfüllt er nun möglicherweise seine dritte Mission in Emmerthal? Zwar ist Meyer – wie übrigens auch alle seine Kollegen – ganz nebenbei ein Meister des Understatements, doch man muss kein Prophet sein, um zu wissen, dass sein Weg nach Möglichkeit wieder nach oben führen soll.

Noch ganz frisch sind die Champions-Meriten von Dietmar Harland. Er hievte Eintracht Afferde, ebenfalls nach langer Abstinenz, erst in diesem Jahr zurück in die Bezirksliga, heuerte nun aber beim WTW Wallensen an. Dort auf der Thüster Platte sieht man sich aber auch lieber in der 7. Liga als im Kreis. Also gilt für ihn: Mach es noch einmal, Dietmar.

Auf einen Meistertitel als Herren-Trainer wartet zwar noch Bisperodes neuer Coach Rik Balk, als langjähriger Kapitän der SG Hameln 74 durfte er dafür aber des Öfteren die Pole-Position feiern. Wer weiß, was nun bei seiner zweiten Trainerstation im Pappelstadion so alles geht? Zum Kreis der Titelfavoriten zählt er mit dem TSV neben Salzhemmendorf, Emmerthal und Wallensen aber allemal.

Mit Neuling Steve Diener (VfB Hemeringen), Alexander Liebegott (FC Latferde) und Thomas Pernath (TSV Klein Berkel) gibt es noch drei weitere Kandidaten, die wenigstens schon einmal in ihrer Spielerkarriere zu Meisterehren kamen. Für den ganz großen Sprung in der anstehenden Kreisliga-Saison wird es aber wohl nicht reichen.

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