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Lisa Plinke vom HSC BW Tündern ist Fußballheldin 2017 – wir stellen die 21-Jährige heute vor

„Die Kids sind mir ans Herz gewachsen“

TÜNDERN. Lisa Plinke kann es immer noch nicht glauben: „Dass ich als Fußballheldin ausgezeichnet werde, habe ich nie und nimmer erwartet“, gesteht die 21-jährige Tünderanerin. Und ebenso sportlich fair wie bescheiden fügt sie hinzu: „Da gibt es doch bestimmt einige, die es mehr als ich verdient hätten.“

veröffentlicht am 06.12.2017 um 14:19 Uhr
aktualisiert am 06.12.2017 um 15:40 Uhr

Zwei Jahre coachte Tünderns Fußballheldin Lisa Plinke die F-Jugend – seit Anfang der Saison ist sie als Trainerin für die E II verantwortlich. Foto: privat

Autor:

Henner E. Kerl
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Um so größer ist ihre Freude über ihre Wahl des Niedersächsischen Fußball-Verbandes zur Fußballheldin 2017. Mit der Auszeichnung „Fußballhelden“ möchte der DFB das Ehrenamt mehr in den Blickpunkt rücken. Das Förderprojekt richtet sich an 16- bis 30-jährige Trainer und Betreuer von Kinder- und Jugendmannschaften, die sich in den vergangenen drei Jahren durch ihre persönliche Leistung in ihren Vereinen besonders verdient gemacht haben.

Jeder Fußballkreis in Deutschland konnte einen Fußballhelden für 2017 nennen. 280 sind es in diesem Jahr, 43 von ihnen kommen aus Niedersachsen, eine aus Hameln-Pyrmont: Lisa Plinke. Auf sie und die anderen Fußballhelden wartet eine besondere Belohnung: eine fünftägige Bildungsreise nach Spanien an die Costa de Barcelona-Maresme. Auf dem Programm stehen dabei auch Theorie- und Praxisworkshops sowie ein Besuch des legendären Camp Nou, dem Fußballtempel des FC Barcelona. Auf die Reise freut sich die 21-Jährige schon, die aus einer fußballverrückten Familie stammt. Ihr Opa Friedrich und ihr Vater Dierk sind seit vielen Jahren für den HSC Blau-Weiß Tündern als Trainer und Betreuer tätig. Ihr Bruder Tim spielte lange für die Schwalben, ehe er im Sommer zu Deister-Süntel-United wechselte. Auch Lisa Plinke hatte eigentlich eine Karriere als Fußballerin und nicht als Trainerin vor Augen.

2004 begann sie als Feldspielerin bei den F-Junioren der Schwalben und wurde auch bei den E-Junioren zu einer festen Größe, ehe man ihr Torwarttalent entdeckte. Bis 2013 stand sie zwischen den Pfosten der D-, C- und B-Juniorinnen, doch dann beendete eine Knieverletzung frühzeitig ihre aktive Laufbahn. „Ich wollte aber unbedingt dem Fußball treu bleiben“, erzählt die Tünderanerin. So unterstützte sie zunächst ihren Vater als Co-Trainerin der F-Junioren. Von 2012 bis 2015 trainierte sie die Torhüter der E- und D-Jugend der Blau-Weißen. Und sie gehörte zu den ersten Schülerinnen des Kreises, die sich 2014 zum Junior-Coach ausbilden ließen. Inzwischen besitzt sie die Lizenz als Teamleiter Kinder- und Jugendtraining sowie den C-Trainer-Schein.

Lisa Plinke Foto: hek
  • Lisa Plinke Foto: hek

Längst hat sie ihre „eigene“ Mannschaft: Zwei Jahre coachte Lisa Plinke Tünderns F-Jugend – und seit Anfang der Saison ist sie für die E II verantwortlich. „Die Kids sind mir ans Herz gewachsen“, freut sie sich, „und so ist die Auszeichnung für mich auch eine für diese tolle Mannschaft.“ Typisch für die Familie Plinke: Vater Dierk unterstützt seine Tochter als Co-Trainer, wo immer er kann. Und auch Opa Friedrich steht seiner Enkeltochter helfend und beratend zur Seite.

Mein Standpunkt
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Von Andreas Rosslan

Junge Leute, die sich als Trainer oder Betreuer ehrenamtlich engagieren, braucht jeder Verein. Leider gibt es im Fußball, Handball, Basketball und Volleyball viel zu wenig davon. Eigentlich verdienen alle, die sich wie Lisa Plinke vorbildlich um den Nachwuchs kümmern, eine Auszeichnung – oder zumindest ein Danke.

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