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Hessisch Oldendorf steigt in die Leistungsklasse auf / Wollborn: „Ein guter Mittelplatz ist für uns drin“

„Die Legende lebt“ – der TuS ist wieder da!

Von Roland Giehr

veröffentlicht am 03.05.2010 um 17:42 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 18:41 Uhr

Fußball. Adé Versenkung – der TuS Hessisch Oldendorf ist wieder da. Zwar noch nicht da, wo er schon einmal war, aber beim einstigen Drittligisten ist die Welt nach dem vorzeitigen Aufstieg in die Leistungsklasse trotzdem wieder in Ordnung. „Die Legende lebt. Wir werden mit unserer starken Mannschaft eine sehr gute Rolle in der neuen Klasse spielen. Ein Mittelplatz mit Tendenz nach oben ist drin“, blickt Trainer Bernd Wollborn zuversichtlich in die Zukunft. Die nötige Erfahrung, um die neuen sportlichen Ziele auch in die Tat um zu setzen, bringt er jedenfalls mit. Immerhin 17 Trainerstationen im Kreisgebiet kann der 62-jährige B-Lizenzinhaber in seiner Vita vorweisen – und damit wohl mehr als kein anderer seiner Zunft.

Zumindest eine Saison will der Coach, der seinen Vertrag bereits vorzeitig verlängert hatte, noch im Waldstadion wirken. Im Vorjahr stand sein Engagement beim TuS dagegen einmal kurz auf der Kippe. „Da klappte gar nichts, ich wollte schon aufhören. Doch in dieser Saison lief alles wie am Schnürchen“, gesteht Bernd Wollborn. Und wie es lief. Zwanzig Siege in bislang 22 Spielen, ein Remis (1:1 in Amelgatzen) und nur eine Niederlage am zweiten Spieltag der 1. Kreisklasse (Staffel 2) in Thal (1:2) sind eine Bilanz, die sich sehen lassen kann. Gleiches gilt auch für die Torausbeute. Mit einem kapitalen Schuss von der Mittellinie erzielte Routinier Roman Zolynsky beim 3:0 gegen Germania Reher bereits den 100. Saisontreffer für den TuS Hessisch Oldendorf.

Und ein Ende der Torflut ist nicht abzusehen, denn noch stehen vier Punktspiele aus. „Wir ziehen weiter voll durch und lassen uns gewiss nicht hängen“, verspricht Wollborn. Nie hängen ließ sich auch TuS-Urgestein Uwe Quindt. Der mittlerweile 44-jährige Ex-Torhüter erwies sich auf dem Feld als treibende Kraft und riss seine Teamkollegen förmlich zu weiteren Großtaten mit.

Nebenbei glänzte er auch noch als Torjäger. Doch nun denkt er an Abschied, schließlich begann seine Karriere schon 1985 beim damaligen Verbandsligisten. „Uwe bekommt von uns einen Blumenstrauß und macht dann weiter. Wir brauchen ihn“, will Wollborn aber noch einmal alle Hebel in Bewegung setzen. Von seinem jetzigen Erfolgsteam um Spielmacher Pawel Jermakowicz und Torhüter Brian Schwekendiek, wird sonst nur Sebastian Kucza den Klub verlassen. Dafür rücken drei A-Junioren in den TuS-Kader auf.

Auf mehr Spielanteile in der neuen Saison hofft dann auch Angreifer Adrian Suslik, der nach seiner schweren Krebserkrankung jüngst gegen Emmerthal II sein lang ersehntes Comeback feierte.



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