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Von Vater Tobias bis hin zum Nesthäkchen Leni ziehen alle in Bad Pyrmont an einem Strang

Die Köberles – eine ganze Familie lebt Tennis

Rund um den gelben Filzball dreht sich fast alles bei Familie Köberle. Für Kennet (von links nach rechts), Vater Tobias, Kiara- Lynn, Leni und Mutter Astrid ist ein Tag ohne Tennis kaum vorstellbar.

veröffentlicht am 25.09.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 09:41 Uhr

Foto: haje

Tennis (kf). Bei Köberles dreht sich fast das ganze Jahr alles um die gelbe Filzkugel. „Vor allem im Sommer spielt sich unser Leben von Montag bis Sonntag überwiegend auf dem Tennisplatz ab“, gibt Tobias Köberle zu. Für den 37-Jährigen nichts ungewöhnliches, denn er ist in Bad Pyrmont seit vielen Jahren als Tennislehrer tätig. Doch auch für seine Ehefrau Astrid und die vier Kinder wäre ein Tag ohne Tennis kaum denkbar.

Allein für Laura Louisa, mit 16 Jahren die älteste im Nachwuchs-Quartett, spielt Tennis momentan nur die zweite Geige. Sie besucht seit kurzem eine Schule für Modedesign in Hannover. „Da fehlt die Zeit, um intensiv Tennis zu spielen“, ist für den Tennislehrer klar. Doch das Tennisteam Köberle ist dennoch stark besetzt. Vor allem Kiara- Lynn sorgt künftig für Dauerstress. Ab dem 1. Oktober rückt das zehn Jahre alte Talent offiziell in die Altersklasse U 12 auf. „Mitgespielt hat sie hier schon als Achtjährige, aber da gab es für sie noch keine Ranglisten-Punkte“, erinnert sich ihr stolzer Vater gerne.

Doch der weiß auch, das der Aufwand künftig noch größer wird. „Das ist schon eine echte logistische Aufgabe, um die Termine alle unter einen Hut zu bekommen“, weiß der langjährige Spitzenspieler des TC Bad Pyrmont.

Auch Mutter Astrid hat alles fest im Griff

Denn mit dem Training auf der Pyrmonter Platzanlage ist es nicht getan. Auch das Stützpunkttraining in Hameln und Barsinghausen ist zu organisieren. „Es muss alles auf den Punkt stimmen, denn Kennet und Leni stehen ja auch ganz dick auf unserer Liste“, lacht der Organisations-Chef des Hauses Köberle. „Das geht aber nur, wenn wir alle an einem Strang ziehen.“

Das klappt bei Köberles vorbildlich, denn schließlich hat auch Mutter Astrid das Unternehmen Tennis fest im Griff. Trotz ihrer Punktspiele bei den Damen 30+. Auf den Sprung nach oben steht der achtjährige Kennet. Der spielt nebenbei auch noch Fußball bei den E-Junioren. Er tritt also in Vaters Fußstapfen, denn der rannte bis zum 13. Lebensjahr bei SW Löwensen dem runden Leder nach.

Selbst für Leni – mit vier Jahren das Küken der Familie – läuft der Tagesablauf recht ungewöhnlich: Erst Kindergarten, dann Tennisplatz. Hier wird schon eifrig trainiert. Und wenn dem Nesthäkchen tatsächlich einmal langweilig wird, steht Oma Beate „Gewehr bei Fuß“. Und wie sollte es auch anders sein: sie spielt ebenfalls Tennis. „Das ist sehr wichtig. Meine Mutter ist immer da, wenn es mal eng wird“, weiß Familienvater Tobias zu schätzen.

Richtig eng werden könnte es aber im nächsten Jahr, denn dann steigt in Mexiko die Senioren-WM. Ob er, wie bereits 2008 in der Türkei, dabei ist, ließ Köberle zwar offen, schmunzelte aber: „Ich war noch nie in Mexiko ...“



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